2026-03-09T15:40:23.061Z

Spielbericht

„Teilweise grenzwertig“ – Hitziges Derby endet Unentschieden

Derby mit Eklat

von Tobias Huber · Heute, 09:30 Uhr · 0 Leser
TSV Gräfelfing gegen TSV Neuried - Derby am 07.03.36 ab 13.15 Uhr. Freude über Tor von Nr. 8 Emil Pärssinen / Gräfelfing (rechts im blauen Trikot / Torschütze). Unverständnis bei den Neuriedern. Foto: Dagmar Rutt
TSV Gräfelfing gegen TSV Neuried - Derby am 07.03.36 ab 13.15 Uhr. Freude über Tor von Nr. 8 Emil Pärssinen / Gräfelfing (rechts im blauen Trikot / Torschütze). Unverständnis bei den Neuriedern. Foto: Dagmar Rutt – Foto: Dagmar Rutt

Das Kreisliga-Derby zwischen Gräfelfing und Neuried eskalierte mehrfach. Der Schiedsrichter musste Neurieds Co-Trainer vom Platz stellen.

Schiedsrichter Laurenz Trunk hatte am Samstag Schwerstarbeit zu verrichten. „Ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen“, bekannte Andreas Gries. Der Trainer des TSV Gräfelfing hatte im Vorfeld des Kreisliga-Derbys gegen den TSV Neuried darauf gehofft, dass es nicht zu hitzig werden würde. Es kam anders. „Teilweise war es schon grenzwertig“, sagte Gries angesichts der zahlreichen Schubsereien nach der Pause. Immerhin: Trunk schaffte es immer wieder, die Gemüter zu beruhigen, und kam ohne Platzverweise aus. Einzige Ausnahme: Neurieds Co-Trainer, Devrim Tacyildiz, sah die Rote Karte, als er sich nach der Behandlung eines seiner Spieler ein Wortgefecht mit Trunk geliefert hatte. „Wir warten erst mal den Schiedsrichterbericht ab“, kommentierte Neurieds Interimstrainer, Robert Schöttl, die Situation. Wie berichtet, bekleidet er den Posten nach der überraschenden Trennung des TSV von seinem ehemaligen Chefcoach, Thomas Hiechinger, bis auf Weiteres in Zusammenarbeit mit U19-Trainer Stefan Simic.

Fußball wurde am Samstagnachmittag zwischendurch auch mal gespielt, die hartumkämpfte Partie endete auf dem kleinen Gräfelfinger Kunstrasen 1:1. Die Neurieder Fußballer liegen damit weiterhin drei Zähler vor dem abstiegsbedrohten Lokalrivalen. „Wir hatten mehr Chancen und hätten den Sieg vielleicht etwas mehr verdient gehabt. Aber Neuried hat auch seine spielerischen Qualitäten gezeigt“, resümierte Gries.

Er durfte bereits nach vier Minuten jubeln: Nach Vorlage des Ex-Neurieders Jonas Einloft gelang Emil Pärssinen die frühe Führung für die von zahlreichen Zuschauern unterstützten Wölfe. Diese hielt bis zur Pause. „Wir waren sehr gut in den Zweikämpfen“, lobte Gries. Für die Gäste war es dagegen ein gebrauchter Durchgang, auch weil Spielgestalter Marko Ralic bereits nach 36 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. „Die erste Halbzeit war nicht gut von uns“, bemängelte Schöttl.

Fünf Minuten nach der Pause entschied Schiedsrichter Trunk auf Elfmeter für Neuried. Michael Wagner hatte nach einem Missverständnis in der Abwehr Abdou Jarmaine umgerissen. „Aus meiner Sicht war der Strafstoß berechtigt. Wir hatten Glück, dass es wenigstens keine Rote Karte gab“, bekannte Gries. Er hatte in der Pause die Abwehr umstellen müssen, da Innenverteidiger Felix Thiessen bereits gelbvorbelastet war. „Das hat beim Elfer sicher eine Rolle gespielt“, so Gries.

Nach dem Ausgleich reagierten die Gräfelfinger mit wütenden Angriffen. Trunk erkannte jedoch ein Tor wegen eines vorausgegangenen Foulspiels ab. Auch ein möglicher Strafstoß wurde den Hausherren verwehrt. „Der Schiedsrichter hat seine Linie von Anfang an durchgezogen, das muss man anerkennen“, sagte Gries im Nachgang. „Wenn er bereits in der ersten Halbzeit öfter Gelb gezeigt hätte, wäre es für ihn vielleicht einfacher geworden“, so der Gräfelfinger Coach weiter.