
Nachdem man letzte Woche verdientermaßen den Kürzeren gezogen hatte sollte in der Gruam erstmalig ein Sieg her. Wieder musste man personell rotieren, aber das ist man ja mittlerweile gewöhnt.
Die Partie begann verhalten. Thalmassing mit mehr Ballbesitz und, die Hausherren suchten immer wieder Daiminger im Sturmzentrum. Mit dem ersten schnellen Angriff ging Thalmassing dann in gleich in Führung. Reicherseder schaltete schnell, schlug lang in den Lauf von Wiedemann, welcher sich stark durchsetzte und vorm Tor uneigennützig auf Routinier Zelzer querlegte. Dieser versenkte wuchtig zur Führung. Doch die Freude dauerte nur kurz. Zwei Minuten später glich Pfatter aus. Daiminger konnte sich über links durchstolpern und Zepf versenkte das Abspiel passgenau ins lange Eck. Nichts zu halten für Reicherseder. Nun kamen die Hausherren besser in die Partie und Thalmassing reagierte mehr anstelle selbst zu agieren. Dennoch kam Zelzer, nach tollem Zuspiel von Nöllgen, vors Tor - Pfatter klärte in letzter Sekunde. Keine zehn Minuten später hatte Wiedemann die nächste große Möglichkeit. Ab der Mittellinie lief er aufs Tor, hätte nur auf Nöllgen durchschieben müssen welcher völlig frei mitlief - leider passte er den Ball auf die Seite wo Pfatter klären konnte. Das hätte die erneute Führung sein können. Im Gegenzug traf Daiminger, aber klar aus dem Abseits. Dann folgte der erste große Aufreger. Langer lief alleine aufs Tor, legte den Ball quer und wurde vom Keeper umgeräumt. Klarer Elfmeter, da der Ball längst weitergespielt war. Pfatter klärte zur Ecke. Zur Aufregung aller Gästefans gab es dann Abstoß. Vor der Pause dann die Führung für die Hausherren. Mit einem Sonntagsschuss traf Inhofer in den Winkel. Allerdings war hier auch die Thalmassinger Elf im Tiefschlaf. Daiminger traf dann nochmal, allerdings wieder Abseits -war aber knapper als beim ersten Abseitstreffer. Zur Verwunderung aller Zuschauer pfiff der Unparteiische bereits nach 42 Minuten zur Halbzeit...
Im zweiten Durchgang zeichnete sich dann ein anderes Bild ab. Der nächste Aufreger sollter allerdings folgen. Reicherseder boxt einen Ball aus dem 16er, und wird in der Luft klar gefoult. Spiel läuft weiter, der Thalmassinger Keeper liegt regungslos am Boden. Auf das Fordern einer Spielunterbrechung sah die Thalmassinger Elf komplett die gelbe Karte. Zumindest durfte der Torwart dann behandelt werden. Der Schiedsrichter rief dann noch einige Worte gen Zuschauer - auf albanisch. Nun war wirklich Hitzigkeit in der Partie. Zurück zum Fussball. Nach 55 Minuten hatten Zelzer die Chance auf seinen zweiten Treffer, aus 8m schoss er am Tor vorbei. Teicherts Schuss war zu harmlos und der eingewechselte Wohlmann köpfte aus 7m dem Keeper in die Arme. Die Roosters waren nun am Drücker. Nesslauer auf die Außenbahn, Flanke von Marc Messer, Wiede mit dem Kopf, Wohlmann mit links durch die Hosenträger von Thurmer - Ausgleich. Dann erneut Wohlmann vorm Tor - vergibt. Die Hausherren nun nur noch mit langen Bällen. Zehn Minuten vor dem eigentlichen Ende traf Beckmann das Außennetz. In der Schlussphase drückte Thalmassing auf den Siegtreffer. Viele kleine Unterbrechungen summierten sich dann zu einer mehrminütigen Nachspielzeit. Minute 95, Nesslauer am Freistoß an der Strafraumgrenze, ausgeführt musste er aber 3 Meter weiter hinten... warum auch immer. Nesslauer, abgefälscht. Thurmer klärt gerade noch zur Ecke. Nochmal Freistoß Nesslauer, nochmal Ecke. Thalmassing kann die Hausherren im eigenen Strafraum einschnüren und da findet eine Flanke Wohlmann, dieser scheitert aus 3m an Thurmer, der mit einer Glanztat den Ball von der Linie holt, Nachschuss Wohlmann, Pfatter klärt erneut auf der Linie. Der Ball kommt zu Wiedemann und dieser versenkt mit einem wuchitgen Hammer aus 11m unhaltbar. Grenzeloser Jubel bei den Gästen. Doch es gab nochmal 5 Minuten oben drauf. Allerdings konnte sich Pfatter von Wiedes Laser nicht mehr erholen und so spielten die Roosters die Partie souverän zu Ende.
Thalmassing holt nicht ganz unverdient drei Punkte in der Gruam und somit wichtige Zähler für den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle. Was man letzte Woche in der zweiten Hälfte hat vermissen lassen, war heute umso präsenter. Der Sieg war eine geschlossene Mannschaftsleistung, bis zum Schluss hat sich jeder aufgerieben und am Ende wurde man belohnt.
Am Sonntag gastiert mit dem TSV Aufhausen der nächste Gegner in Schlagdistanz. Tabellarisch ebenso wichtig wie das heutige Spiel um sich im Mittelfeld zu etablieren und die Abstiegs- und Relegationszone auf Abstand zu halten.