2024-06-19T10:33:50.932Z

Spielbericht
Drei Punkte waren gar nicht nötig für Trainer Patrick Zöllner und die Tarforster. Bereits das 1:1 gegen Rot-Weiss Wittlich reichte zum Klassenverbleib
Drei Punkte waren gar nicht nötig für Trainer Patrick Zöllner und die Tarforster. Bereits das 1:1 gegen Rot-Weiss Wittlich reichte zum Klassenverbleib – Foto: Hans Krämer

Tarforst jubelt und „lässt die Kuh tanzen“​

Rheinlandliga: Im letzten Saisonspiel machte es der FSV Trier-Tarforst spannend und lag zur Pause gegen ein starkes Rot-Weiss Wittlich mit 0:1 zurück. Warum die Gastgeber dann in die Spur fanden und sich am Ende über den Klassenverbleib freuen durften ...​ VIDEOINTERVIEWS und BILDERGALERIE

Für August Schlotter war es das letzte Spiel als Trainer des SV Rot-Weiss Wittlich. Zur neuen Saison übernimmt er wieder das Amt des Sportlichen Leiters. Seine Spieler wollten dem nach dem Abgang von Guido Habscheid seit Mitte März amtierenden Coach auf dem Rasen ein Abschiedsgeschenk machen und legten los wie die Feuerwehr. Tarforst wurde überrollt, war klar unterlegen, während die Gäste nach 14 Minuten in Führung gingen. FSV-Torwart Luca Merling parierte gegen Daniel Littau noch, aber im Nachsetzen war Matthias Heck zur Stelle.​

Wittlichs Kapitän Ömer Kahyaoglu hatte nach dem Spiel dankende Worte parat: „August hat uns in einer schwierigen Phase übernommen, uns aber für jedes Spiel motiviert und mit Anwesenheit geglänzt. Zudem hat das Training Spaß gemacht, weshalb ich mich stellvertretend für die gesamte Mannschaft bei ihm bedanken möchte. “

Die Gäste agierten clever und verpassten fünf Minuten nach der Führung das zweite Tor: Nach einer Ecke köpfte Timo Wollny den Ball gegen die Latte. Die Hausherren kamen in der ersten Hälfte nur zu einer Chance, als Elias Heitkötter nach einer Ecke freistehend den Ausgleich verpasste (27.).

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Nico Neumann und Luca Quint brachten zum Wiederanpfiff frischen Wind und belebten das Tarforster Spiel. Nach einer Ecke von Luca Herrig stand Routinier Florian Weirich richtig und erzielte per Kopf das äußerst wichtige 1:1 (73.). In doppelter Überzahl – Ralf Rizvani musste nach grobem Foulspiel mit Rot (60.), Ayman Habbouchi mit Gelb-Rot (87.) runter – verpassten die Trierer die Führung, feierten am Ende aber den durch den erzielten Punkt nun gesicherten Klassenerhalt. Vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung war am Samstag das große Plus des FSV.

Patrick Zöllner, Trainer des FSV Tarforst:

Dessen Trainer Patrick Zöllner strahlte: „Zu meinem Amtsantritt Ende April standen wir mit dem Rücken zur Wand, doch wir haben die schwierige Aufgabe gemeistert. Die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet, Moral und Leidenschaft an den Tag gelegt und über die kämpferischen Tugenden die nötigen Punkte eingefahren. Fußballerisch war es nicht immer eine Augenweide, aber die Leidenschaft gab den Ausschlag.“ Wittlich sei seinem Team in der ersten Hälfte in allen Belangen überlegen gewesen und „hat uns phasenweise vorgeführt“, musste Zöllner eingestehen. Doch habe er taktisch umgestellt und mannorientierter agieren lassen, was dem FSV mehr Zweikämpfe und Vorteile brachte. Für die Tarforster Mannschaft gehe es nun auf Saisonabschlussfahrt, bei der er aber nicht dabei sein könne, weil er erst so spät zur Mannschaft gestoßen sei. „Dort werden die Jungs die Kuh tanzen lassen“, ist Zöllner überzeugt.

Ömer Kahyaoglu, Kapitän von Rot-Weiss Wittlich:

Wittlichs Trainerroutinier August Schlotter konstatierte: „Gott sei Dank ist meine Trainerlaufbahn nun beendet, da es lange genug war. Im ersten Durchgang haben wir klasse gespielt und den Ball gut laufen gelassen. Leider haben wir nur ein Tor geschossen und uns nach dem Seitenwechsel die Butter vom Brot klauen gelassen. Die beiden Platzverweise haben mich sehr geärgert, weshalb wir mit dem Punkt am Ende mehr als zufrieden sein müssen.“

August Schlotter, Coach von Rot-Weiss Wittlich:

Ömer Kahyaoglu stellte fest: „Beide Seiten können mit dem Ergebnis leben, und ich gratuliere dem FSV zum Klassenerhalt. Wir hatten zu Saisonbeginn unsere Probleme, haben es aber als Aufsteiger insgesamt gut gemacht. Kommende Saison greifen wir wieder voll an.“

FSV Trier-Tarforst – SV Rot-Weiss Wittlich ⇥1:1 (0:1)

Tarforst: Luca Merling – Noah Schuch (46. Luca Quint), Luca Herrig (88. Nils Kiesewetter), Benjamin Arnold, Elias Heitkötter (70. Moritz Jost), Nathan Benndorf, Neil Müller-Adams (57. Sebastian Schmitt), Yannic Clement (46. Nico Neumann), Martin Schultheis, Niklas Gouverneur, Florian Weirich

Wittlich: Jonas Landen – Gabriel Harig, Ralf Rizvani, Daniel Littau, Ömer Hakki Kahyaoglu, Nicolae Stefan, Daniel Braun, Niklas Lames, Ayman Habbouchi, Timo Wollny, Matthias Heck (46. Albutrin Aliu)

Schiedsrichter: Mario Schmidt (Gerolstein)

Zuschauer: 350

Tore: 0:1 Matthias Heck (14.), 1:1 Florian Weirich (73.)

Besondere Vorkommnisse: Rot für Ralf Rizvani (Wittlich, 60., grobes Foulspiel gegen Sebastian Schmitt), Gelb-Rot für Ayman Habbouchi (Wittlich, 87., Foulspiel)

Aufrufe: 021.5.2024, 11:30 Uhr
Vinzenz AntonAutor