Auch Kleinrinderfeld und Lengfeld ringen im Sechskampf um den Klassenerhalt mit!
Auch Kleinrinderfeld und Lengfeld ringen im Sechskampf um den Klassenerhalt mit! – Foto: HMB Media / Julien Becker

Der Keller-Check: Enger Sechskampf um den Klassenerhalt

Landesliga Nordwest: Die Kontrahenten und ihre Ausgangslage in der Analyse

Fünf Plätze trennen TG Höchberg (13.) und Tabellenschlusslicht ASV Rimpar (18.) voneinander - dabei liegen aber nur zwei Punkte zwischen beiden! Der Abstiegskampf in der Landesliga Nordwest bringt Spannung mit sich: Derzeit vor allem sechs Teams werden im Saison-Schlussspurt im Frühjahr wohl um einen Nichtabstiegsplatz kämpfen. Dahinter bleiben nur drei Relegationsplätze sowie zwei Direktabstiegsränge. Wie ist aber die Ausgangslage der einzelnen Kontrahenten? FuPa macht den Keller-Check...

TG Höchberg – 13. Rang – 27 Punkte
Nur zwei Punkte vor Schlusslicht Rimpar - und doch steht Höchberg über dem Strich! „Für den Kopf ist das sicher kein Nachteil, auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern“, meint Patrick Jägle, der stellvertretende Vorstand Sport, zur Ausgangslage. Die Form von Höchberg ist hingegen schwer zu bewerten: 2020 absolvierte die TG drei Ligaspiele (Ein Remis, zwei Niederlagen). 25 Partien – und damit unter der Konkurrenz im Tabellenkeller die wenigsten – hat die Kaiser-Elf damit erst hinter sich, dafür aber auch noch ein strammes Programm vor der Brust! Drei Teams der Top 4 (Friesen, Haibach, Memmelsdorf) und drei Keller-Konkurrenten (Rimpar, Lengfeld, Coburg) warten auf die Kracken. „Da kann jeder jeden schlagen! Unser Team ist jung, hungrig und freut sich darauf“, blickt Patrick Jägle voraus.

FC Coburg – 14. Rang – 27 Punkte
Genau einen Punkt pro Spiel hat Coburg bislang im Durchschnitt geholt: Mit 27 Zählern nach 27 Partien steht der FC auf dem ersten Relegationsplatz. „Unser Ziel ist es, diese Region zu verlassen! Mit Unentschieden wird man aber nicht weit kommen“, erklärt Trainer Lars Müller. Sein Team holte nach dem Re-Start sieben Punkte aus vier Spielen, verlor gegen Röllbach (17.) aber 1:4. „Gegen die direkten Konkurrenten wären Siege enorm wichtig“, schildert Coach Müller mit Blick auf die restlichen Partien. Da trifft Coburg auf die Kontrahenten Rimpar (18.) und Höchberg (13.), aber auch auf alle Top 4-Teams der Liga! „Das ist ein schweres Restprogramm im Frühjahr! Einige Verletzte werden bis dahin aber wieder einsatzbereit und das komplette Team topfit sein“, glaubt der Trainer an seine Jungs.

TSV Kleinrinderfeld – 15. Rang – 27 Punkte
63 Gegentore hat Kleinrinderfeld in 26 Partien kassiert – Höchstwert im Tabellenkeller. „Bislang haben wir zu viele Gegentore bekommen. Das liegt auch daran, dass wir uns einige Male zu früh aufgegeben haben“, erklärt Interimstrainer Benedikt Engert. Bestes Beispiel: Die 0:11-Pleite gegen Vatan Spor Aschaffenburg. Allgemein lief es nach dem Re-Start für den TSV mit einem Punkt aus fünf Spielen dürftig – allerdings waren unter den Gegnern die vier bestplatzierten Teams der Liga. Mit Blick aufs Restprogramm sagt Coach Engert deshalb: „Natürlich ist es kein Nachteil, die Spiele gegen die Top-Teams absolviert zu haben. Dennoch kämpfen auch die restlichen Mannschaften um jeden Punkt und es wird nicht einfacher.“

TSV Lengfeld – 16. Rang – 26 Punkte
Sechs Spiele, sechs Pleiten und kein einziges Tor: Die Bilanz der Lengfelder nach dem Re-Start fällt ernüchternd aus. Das Programm hatte es aber in sich: Vier der Partien waren gegen Teams der aktuellen Top 5 der Liga. Dennoch stellt der TSV die schwächste Offensive (29 Tore). „Wir hoffen, dass Rückkehrer wie etwa Krebelder und Vollmer unsere Offensive in den restlichen Spielen wiederbeleben“, schildert Rudolf Kerl, Lengfelds Sportleiter Fußball. Mit Höchberg, Kleinrinderfeld und Röllbach hat die Hochrein-Elf gleich drei Partien gegen direkte Konkurrenten im Restprogramm vor sich. „Auf dem Papier sind diese Teams nicht mit den Gegnern der letzten Wochen zu vergleichen“, blickt Kerl positiv auf das spannende Restprogramm und geht davon aus, dass Lengfeld dabei die notwenigen Punkte holt.

TuS Röllbach – 17. Rang – 26 Punkte
Die Ausgangssituation für Röllbach war vor dem Re-Start nicht leicht: Tabellenschlusslicht, Rückstand und ein schweres Programm vor der Brust. In den fünf Liga-Spielen unter dem neuen Trainerteam Simon Goldhammer/Michael Ball blieb der TuS aber ungeschlagen und holte neun Punkte! „Wir haben den Anschluss wiederhergestellt. Vor allem der Derby-Sieg gegen Haibach gibt Rückenwind“, so Simon Goldhammer. Für seine Elf geht es unter anderem noch gegen Tabellenführer Vatan Spor sowie gegen Konkurrent Lengfeld. „Die letzten Spiele geben uns Selbstvertrauen, aber wir bleiben bescheiden. Das Restprogramm ist anspruchsvoll und es wird ein spannender Kampf um den Klassenerhalt, an dem wir uns bis zum Schluss beteiligen möchten.“

ASV Rimpar – 18. Rang – 25 Punkte
Unter den Kellerteams hat Rimpar die zweitmeisten Treffer erzielt (37) und die zweitwenigsten Gegentore kassiert (48) – und doch ist der ASV das Schlusslicht. „Wir haben oft knapp verloren. Da schaut die Torbilanz nicht so übel aus“, erklärt Trainer Marcel Heck. 15 Niederlagen musste seine Elf hinnehmen - Höchstwert mit Lengfeld und Kleinrinderfeld! Trotzdem trennen Rimpar nur zwei Punkte vom 13. Rang. In den verbleibenden Partien warten auf das Heck-Team mit Haibach und Aschaffenburg unter anderem zwei Aufstiegsaspiranten, mit Coburg und Höchberg sind auch zwei direkte Konkurrenten Teil des Restprogramms. „Wir können mit jedem Gegner mithalten! Wenn sich das Spielglück noch ausgleicht, werden wir die nötigen Punkte holen“, gibt sich der Trainer optimistisch.

Aufrufe: 30.10.2020, 05:00 Uhr
Kilian AmrheinAutor

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