Auf eine gute Zusammenarbeit: Regenstaufs Spartenleiter Hans Kirnberger (links) und Sportchef Markus Stolz begrüßen Stefan Wagner (Mitte) als neuen Chefcoach des TB/ASV.
Auf eine gute Zusammenarbeit: Regenstaufs Spartenleiter Hans Kirnberger (links) und Sportchef Markus Stolz begrüßen Stefan Wagner (Mitte) als neuen Chefcoach des TB/ASV. – Foto: Verein

Stefan Wagner kehrt auf Trainerbühne zurück

Der ehemalige Trainer in Bach und Bad Abbach tritt beim TB/ASV Regenstauf in die Fußstapfen von Matthias Eglseder, welcher Wagners Co-Trainer wird.

Es ist still geworden um Stefan Wagner. Acht Jahre trainierte der 53-Jährige den VfB Bach, zwei den TSV Bad Abbach. Über die Zeit machte sich Wagner als ehrgeiziger wie emotionaler Fußballtrainer einen Namen in der Region. Es folgte eine längere Pause, dann ein Intermezzo beim damals frisch in die Landesliga empor gekletterten VfB Straubing – und wieder Pause. Für die neue Spielzeit 2022/23 hat der Wahl-Regenstaufer einen neuen Trainerjob. Und zeigt sich angriffslustig.

Am Dienstag konnte der in Regenstauf beheimatete, abstiegsbedrohte Bezirksligist TB/ASV den Coup vermelden: Stefan Wagner übernimmt im Sommer die „Blitzer“. Und tritt dort in große Fußstapfen, denn Wagners Vorgänger Matthias Eglseder hat den Posten des Cheftrainers seit Anfang 2013 inne.

Eglseder, der eine Pause als (Chef-)Trainer einlegen möchte, wird nach wie vor in der sportlichen Führung mitarbeiten und zudem dem neuen „Chef im Ring“, Stefan Wagner, als Co-Trainer unterstützen. Übrigens war er auch auf der Suche nach seinem eigenen Nachfolger beteiligt.

Der neuen Aufgabe – egal er diese in der Bezirks- oder Kreisliga in Angriff nehmen wird – blickt Wagner erwartungsfroh entgegen. „Jeder der mich kennt, weiß, dass ich sehr engagiert und akribisch bin“, sagt der 53-Jährige, der jüngst mit seiner Familie nach Regenstauf gezogen ist. Natürlich sei der kurze Weg zum Trainingsplatz mit ausschlaggebend gewesen, so Wagner, der auch mit einem Landesligisten im Gespräch war. „Aber dort hätte ich eben wieder eine große Fahrerei gehabt.“ Zuletzt beruflich stark eingespannt und deshalb seinen Trainerjob in Straubing aus Zeitmangel an den Nagel gehangen, hat Wagner – „mit Leib und Seele Trainer“, wie er selbst über sich sagt – jetzt wieder die Zeit und den Ehrgeiz fürs Coachen. Das merkt man Wagner an, unterhält man sich mit ihm. Mit den Regenstaufern war er sich recht schnell einig: „Die Gespräche mit Abteilungsleiter Hans Kirnberger sowie Matthias Egsleder waren angenehm.“

20 Jahre lang war Stefan Wagner ununterbrochen im Trainergeschäft tätig. Dem TV Hemau (Sprung in die Bezirksoberliga) und dem VfB Bach (erstmaliger Landesliga-Aufstieg) gelangen unter Wagners Regie die jeweils größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Mit Landesligist TSV Bad Abbach hielt er zweimal die Klasse. Wagner blickt „sehr positiv“ auf all die Jahre im Trainergeschäft zurück. „Ich hatte immer sehr viel Freude, war immer auf der glücklichen Seite und hatte charakterstarke Mannschaften. Im Fußball gehört halt auch Glück dazu“, blickt Wagner zurück. Wichtig ist ihm, dass im Umfeld alles passt.

Bei seinem neuen Verein ist der 53-jährige Familienvater schon voll involviert, was die Gespräche für die kommende Saison angeht. Er steht in regem Austausch mit seinem baldigen Co-Trainer Matthias Egsleder, dem er bis Sommer natürlich den Rücken komplett frei halte, schmunzelt Wagner. „Ich hoffe natürlich, dass die Truppe die Bezirksliga hält und sich Matze somit positiv als Cheftrainer verabschieden kann.“

Derweil lässt Regenstaufs Fußball-Abteilungsleiter Hans Kirnberger, der den Erstkontakt mit Wagner hergestellt hatte, verlauten: „Matthias Eglseder war in den meisten Gesprächen mit dabei. Von meiner Seite aus sieht das von der Kommunikation zwischen den beiden sehr gut aus. Sie harmonieren bereits sehr gut. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das funktioniert.“ Dem neuen Übungsleiter bescheinigt Kirnberger jahrelange Erfahrung und ein großes Netzwerk. „Und die sportlichen Erfolge, die Stefan bei jedem seiner Vereine hatte, sprechen für seine Qualität.“

Natürlich sei Eglseders Abtritt als Chefcoach eine Art „Kulturschock“ für viele Regenstaufer gewesen. Umso happier ist der Spartenleiter, dass Regenstaufs Urgestein der Fußballabteilung sowie der Mannschaft verbunden und erhalten bleibt.

Selbstverständlich richtet sich der Blick der Regenstaufer Fußballer auch in die Zukunft. Egal ob nun die Liga gehalten wird oder nicht, ein Großteil der Spieler hat für die neue Saison seine Zusage gegeben, ist Kirnberger froh. Er und Eglseder sind unterdessen auf der Suche nach einem neuen sportlichen Leiter. Spruchreif ist hierbei noch nichts, Gespräche laufen.

Bei noch acht ausstehenden Saisonspielen stehen Leppien, Sodji und Co in der Bezirksliga Oberpfalz Süd gerade drei Punkte vor der Abstiegszone. In Sachen Ligaerhalt zeigt sich Hans Kirnberger zuversichtlich, „weil die Mannschaft intakt ist, zu hundert Prozent hinter ihrem jetzigen Trainer steht und in jedem Spiel an ihre Grenzen geht.“ Auch wenn man sich um die Schwere der Aufgabe natürlich bewusst sei.

Aufrufe: 013.4.2022, 12:15 Uhr
Florian WürtheleAutor