
Vom Interesse der SG Arzfeld/Daleiden/Dasburg-Dahnen an Mittelfeldspieler Justin Marie hatten der TV und FuPa bereits Ende Oktober berichtet. Nun ist der Wechsel des 27-Jährigen vom A8-Ligisten SG Mehlental/Bleialf zum abstiegsbedrohten Rheinlandligisten perfekt. Florian Moos, der die Isleker gemeinsam mit Joschka Trenz coacht, freut sich auf einen „spielstarken und spielintelligenten Neuzugang“. Der unter anderem bei Eintracht Trier ausgebildete Techniker habe seine Qualitäten während seiner Bezirksligazeit beim SV Speicher und als Führungskraft bei der SG Mehlental bereits nachdrücklich unter Beweis gestellt. „Er wird unserem Mittelfeldspiel sicher noch einmal neue Impulse verleihen. Auch charakterlich passt er zu uns“, ist Moos überzeugt.
Tarforst holt Spieler aus dem Talentschuppen von Eintracht Trier: Dort, wo die Arzfelder spielen, will der FSV Trier-Tarforst nach dem Abstieg im Mai so schnell wie möglich wieder hin. Das Team von Trainer Patrick Zöllner ist in der Bezirksliga West als einzige Mannschaft noch ungeschlagen und überwintert – trotz zweier noch ausstehender Nachholpartien – mit fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger Mosella Schweich auf Platz eins. 14 Siege und ein Remis sprechen eine klare Sprache. „Spielen wir eine ähnlich gute Rückrunde und kehrt ein Großteil der zuletzt fehlenden Akteure zurück, habe ich keine Bedenken, in der nächsten Saison wieder in der Rheinlandliga zu spielen“, strahlt Zöllner jede Menge Zuversicht aus.
Mit welchen Spielern es nach oben gehen soll und welche Neuzugänge kommen, will der Sportliche Leiter Thomas Kempny in den nächsten Wochen klären. „Es stehen Gespräche mit den Spielern aus dem aktuellen Kader an – auch darüber, ob sie den Weg in die Rheinlandliga mitgehen wollen. Wir wissen, welche Qualität wir brauchen und dass wir zulegen müssen, um eine Etage höher zu bestehen. Fünf Neuverpflichtungen sind mindestens angedacht. Das betrifft sowohl die Qualität als auch die Breite des Kaders“, lässt Zöllner durchblicken.
Auch die Zukunft des 50-jährigen Trainers ist aktuell noch offen. Für die Rückrunde hat sich der FSV bereits mit Leon Schmid vom Rheinlandligisten Eintracht Trier II verstärkt. Schmid kommt mit sofortiger Wirkung. Zudem rückt Phil Scheuring in die erste Mannschaft auf. „Phil hatte bereits mehrere Einsätze bei uns, war aber offiziell noch Spieler der A-Jugend“, berichtet Zöllner. Auf der Torwartposition besteht weiterhin Bedarf, denn hinter Stammkeeper Felix Kloy steht nur noch Torwarttrainer Johannes München für den Fall der Fälle bereit.
Auf einige Spieler muss Zöllner auch im neuen Jahr noch eine ganze Weile verzichten: Moritz Hannappel fällt wegen eines Kreuzbandrisses bis zum Saisonende aus, Matthias Finsterwalder ist aufgrund seines Studiums in Mainz unabkömmlich. Nach einer Schulteroperation, die ihn Anfang des neuen Jahres erwartet, muss auch Nils Kiesewetter zunächst pausieren. Für Anfang Mai rechnet Zöllner mit der Rückkehr von Neil Müller-Adams, der sich nach einer Knieverletzung erst langsam wieder ins Aufbautraining begibt. Bei Luca Quint, dessen Innenbandriss im Knie konservativ behandelt wird, dürfte es bis Mitte März dauern. Aufgrund hartnäckiger Leistenprobleme ist derzeit nicht absehbar, ob Nico Neumann zum Rückrundenstart wieder zur Verfügung steht. Derweil kehrt Lewin Raithel von seinem Auslandsstudium in den USA zurück und ist für die Rückrunde eingeplant. Wieder fit sind nach Angaben des Trainers die wiedergenesenen Benedikt Resch, Luca Heintel, Elias Heitkötter und Christoph Nickl. Zudem ist Nicola Rigoni aus seinem Italien-Urlaub zurückgekehrt.
Wie Mosella Schweich an einen Spieler aus Kanada kommt: Nach dem Abgang von Leon Gerhard (zum A7-Ligisten DJK St. Matthias Trier, TV berichtete) plant Bezirksliga-Zweiter Mosella Schweich derzeit keine weitere Verpflichtung auf der Torwartposition. Trainer Thomas Schleimer setzt zunächst auf die beiden Schlussmänner Bendix Große und Martin Klar: „Wir werden den Abgang von Leon intern auffangen. Mit Hannes Schmitt rückt im Sommer ein Torwart aus der A-Jugend ins Team, der im Bedarfsfall bereits ab März im Kader stehen kann.“
Einer, der zur Wintervorbereitung in jedem Fall in den Bezirksligakader aufrückt, ist Harshdeep Cheema. Der Kanadier kam vor rund zwei Monaten nach Deutschland und wohnt und arbeitet als Personaltrainer in Trier. „Harshdeep war im Oktober erstmals bei uns und hat im Probetraining überzeugt. Die Spielgenehmigung wurde Mitte November erteilt. Gegen Tarforst (1:2, d. Red.) stand er erstmals im Kader, verletzte sich dann aber im A7-Liga-Spiel der zweiten Mannschaft gegen die FSG Ehrang/Pfalzel (5:2) an der Hand. Er wird die Vorbereitung in der ersten Mannschaft absolvieren. Auf der rechten offensiven Außenbahn ist er variabel einsetzbar, besitzt viel Potenzial, ist sehr laufstark und verfügt über eine gute Athletik“, zeigt sich Schleimer von den Qualitäten des 27-jährigen Nordamerikaners überzeugt.