
Die Tabellenplätze 9 bis 14 spielen in direkten Duellen gegeneinander - hierbei haben alle Vereine die Möglichkeit, einen Big Point zu landen. Vor allem das Duell im Saalbachstadion ist brisant, denn der Verlierer hätte im schlimmsten Fall schon mehr als zwei Siege Rückstand aufs rettende Ufer. Die Top-3 wollen ihrerseits gewinnen und den Abstand auf die Verfolgergruppe vergrößern.
Eine Punkteteilung gab es für Trainer Tobias Weschenfelder uns seinen FC Germ. Karlsdorf 2 beim Gastspiel in Kirrlach. Der Übungsleiter war im Nachgang nicht zufrieden mit dem, was er gesehen hat: „Im letzten Spiel gegen die Zweitvertretung von Kirrlach haben wir nicht unsere Leistung abrufen können. Speziell mach vorne ging sehr wenig. Wenn mal Chancen da waren, hat der letzte Pass gefehlt. Letztendlich ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir hatten zwischenzeitlich auch mit der größten Chance des Spiels das 2:0 auf dem Fuß. Allerdings waren Chancen auf beiden Seiten eher Mangelware. Kein gutes Spiel von uns das muss am Sonntag besser werden.“
Besser machen kann es der Aufsteiger an der heimischen Kohlfahrt am Sonntag gegen einen Tabellennachbarn. Weschenfelder gibt die Marschrichtung klar und deutlich vor: „Nun wartet mit Ubstadt ein Gegner, der mit neun Punkten nur knapp hinter uns liegt. Wir haben ein Heimspiel und einige Spieler sind wieder zurück im Kader. Wir können also nahezu aus dem Vollen schöpfen. Der positive Trend der letzten vier Wochen wurde durch das Kirrlach-Spiel etwas gedämpft. Meine Jungs wissen, dass jeder seine Leistung wieder in den Griff bekommen muss, damit wir unser Ziel erreichen können. Nächstes Etappenziel: Heimsieg!“
Einen fulminanten 5:0-Heimsieg feierte der FV Ubstadt gegen den TSV Rinklingen, was Trainer Nicolas Wanitzek freudestrahlend zurückblicken lässt: „Die Gäste starteten gut ins Spiel und zeigten sich insbesondere im Spiel gegen den Ball sehr engagiert. Sie setzten uns von Beginn an unter Druck, was uns anfangs vor einige Herausforderungen stellte. Trotz des hohen Pressings fanden wir jedoch zunehmend besser ins Spiel und konnten die Kontrolle übernehmen. Nach zwei bis drei vergebenen Chancen erzielten wir schließlich in der 25. Minute das verdiente 1:0. Kurz nach der Führung gerieten wir jedoch in eine gefährliche Situation. Diese Fehlerkette führte schließlich zu einem Elfmeter für Rinklingen. Doch unser Torwart Peter Siegele behielt die Nerven und parierte den Strafstoß souverän. Diese starke Aktion war spielentscheidend und gab uns weiteren Auftrieb! Kurz vor der Halbzeitpause verwandelten wir einen Strafstoß sicher zum 2:0. In der zweiten Halbzeit waren wir dann einfach dominanter und erzielten das 3:0, 4:0 und 5:0. Rinklingen zeigte sich vor allem in der ersten Hälfte kämpferisch gegen den Ball, kam jedoch im gesamten Spiel nur zweimal gefährlich vor unser Tor. Unsere Defensive blieb stabil und ließ abgesehen von dem Elfmeter und noch einer guten Chance nichts Weiteres anbrennen. Der 5:0-Erfolg war am Ende absolut verdient. Besonders stolz sind wir auf die Einstellung und den Einsatz unserer Jungs, die als Team eine geschlossene Leistung zeigten. Zwar gibt es im spielerischen Bereich noch Luft nach oben – insbesondere im letzten Drittel fehlt uns manchmal die nötige Entschlossenheit und Präzision beim finalen Pass –, aber die Mannschaft hat sich mit Kampfgeist und Teamarbeit diesen klaren Sieg erarbeitet. Ein überzeugender Auftritt, der zeigt, dass wir als Mannschaft auf einem guten Weg sind!“
Mit nun neun Zählern auf der Habenseite gastiert der frischgebackene Zehntplatzierte beim nun Tabellenneunten Aufsteiger FC Germ. Karlsdorf 2: „Nun steht für uns das Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Karlsdorf an. Wir wissen, dass uns dort ein hartes Duell erwartet, da Aufsteiger immer mit viel Motivation und Kampfgeist in die Partie gehen. Trotzdem fahren wir mit klaren Zielen nach Karlsdorf: Wir wollen die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wenn wir mit derselben Einstellung und Entschlossenheit auftreten wie zuletzt, haben wir gute Chancen, das Spiel erfolgreich zu gestalten.“
PROGNOSE:
Karlsdorf 2 hat die Nase ein kleines Stück vorne und wird das Spiel nicht als Verlierer verlassen.
„Das Derby am vergangenen Samstag stellte für unsere Jungs eine weitere Reifeprüfung dar, die die Mannschaft über die gesamte Spieldauer sehr konzentriert und leidenschaftlich angegangen ist“, so Niklas Zabler zum jüngsten Sieg im Augarten beim TSV Stettfeld. Weiter führt der junge Trainer aus: „Nach anfänglichem Abtasten war es die erste zielstrebige Aktion unsererseits in Richtung des gegnerischen Sechzehners, die die frühe Führung bescherte. In der Folge waren wir gut im Spiel, haben es aber bis zur ca. 30. Minute verpasst, zwei bis drei gute Möglichkeiten zum 2:0 zu nutzen. In der jeweiligen Viertelstunde vor und nach der Halbzeit war der TSV die bestimmende Mannschaft. Wir hatten dabei auch etwas Glück, dass sie in dieser Phase nicht den Ausgleich erzielt haben. Erst gegen Ende der Partie bekamen wir wieder etwas den Fuß in die Tür und konnten dann noch einen Konter zum 2:0-Endstand nutzen. Ein Kompliment an alle Beteiligten auf dem Rasen für ein leidenschaftliches, aber gleichzeitig faires Derby, zu dem auch der gut leitende Schiedsrichter Beisel seinen Beitrag geleistet hat.“
Nach dem Derby ist vor dem Derby – nach dem TSV Stettfeld folgt nun das Derby gegen den SV Zeutern auf heimischem Terrain: „Am kommenden Sonntag steht uns gleich das nächste Derby ins Haus, wenn der SV Zeutern bei uns in Odenheim gastiert. Wir sind absolut gewarnt, gegen eine Mannschaft, die ihren positiven Trend der letzten Saison bestätigt. Es ist eine gefährliche Mannschaft, die Kleinigkeiten eiskalt bestrafen kann. Wir erinnern an dieser Stelle gerne an die letztjährige 6:2-Auswärtsniederlage, als unsere Mannschaft dies am eigenen Laib erfahren musste. Es wird eine fokussierte, geschlossene Mannschaftsleistung brauchen, um die drei Punkte in Odenheim zu behalten.“
Stark gebeutelt reiste der SV Zeutern nach Heidelsheim und viel besser sieht es auch für das kommende Spiel nicht aus – Kai Ledermann verfällt jedoch nicht in Selbstmitleid, sondern gibt sich allen Widrigkeiten zum Trotz kämpferisch: „In Heidelsheim sind wir stark ersatzgeschwächt angetreten und haben letztendlich knapp, aber völlig verdient mit 1:0 verloren. Mit viel Glück machen wir kurz vor Schluss bei unserer einzigen Torchance in der zweiten Halbzeit den Ausgleich. Dann nimmt man vielleicht glücklich noch einen Punkt in einem überaus fairen Spiel mit. Wir sind personell ziemlich gebeutelt und jetzt hat sich die nächste schwere Verletzung bei Denis ergeben. Auch er wird wahrscheinlich den Rest der Vorrunde ausfallen. In solch einer Situation kommt es doch gerade recht gegen den Tabellenführer zu spielen. Wir können gegen eine junge hungrige lauffreudige Mannschaft aus Odenheim befreit aufspielen. Alles andere als ein Sieg für Odenheim wäre doch (auf dem Papier) eine Überraschung. Aber meine Mannschaft hat einen guten Charakter, einen guten Spirit und die 90 Minuten müssen gespielt werden. Wir freuen uns auf das Spiel.“
PROGNOSE:
Der FC Odenheim sackt die Punkte 23, 24 und 25 ein.
Das Spitzenspiel endete torlos, was Dominik Feuerstein nach der Rückreise aus der Melanchthonstadt Bretten wie folgt bewertet, ehe er auf das Heimspiel gegen den SV 62 Bruchsal zu sprechen kommt: „0:0 stand es am Ende nach einem zähen Spiel in Bretten. Ich weiß immer noch nicht so recht, wie ich das Spiel einordnen soll. Personell sind wir stark gebeutelt nach Bretten gefahren, entsprechend hätte ich ein Unentschieden im Vorfeld unterschrieben. Trotzdem war ich am Ende enttäuscht von unserem Offensivspiel. Hätten wir das in Ansätzen auf den Platz gebracht, wären drei Punkte machbar gewesen. Am Ende muss ich aber auch sagen, dass Bretten dem einen Tor etwas näher war als wir. Naja, auswärts bei einem starken Gegner zu null gespielt, können wir mit leben. Jetzt gilt es zuhause gegen den SV 62 Bruchsal wieder zu performen. Unser Gast kommt sicherlich mit ordentlich Rückenwind zu uns an den Rhein, nachdem sie letzte Woche drei Punkte gegen Weiher geholt haben. Wir wollen jedoch unsere Serie zuhause ausbauen und die nächsten drei Punkte!“
Bevor Ilker Yesilyurt auf das beeindruckende Ergebnis gegen den FC Weiher eingeht, richtet der Trainer Worte nach Zeutern: „Als erstes möchte ich Kai Michenfelder gute Besserung wünschen. Hoffentlich wird er so schnell wie möglich wieder gesund.“ Im Anschluss daran folgt nun die Analyse zum 2:1-Erfolg über den FC: „Es war wie erwartet ein sehr intensives Spiel. Wir haben 90 Minuten lang gekämpft und sind über unsere Grenzen gegangen. Weiher hatte mehr Ballbesitz und hat auch bewiesen, dass sie nicht ohne Grund oben stehen. Gott sei Dank hatten wir noch die Chance den Lucky Punch zu erzielen, was zur emotionalen Explosion führte. Glückwunsch an meine Mannschaft.“
Nach dem einen Spitzenteam folgt nun bereits das nächste, wenn man am Sonntag zum Zweitplatzierten TSV Rheinhausen reist: „Jetzt geht es nach Rheinhausen, vermutlich das schwierigste Auswärtsspiel. Wir müssen wieder über unsere Grenzen hinaus und dürfen keine individuellen Fehler machen. Wir wollen dafür sorgen, dass der Gegner nach dem Spiel nicht mehr ungeschlagen ist.“
PROGNOSE:
Trotz Kampfansage des SV 62 bleiben die Punkte am Rhein.
