
Ein ungemein spannendes Finale der Herren bildete den krönenden Abschluss beim Tag der Endspiele, der sich als Zuschauermagnet entpuppte. Rund 1.000 Zuschauer verfolgten bei bestem Wetter die Endspiele auf der Sportanlage in Unterstedt.
Wer alle Spiele sehen wollte, brauchte schon eine große Portion Kondition, denn die erste Partie wurde bereits um 10 Uhr angepfiffen. Im Endspiel der Ü32 standen sich die SG Elsli und die SG Schwitschen/Stellichte gegenüber.
Zunächst deutete alles auf einen klaren Sieg des Teams aus dem Südkreis hin. Gerade einmal 120 Sekunden waren gespielt, als Schwitschen/Stellichte durch einen Treffer von Marcel Friebe mit 1:0 in Führung ging.
Elsli kam danach zwar besser ins Spiel, aber erst im zweiten Durchgang gelang es dem späteren Pokalsieger, die Partie zu drehen. Niklas Niestadt glich zwar in der 8. Minute aus, doch Schwitschen/Stellichte blieb spielbestimmend.
Für die Vorentscheidung sorgte dann Kevin Romer mit seinem Treffer zum 2:1 in der 44. Minute. Kurz vor Schluss traf Jannis Otten zum 3:1-Endstand.
Effektives Spiel der Frauen aus Nartum und Horstedt
In der Altersklasse Ü40 setzten sich die Routiniers aus Wörpetal mit 4:0 gegen das Team vom Rotenburger SV durch. Im anschließenden Kreispokal 2 siegte SC Rot-Weiß Scheeßel mit 2:1 gegen die SG Oste II.
Vor dem Endspiel der Herren trafen die Pokalfinalisten der Frauen aufeinander. In einem packenden Match, in dem TSV Stemmen spielerische Vorteile hatte, waren die Kontrahentinnen aus Nartum und Horstedt deutlich effektiver in der Chancenverwertung und siegten am Ende mit 2:0. Für die überglücklichen Pokalsieger trafen Alina Meyer und Nina Wedemeyer.
Es geht auch ohne Sprints beim Walking-Fußballer
Es folgte Einlage der Walking-Fußballer aus Wilstedt und Hesedorf/Nartum, bei der die „Alt-Internationalen“ bewiesen, dass man auch ohne harte Tacklings und Sprints Fußball spielen kann.
Und dann trafen im, mit Spannung erwarteten Endspiel die Kreisligisten aus Groß Meckelsen und Hesedorf bei Bremervörde gegeneinander an.
Spielerisch war das Aufeinandertreffen vielleicht nicht das Beste, was der Kreisligafußball zu bieten hat, dafür aber lebte die Partie von der Spannung, die es eben nur im Pokal geben kann.
Groß Meckelsen nutzt zunächst seine Chancen nicht
Zur Überraschung der vielen Zuschauer, die für eine tolle Stimmung auf dem Sportgelände in Unterstedt sorgten, übernahmen aber keinesfalls die Kicker aus Hesedorf die Regie in diesem so wichtigen Match.
Während das Team von Alexander Bube mutig nach vorne spielte und sich durchaus gute Chancen erspielte, agierte die Elf von Jannik Block sehr verhalten und kam nur selten in die Nähe des gegnerischen Strafraums.
Die Meckelser konnten insbesondere in der ersten Halbzeit von Glück sagen, dass der MTV im Ausnutzen der Chancen zu harmlos war. Die Hesedorfer hätten durchaus mit einer Führung in die Pause gehen können. So aber wurden torlos die Seiten gewechselt.
Trotz Mobilisierung der letzten Reserven keine Führung
Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte der TSV Groß Meckelsen mächtig Druck und drängte auf die Führung, doch der Plan ging nicht auf. Stattdessen geriet man nach gut einer Stunde mit 0:1 in Rückstand.
Kristian Reitmann traf nach einer gelungenen Einzelaktion zur Hesedorfer Führung. Als vieles schon auf einen Sieg des MTV deutete, nutzte die Meckelser Offensivabteilung einen Fehler in der Hesedorfer Abwehr eiskalt aus und traf zum verdienten 1:1.
Dennis Wiens ebnete letztlich den Weg ins anschließende Elfmeterschießen, denn obwohl beide Teams bis zum Abpfiff ihre allerletzten Reserven mobilisierten, blieb es beim 1:1-Unentschieden.
Leif Allers trifft zur Entscheidung im Elfmeterschießen
Im Krimi um den Kreispokal hatte dann der TSV Groß Meckelsen die besseren Karten. Während der spätere Sieger viermal traf, scheiterte ein Hesedorfer Schütze an Keeper Lukas Fitschen und ein weiterer schoss den Ball über die Latte in den Fangzaun.
Als letzter Schütze hatte es Leif Allers in der Hand, die Partie zu entscheiden. Allers traf und löste damit den Jubelsturm seiner Mitspieler und Pokalgewinner aus.