2026-03-09T15:40:23.061Z

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🗣: SVU-Coach selbstkritisch – Waldeck mit "hochverdientem Sieg"

Die Reaktionen zum 20. Spieltag der Bezirksliga SĂĽd

von Michel Guddat · Heute, 14:38 Uhr · 0 Leser
Der SV Waldeck Obermenzing durfte gegen Wolfratshausen fĂĽnfmal jubeln.
Der SV Waldeck Obermenzing durfte gegen Wolfratshausen fünfmal jubeln. – Foto: Oliver Rabuser

Der SV Untermenzing unterliegt dem FC Deisenhofen II. SVU-Coach Nico Formella zeigt sich nach der Partie selbstreflektiert. MTV MĂĽnchen und Geiselbullach mĂĽssen sich den Favoriten beugen, der SV Waldeck Obermenzing feiert einen hingegen einen deutlichen Heimsieg. Die Stimmen zum Spieltag.

Nico Formella, Trainer des SV Untermenzing: »Wir verlieren 2:1 beim FC Deisenhofen II, der eine spielerisch starke Mannschaft stellt, den Ball gut laufen lässt und clever Fußball spielt. Das hat uns im Pressing vor einige Probleme gestellt. Wir mussten zweimal einem Rückstand hinterherlaufen, was sehr kräftezehrend war. Ich habe die Mannschaft nicht mit dem optimalen Matchplan ins Spiel geschickt und auch vom Coaching her war es eher eines meiner schlechteren Spiele. Aus solchen Gesamtbedingungen wie in Deisenhofen muss ich lernen, um künftig mit meiner Mannschaft wieder erfolgreicher auftreten zu können.«

Manuel Schwaz, Teamchef des MTV München: »Wir wollten gut in die Runde starten gegen Gilching, waren uns aber bewusst, dass wir in diesem Duell klarer Außenseiter sind. Es sieht so aus, als wäre Olching der Vorsprung nicht mehr zu nehmen, sodass sich Planegg, Gilching und Penzberg um den Relegationsplatz streiten – das spiegelt auch die momentanen Kräfteverhältnisse wider. Uns war daher klar, dass wir mit Gilching eines der Top-Teams empfangen und diese Rolle auch annehmen müssen. Trotzdem haben wir darauf gehofft, mit ein paar Nadelstichen und einer stabilen Defensive vielleicht für eine Überraschung sorgen zu können.

Erschwerend kam hinzu, dass uns sechs Stammspieler gefehlt haben. Wer uns kennt, weiß, dass es beim MTV keinerlei Aufwandsentschädigungen oder Prämien gibt, weshalb wir solche Ausfälle immer mit Ergänzungsspielern, der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend kompensieren müssen. Uns war daher bewusst, dass die Aufgabe noch schwerer wird. Die Mannschaft hat das aber hervorragend gemacht, sich richtig reingebissen, und auch die Spieler, die bisher weniger zum Zug kamen, haben gezeigt, dass sie definitiv eine Option sind und das Niveau dieser Liga spielen können.

Wir haben bis zur Halbzeit das 0:0 verteidigt. Die Platzverhältnisse waren – wie nach der Winterpause üblich – schwierig, sodass auf beiden Seiten kaum flüssiges Kombinationsspiel möglich war. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann durch einen hervorragend getretenen Freistoß entschieden, der zweite Treffer fiel per Elfmeter – beide Tore also durch Standardsituationen, was sinnbildlich für dieses Spiel war.

Für uns sind die Erkenntnisse aus dieser Partie sehr wichtig: Wir sind voll da, haben es gut gemacht, auch wenn die Punkte noch nicht eingefahren wurden. Jetzt kommen Gegner, die eher mit uns auf Augenhöhe sind, und da wollen wir die ersten Zähler holen. Ich denke, dann können wir auf eine entspannte Rückrunde hoffen.«

Stefan Held, Trainer des TSV Geiselbullach: »Wir verlieren heute in einem intensiv geführten Spiel mit 0:2. Wir wussten, dass wir mit Planegg auf einen qualitativ gut bestückten Kader treffen. Die Vorgabe kompakt zu stehen und zielstrebig nach vorne zu spielen, konnten wir lange gut umsetzen. Am Ende haben Kleinigkeiten das Spiel zugunsten von Planegg entschieden. Auf die kämpferisch gute Leistung können wir aufbauen, allerdings helfen uns in der aktuellen Situation nur Punkte weiter.«

Stefan Gutsmiedl, Trainer des SV Waldeck Obermenzing: »Wir gewinnen 5:1 gegen Wolfratshausen – ein hochverdienter Sieg, auch wenn wir uns phasenweise schwergetan haben. Wir hatten zwar klare Chancen, aber solange das Ergebnis knapp bleibt, besteht immer die Gefahr, dass dem Gegner noch etwas gelingt. Am Ende geht das Ergebnis in der Höhe absolut in Ordnung und ist verdient. Trotzdem müssen wir lernen, solche Spiele noch klarer zu gestalten, damit wir dem Gegner gar nicht erst Hoffnung auf einen Punkt machen. Uns war bewusst, dass es heute nur darum ging, zu gewinnen – solche Partien sind immer unangenehm, weil man eigentlich nur verlieren kann. Das haben wir aber insgesamt gut gemacht und letztlich die verdienten drei Punkte eingefahren.«