2026-03-09T15:40:23.061Z

Spielbericht

SVP ringt Geiselbullach nieder – Schiri zeigt falschen Spielern Rot

Bezirksliga-Chaos in Krailling

von Michael Schadt · Heute, 10:00 Uhr · 0 Leser
SVP gegen SV Raisting am 07.09.25 ab 15 Uhr. Am Ball: Nr. 16 - Momko Kojic. . Foto: Dagmar Rutt
SVP gegen SV Raisting am 07.09.25 ab 15 Uhr. Am Ball: Nr. 16 - Momko Kojic. . Foto: Dagmar Rutt – Foto: Dagmar Rutt

Der SV Planegg-Krailling siegt spät mit 2:0. Doch ein Platzverweis sorgt für Wirbel – die Falschen sahen wohl die Rote Karte.

Als „ziemliches Durcheinander“ umschrieb Pero Vidak das Heimspiel seines SV Planegg-Krailling am Sonntagnachmittag gegen den TSV Geiselbullach. Und damit meinte der Trainer des Bezirksligisten mehr oder weniger das gesamte Spiel, dessen Verlauf er auch einige Stunden nach Abpfiff noch nicht so recht greifen konnte. Und so nahmen sich Vidak und seine Mannen vor, „das Spiel zu vergessen und nur die drei Punkte mitzunehmen“. Denn die hatte der Tabellenzweite dank zweier später Tore und dem damit verbundenen 2:0-Sieg gegen den Neuling doch noch eingefahren.

SVP gegen TSV 54 DJK München am 24.01.26 ab 14 Uhr. Am Ball Nr 28 - Stefan Mikerevic. Foto: Dagmar Rutt
SVP gegen TSV 54 DJK München am 24.01.26 ab 14 Uhr. Am Ball Nr 28 - Stefan Mikerevic. Foto: Dagmar Rutt – Foto: Dagmar Rutt

Zuvor hatte sich der aufstiegsambitionierte Favorit lange schwergetan. Wenngleich bereits in der Anfangsphase zweimal durch Valentino Gavric sowie je einmal durch Dario Matijevic und Aldin Ahmetovic teils hochkarätige Chancen auf die frühe Führung dagewesen waren. Diese vergaben die Planegger aber, und weil der abstiegsbedrohte Gast schon in der ersten Halbzeit möglichst viel Zeit von der Uhr nahm, kamen die Schwarz-Blauen nie so richtig im Spiel auf ihrem Kunstrasenplatz an. Zur Pause hieß es 0:0.

In der zweiten Hälfte geriet der Spielfluss, auch bedingt durch Wechsel, noch mehr ins Stocken. Und so musste der SVP ein wenig auf Fortunas Hilfe bauen. Zehn Minuten vor dem Ende bekamen die Hausherren einen Elfmeter zugesprochen. „Da hatten wir ein bisschen Glück“, musste Vidak zugeben. „Den kann man geben, muss man aber nicht.“ Mario Simic verwandelte vom Punkt und brachte sein Team spät doch noch auf die Siegerstraße.

Wenige Minuten später fand Vidaks „ziemliches Durcheinander“ seinen Höhepunkt, als das Schiedsrichtergespann nach Beratschlagung zwei Platzverweise wegen einer Rangelei am Boden aussprach: für Planeggs Momko Kojic und Geiselbullachs Maximilian Lutter. Das Spiel war zwischenzeitlich weitergelaufen, weswegen der Unparteiische und seine Assistenten nicht mehr zu 100 Prozent nah dran am Geschehen gewesen waren – und dann mutmaßlich zwei falschen, an der Situation völlig unbeteiligten Spielern die Rote Karte zeigten. „Unsere Vermutung ist, dass der Linienrichter dem Schiedsrichter zwar die korrekten Nummern der Spieler gesagt hat, aber jeweils dem falschen Verein zugeordnet“, meinte Vidak, der ankündigte, gegen den Platzverweis für den unbeteiligten Kojic Einspruch einlegen zu wollen. Den Schlusspunkt setzte tief in der zehnminütigen Nachspielzeit der eingewechselte Stefan Mikerevic mit dem 2:0.