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TBS Pinneberg mit Traumstart und Power in den Schlussminuten

TBS Pinneberg startet mit drei Siegen in drei Spielen in die Landesliga – und zeigt beim 4:2 gegen St. Pauli III große Moral. Rückkehrer Nick Scharkowski wird zum Symbol des neuen Anlaufs Richtung Oberliga.

von red. · 02.09.2025, 10:12 Uhr · 0 Leser
Burak Bayram gibt die Marschroute vor: Der Coach von TBS Pinneberg sieht sein Team nach dem perfekten Saisonstart gefestigt – und will den erneuten Anlauf in Richtung Oberliga mit voller Überzeugung angehen.
Burak Bayram gibt die Marschroute vor: Der Coach von TBS Pinneberg sieht sein Team nach dem perfekten Saisonstart gefestigt – und will den erneuten Anlauf in Richtung Oberliga mit voller Überzeugung angehen. – Foto: TBS Pinneberg

Der Traum vom Aufstieg in die Oberliga lebt weiter. TBS Pinneberg, in der Vorsaison noch knapp an Nikola Tesla gescheitert, hat in der Landesliga einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nach dem 4:2 gegen den Eimsbütteler TV II und dem klaren 6:1-Sieg beim SC Victoria II setzte sich die Mannschaft von Burak Bayram und Berkay Kilinc nun auch gegen den FC St. Pauli III mit 4:2 durch – und das auf denkbar dramatische Weise.

Bis zur 88. Minute lag TBS noch 1:2 zurück, ehe innerhalb von nur drei Minuten der Abend kippte. Zunächst traf Raoul-Mamadi Cissé (88.), dann sorgte Nick Scharkowski mit einem Doppelpack (89. und 90.) für die endgültige Wende. Scharkowski, 36 Jahre alt, war im Sommer aus der Alten Herren des SC Victoria reaktiviert worden – nun schrieb er gleich am dritten Spieltag eine der ersten Geschichten der noch jungen Saison.

„Zur Aufholjagd kann ich nur sagen: ganz große Mentalität der Mannschaft“, lobt Trainer Burak Bayram im Gespräch mit uns. „Das bestätigt genau das, was wir uns von Beginn an vorgenommen haben. Wir zeigen Charakter – und die Jungs behalten auch in schwierigen Momenten einen klaren Kopf. Das ist ein ganz großes Thema in diesem Jahr, schon bei der Kaderzusammenstellung.“

Trotz des spektakulären Endspurts sieht Bayram noch reichlich Arbeit. „Wir haben es unnötig spannend gemacht, gegen einen Gegner, der uns eigentlich nicht so gefordert hat. Durch zwei Standards sind wir ins Wackeln geraten, ansonsten hatten wir das Spiel gut unter Kontrolle – viel Ballbesitz, viele Aktionen in unseren Reihen, aber manchmal nicht effektiv genug im letzten Drittel.“

„Nicht zu hoch hängen“

Mit neun Punkten aus den ersten drei Partien ist TBS optimal in die Saison gestartet. Doch Euphorie bremst Bayram bewusst: „Man darf das nicht zu hoch hängen. Es ist ein guter Start, aber den haben wir auch erwartet. Wir denken von Spiel zu Spiel. Jeden Gegner nehmen wir ernst, gehen akribisch in die Vorbereitung. Das Wir-Gefühl ist dieses Jahr ein ganz großer Faktor. Daran werden wir weiter arbeiten, um diese Phase fortzuführen.“

Die nächste Aufgabe wartet bereits: Mit Osdorf steht ein Gegner bevor, der TBS fordern dürfte. In der Vergangenheit waren es immer heiße Spiele gegen den TuS. „Darauf bereiten wir uns jetzt mit voller Konzentration vor“, sagt Bayram.

Revanche im Pokal?

Auch im Pokal geht es für TBS weiter. Das Los bescherte den Pinnebergern Nikola Tesla – jenen Verein, der im Vorjahr im direkten Duell den Aufstieg sicherte. „Zum Pokal-Los Nikola Tesla gibt es nicht viel zu sagen. Wir nehmen sie wie jeden anderen Gegner auch. Wir freuen uns auf die Aufgabe und wollen dort unsere Dynamik, Kreativität und Flexibilität auf den Platz bringen.“

Rückkehrer Scharkowski als Symbol

Besonders viel Aufmerksamkeit gilt derzeit Scharkowski. Der Angreifer war eigentlich schon im „Renten-Modus“. Doch der Stürmer blieb stets in Bewegung, gewann mit der Alten Herren von Victoria sogar die norddeutsche Meisterschaft. „Nick ist eine große Bereicherung für uns. Er hat ein bisschen gebraucht, um wieder in Form zu kommen, aber wir haben gesehen: Er ist zu allem in der Lage – auch in seinem Alter noch.“

Neben Scharkowski hat TBS weitere Optionen in der Offensive. Neuzugang Lion Jodeit und Ferdan Erdogan kämpfen um die gleiche Position. „Alle drei passen perfekt in unser Profil. Wir freuen uns, dass Nick Teil der Mannschaft ist – charakterlich top, wie der gesamte Mannschaftsteil. Das harmoniert sehr gut, und wir hoffen, dass es so weitergeht. Wir wollen die Intensität auf hohem Level halten, um unsere Gegner an ihre Grenzen zu bringen.“

Drei Spiele, drei Siege, zwölf Tore: TBS Pinneberg hat seine Ambitionen eindrucksvoll untermauert. Wenn auch die ganz großen Gegner noch auf die Pinneberger warten.