
VfB Hallbergmoos holt einen Kantersieg gegen Wacker. Dornach verschläft die »komplette erste Hälfte« und verliert im Derby gegen Kirchheim. Rosenheim freut sich über drei Punkte beim Herbstmeister.
Gökhan San, Trainer des SVN München: »In der ersten Halbzeit haben wir nahezu nichts zugelassen, abgesehen von dem einen individuellen Aussetzer, bei dem wir das 0:1 kassieren. Bis auf diese Szene haben wir den ersten Durchgang sehr ordentlich und strukturiert gespielt.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir noch nicht so weit sind, in allen Spielphasen die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Vor allem unser Ballbesitzspiel hat noch deutlich Luft nach oben. Uns fehlt in diesen Phasen sowohl die nötige Durchschlagskraft als auch die technischen Voraussetzungen, um sauberer und präziser Druck aufzubauen und dadurch mehr Balance in unser Spiel zu bekommen. Dagegen war unsere kollektive Defensivarbeit trotz der gezwungenermaßen vorgenommenen personellen Veränderungen in der ersten Halbzeit sehr zufriedenstellend.
In der zweiten Halbzeit lassen wir hingegen vieles vermissen. Wir verlieren zunehmend die Kontrolle, und Unterföhring wird klar spielbestimmender. Aufgrund unseres deutlichen Leistungsabfalls nach der Pause geht der Sieg der Gastgeber am Ende in Ordnung.
Trotzdem: Für die erste Halbzeit ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft. Sie hat fokussiert, konzentriert und geschlossen gearbeitet und dem Gegner in dieser Phase keine echten Chancen ermöglicht.«
Martin Wagner, Trainer TSV Murnau: »Trotz der bitteren 3:0 Niederlage kann ich meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Auf diesem "Kunstrasen" war es enorm schwierig, unseren gewohnten Fußball auf den Platz zu bringen. In den ersten zehn Minuten hat uns Grünwald klar dominiert, während wir uns erstmal an den Untergrund gewöhnen mussten. Danach haben wir das aber sehr gut angenommen und haben immer besser ins Spiel gefunden.
Zur Halbzeit war klar: Das Team, das das erste Tor erzielt, wird dieses Spiel gewinnen. Wir hatten die groĂźe Chance dazu, als der starke Kutter nach einer Vorlage von Braun den Ball leider nicht optimal getroffen hat. Beim 1:0 von GrĂĽnwald haben sie dann ihre individuelle Klasse gezeigt. Da waren wir zum ersten Mal zu passiv in der Verteidigung. Der Sieg fĂĽr GrĂĽnwald geht in Ordnung, weil sie ĂĽber 90. Minuten mehr fĂĽr das Spiel getan haben.
Wir hingegen brauchen den Kopf nicht hängenzulassen. Vor vielen mitgereisten Murnauer Fans hat die Mannschaft bis zum Schluss alles gegeben. Ein besonderes Kompliment auch an unseren jungen Keeper Bene Wallrapp, der den kurzfristig verhinderten Fabio Grund tadellos vertreten hat. Diese Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen.«
Steven Zepeda, FC Schwabing: »Wenn du nach neun Minuten auswärts 0:2 zurückliegst und am Ende 5:2 gewinnst, kann man die ersten zehn Minuten einfach mal ohne Kommentar stehen lassen.
Bemerkenswert war für mich heute die Aktion von Gia Sibilia, der beim Stand von 2:2 den Ball am Torwart vorbeilegte und zu Boden ging. Der Pfiff ertönte und ein potenzieller Platzverweis stand im Raum. Gia stand auf, ging zum Schiedsrichter und sagte diesem, dass der Torwart ihn nicht berührt hat, sodass er die Entscheidung zurücknahm. Das in einem Moment, als das Spiel in beide Richtungen offen war. Genau für solche Aktionen feiere ich unsere Männer.
Da braucht es eine Menge Rückgrat und Vertrauen in die eigene Stärke. Egal ob das ein Sieg oder eine Niederlage geworden wäre, ich weiß, wer heute aufrecht in den Spiegel schauen kann.«
Harald Mayer, Trainer TSV Kastl: »Wir haben uns heute in Freilassing mal die Ehre gegeben. 3:1 haben wir gewonnen, sind super in die Partie gestartet, haben gleich einen Elfer bekommen, den Sebastian Spinner super gemacht hat.
Danach haben wir das sehr gut verteidigt. Einmal haben wir ein bisschen GlĂĽck gehabt, bei einem Pfostenschuss. Wir sind dann mit einem 1:0 in die Pause gegangen. Wir haben einen super Start nach der Pause gehabt und haben das 2:0 gemacht. Danach hatte Freilassing eine Druckphase mit vielen Ecken, vielen Standards und vielen EinwĂĽrfe.
Da haben sie dann das Tor gemacht. Es war ein Sonntagsschuss, super Tor. Ein Standard ins lange Eck. Am Ende haben wir das Spiel wieder angenommen, haben die Druckphase ĂĽberstanden, hatten dann 3-4 richtig gute Kontersituationen und super Chancen. Wir haben aber leider erst in der 90. Minute das 3:1 gemacht.
Trotzdem ein verdienter Sieg meiner Meinung nach. Super Moral, super Disziplin von meiner Mannschaft. Sie haben alles gegeben, damit wir das Spiel heute gewinnen. Ich bin mega, mega stolz auf die Jungs, wie sie das angenommen haben, weil Freilassing war kein leichter Gegner.«