
Tennis Borussia hat einen Neuzugang vorgestellt.
Der beste Weg, einen Verein zu beeindrucken, ist es, Tore gegen ihn zu schießen. Genau auf diesem Weg hat Emir Can Gencel (24) beim 3:3 der Veilchen im Frühherbst beim bis dato noch punktlosen Schlusslicht Viktoria 89 auf sich aufmerksam gemacht. Nun ist er selbst Borusse geworden, mit dem erklärten Ziel, ab jetzt die Konkurrenz mit seinen starken Offensivdribblings und seiner Übersicht in Schwierigkeiten zu bringen.
Der zweite Zugang bei Tennis Borussia in diesem Transferfenster ist ein erklärter Wunschkandidat des für Sport zuständigen Vorstandsmitglieds Puria Ahmadian: „Emir bringt Qualität mit, die uns sofort weiterhilft“, sagte Ahmadian bei der Vertragsunterzeichnung. In der Tat kann TeBe einen offensiv orientierten Spielgestalter im Zentrum gut gebrauchen,
nachdem Tarik Hadziavdic den Verein, nach einer durchwachsenen Hinrunde, verlassen hat. Die Aussicht auf viele Einsätze und eine tragende Rolle im Mannschaftsgefüge haben sicher auch eine Rolle dabei gespielt, dass Gencel sich für Tennis Borussia entschieden hat, obwohl auch Vereine aus höheren Ligen an ihm Interesse gezeigt hatten.
Für Gencel ist es zugleich eine Rückkehr zu seinen fußballerischen Wurzeln: Das Kicken lernte er in der Jugend von TeBe. Seine Ausbildung vollendete er beim 1. FC Union, absolvierte bei den Männern 87 Regionalligaspiele für Altglienicke und Babelsberg 03. Weitere Erfahrung sammelte er bei 16 Drittligaeinsätze in der Türkei beim renommierten
Klub Altinordu. Zurück in seiner fußballerischen Urheimat birst Gencel schier vor Tatendrang: „Ich möchte hier richtig Gas geben“, versprach er – und man glaubt es ihm aufs Wort.