2025-12-03T05:51:34.672Z

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– Foto: Marc Marasescu

🗣: SVN München zwiegespalten – Kastl »mega stolz« – VfB im Rausch

Die Reaktionen zum 19. Spieltag der Landesliga SĂĽdost

VfB Hallbergmoos holt einen Kantersieg gegen Wacker. Dornach verschläft die »komplette erste Hälfte« und verliert im Derby gegen Kirchheim. Rosenheim freut sich über drei Punkte beim Herbstmeister.

SVN München stark verbessert: San mit erster Hälfte zufrieden

Gökhan San, Trainer des SVN München: »In der ersten Halbzeit haben wir nahezu nichts zugelassen, abgesehen von dem einen individuellen Aussetzer, bei dem wir das 0:1 kassieren. Bis auf diese Szene haben wir den ersten Durchgang sehr ordentlich und strukturiert gespielt.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir noch nicht so weit sind, in allen Spielphasen die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Vor allem unser Ballbesitzspiel hat noch deutlich Luft nach oben. Uns fehlt in diesen Phasen sowohl die nötige Durchschlagskraft als auch die technischen Voraussetzungen, um sauberer und präziser Druck aufzubauen und dadurch mehr Balance in unser Spiel zu bekommen. Dagegen war unsere kollektive Defensivarbeit trotz der gezwungenermaßen vorgenommenen personellen Veränderungen in der ersten Halbzeit sehr zufriedenstellend.

In der zweiten Halbzeit lassen wir hingegen vieles vermissen. Wir verlieren zunehmend die Kontrolle, und Unterföhring wird klar spielbestimmender. Aufgrund unseres deutlichen Leistungsabfalls nach der Pause geht der Sieg der Gastgeber am Ende in Ordnung.
Trotzdem: Für die erste Halbzeit ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft. Sie hat fokussiert, konzentriert und geschlossen gearbeitet und dem Gegner in dieser Phase keine echten Chancen ermöglicht.«

Hallbergmoos ist zufrieden mit dem Kantersieg gegen Wacker:

Andreas Giglberger, Trainer vom VfB Hallbergmoos-Goldach: »Das 5:0 heute war ein absolut verdienter Heimsieg – auch in der Höhe. Wir hätten sicher das ein oder andere Tor mehr machen können oder müssen, aber man darf auch mal zufrieden sein, wenn man zu Hause 5:0 gewinnt. Entscheidend war, dass wir zu Beginn des Spiels eine kritische Situation überstanden haben. Danach hat Wacker kaum noch eine richtige Torchance gehabt – da haben wir sehr gut verteidigt und vor allem ein durchgehend dominantes Spiel gezeigt, mit vielen guten Aktionen und richtig viel Spielfreude. In der ersten Halbzeit kann man uns vielleicht vorwerfen, dass wir den Sack nicht früher zugemacht haben, wir hätten höher führen können. In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen gebraucht, um wieder ins Spiel zu kommen, hatten dann beim 3:0 durch das Eigentor auch etwas Glück, aber insgesamt war das ein sehr dominanter Auftritt meiner Jungs. Die letzten sieben Heimspiele: Sechs Siege und ein Remis – das spricht für sich. Ein riesiges Kompliment auch an die Spieler, die von der Bank gekommen sind. Wenn selbst die Zuschauer begeistert sind, darf ich es auch sein. Jetzt gilt der Fokus den letzten drei Spielen vor der Winterpause – die wollen wir so erfolgreich wie möglich gestalten.«

Wolfgang Schellenberg, Trainer des TSV Rosenheim: »Ich denke, wir haben insgesamt ein relativ ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir sind nach etwa einer Viertelstunde in Führung gegangen, und Haching konnte rund eine halbe Stunde später den Ausgleich erzielen, ebenfalss duch einen Konter. Die Schlüsselszene war dann kurz vor der Halbzeit, als wir erneut in Führung gehen konnten. In der zweiten Halbzeit hat Haching viel Druck gemacht, besonders in den letzten zwanzig Minuten, weil wir nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl spielen mussten. Allerdings haben wir das gut verteidigt und kaum etwas zugelassen. Am Ende haben wir uns den Sieg verdient und freuen uns natürlich über die drei Punkte.«

Dornach hat »die komplette erste Hälfte verschlafen«

Sebastian Wastl, Trainer vom SV Dornach: »Wir haben die komplette erste Hälfte verschlafen und sind zu Recht und glücklicherweise nur 1:0 in Rückstand geraten.
Kirchheim wollte uns mit individuellen Fehlern zu dem ein oder anderen Tor einladen, das haben wir aber dankend nicht angenommen und waren einfach zu hektisch.
In der 2. Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, auch wenn wir in Überzahl mehr draus machen müssen. Die Bälle, die aufs Tor kamen, hat der Kirchheimer Keeper gut herausgeholt.
Am Ende ist das Resultat okay, da muss man nicht viel drum herumreden.
GlĂĽckwunsch zum Derbysieg!
Für uns heißt es Mund abwischen und ab nach Wasserburg nächstes Wochenende.«

Steven Toy, Trainer vom Kirchheimer SC: »Wir haben es uns heute selbst schwer gemacht. Ich glaube, wir hatten vier, fünf richtig gute Chancen, die wir einfacch machen müssen.
In der ersten Hälfte haben wir es spielerisch richtig gut gemacht, aber den Ball leider nicht über die Linie gedrückt.
In der zweiten Halbzeit kassieren wir eine Gelb-Rote Karte, die ich aus meiner Perspektive nicht gegeben hätte. Danach haben wir unsere Konter nicht ausgespielt und Kolbe hält zudem zwei, drei starke Abschlüsse von Dornach.
Am Ende sind es drei superwichtige und absolut verdiente Punkte. Leider mussten wir den Sieg teuer bezahlen: Sako hat sich den Mittelfuß gebrochen und Mark Ereiz hat eine Platzwunde am Kopf davongetragen.«

Martin Wagner, Trainer TSV Murnau: »Trotz der bitteren 3:0 Niederlage kann ich meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Auf diesem "Kunstrasen" war es enorm schwierig, unseren gewohnten Fußball auf den Platz zu bringen. In den ersten zehn Minuten hat uns Grünwald klar dominiert, während wir uns erstmal an den Untergrund gewöhnen mussten. Danach haben wir das aber sehr gut angenommen und haben immer besser ins Spiel gefunden.

Zur Halbzeit war klar: Das Team, das das erste Tor erzielt, wird dieses Spiel gewinnen. Wir hatten die groĂźe Chance dazu, als der starke Kutter nach einer Vorlage von Braun den Ball leider nicht optimal getroffen hat. Beim 1:0 von GrĂĽnwald haben sie dann ihre individuelle Klasse gezeigt. Da waren wir zum ersten Mal zu passiv in der Verteidigung. Der Sieg fĂĽr GrĂĽnwald geht in Ordnung, weil sie ĂĽber 90. Minuten mehr fĂĽr das Spiel getan haben.

Wir hingegen brauchen den Kopf nicht hängenzulassen. Vor vielen mitgereisten Murnauer Fans hat die Mannschaft bis zum Schluss alles gegeben. Ein besonderes Kompliment auch an unseren jungen Keeper Bene Wallrapp, der den kurzfristig verhinderten Fabio Grund tadellos vertreten hat. Diese Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen.«

Steven Zepeda, FC Schwabing: »Wenn du nach neun Minuten auswärts 0:2 zurückliegst und am Ende 5:2 gewinnst, kann man die ersten zehn Minuten einfach mal ohne Kommentar stehen lassen.

Bemerkenswert war für mich heute die Aktion von Gia Sibilia, der beim Stand von 2:2 den Ball am Torwart vorbeilegte und zu Boden ging. Der Pfiff ertönte und ein potenzieller Platzverweis stand im Raum. Gia stand auf, ging zum Schiedsrichter und sagte diesem, dass der Torwart ihn nicht berührt hat, sodass er die Entscheidung zurücknahm. Das in einem Moment, als das Spiel in beide Richtungen offen war. Genau für solche Aktionen feiere ich unsere Männer.

Da braucht es eine Menge Rückgrat und Vertrauen in die eigene Stärke. Egal ob das ein Sieg oder eine Niederlage geworden wäre, ich weiß, wer heute aufrecht in den Spiegel schauen kann.«

Harald Mayer, Trainer TSV Kastl: »Wir haben uns heute in Freilassing mal die Ehre gegeben. 3:1 haben wir gewonnen, sind super in die Partie gestartet, haben gleich einen Elfer bekommen, den Sebastian Spinner super gemacht hat.

Danach haben wir das sehr gut verteidigt. Einmal haben wir ein bisschen GlĂĽck gehabt, bei einem Pfostenschuss. Wir sind dann mit einem 1:0 in die Pause gegangen. Wir haben einen super Start nach der Pause gehabt und haben das 2:0 gemacht. Danach hatte Freilassing eine Druckphase mit vielen Ecken, vielen Standards und vielen EinwĂĽrfe.

Da haben sie dann das Tor gemacht. Es war ein Sonntagsschuss, super Tor. Ein Standard ins lange Eck. Am Ende haben wir das Spiel wieder angenommen, haben die Druckphase ĂĽberstanden, hatten dann 3-4 richtig gute Kontersituationen und super Chancen. Wir haben aber leider erst in der 90. Minute das 3:1 gemacht.

Trotzdem ein verdienter Sieg meiner Meinung nach. Super Moral, super Disziplin von meiner Mannschaft. Sie haben alles gegeben, damit wir das Spiel heute gewinnen. Ich bin mega, mega stolz auf die Jungs, wie sie das angenommen haben, weil Freilassing war kein leichter Gegner.«

Die restlichen Spiele des 19. Spieltag der Landesliga SĂĽdost:

Aufrufe: 010.11.2025, 10:58 Uhr
Lara MarjanovicAutor