
Der TSV Kastl schickte den 1. FC Garmisch-Partenkirchen mit einer Packung nachhause. Der SV Dornach und der ESV Freilassing trennten sich im Topspiel Unentschieden. Hallbergmoos-Goldach kassierte in Murnau eine Klatsche. Schwabing gewinnt furios mit 4:3 und Rosenheim überrollt den SVN. Wir haben die Stimmen.
Steven Zepeda, Trainer des FC Schwabing: "Heute sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Das frühe 1:0 und die große Chance zum 2:0 nach zwei Minuten hat uns mental nicht gutgetan. Sofort haben wir einen Gang zurückgeschaltet und es wurde prompt bestraft. In der zweiten Halbzeit war es das gleiche Spiel. Wir hatten einen super Start mit einem guten Tor von Ivan.
Danach sind wir wieder passiv geworden. Der Ausgleich war entsprechend nicht unverdient. Mit dem Gegentor haben wir wieder den Schalter umgelegt und die große Chance, allein vor dem Keeper das Spiel zu ziehen. Zwei Minuten später hat dann unser Kapitän diesen Job erledigt. Wir haben wieder eine starke Mentalität gezeigt. Trotzdem spielen wir teilweise zu viel mit dem Feuer. Heute ging das nochmal gut!"
Fabian Lamotte, Trainer des FC Wacker München: "Zu Beginn beider Halbzeiten bekommen wir innerhalb einer Minute ein Gegentor – zweimal haben wir zu langsam im Kopf gehandelt. Das sind die beiden Tore, die das Spiel zu Gunsten für Schwabing entscheiden. Wir haben lange gebraucht um wirklich Teil zu nehmen an dem Spiel. In der ersten Hälfte waren wir überhaupt nicht vorhanden.
Positiv zu bewerten ist, dass wir uns nicht aufgegeben haben – wir machen dann sogar den 3:3-Ausgleich. Am Ende verlieren wir aber 3:4 – wir haben zu viele Aussetzer im Moment und holen dadurch keine Punkte. Das müssen wir schleunigst abstellen."
Gökhan San, Trainer des SVN München: "Ein 0:9 spricht Klartext. Schwere Zeiten erwartet das Team. Es geht für uns aktuell nicht darum, einfach nur in der Landesliga aufzulaufen oder Spiele irgendwie zu bestehen. Die wichtigste Aufgabe bleibt, eine Mannschaft zu werden.
Erneut haben wir zu Beginn der Partie das Spiel aus der Hand gegeben durch unglaubliche individuelle Fehler in der Hintermannschaft. Nach 25 Minuten mit 0:3 zurückzuliegen, ist eine Extremsituation, besonders wenn wir ohne eine vom Profil her gesehen Defensive antreten müssen. Doch die Probleme liegen nicht allein in der Abwehr, sie ziehen sich durch das gesamte Team und die letzten Spiele haben dies erneut bestätigt. Deutlicher geht es nicht mehr.
So bitter es klingt: In dieser Form sind wir sportlich extrem weit vom Landesliga-Niveau entfernt. Diese Erkenntnis tut weh, ist aber notwendig. Wir werden sehen, wohin uns diese turbulente und extreme Reise noch führen wird. Fakt ist: Im Moment können wir von Landesliga-Fußball noch nicht sprechen.
Es gibt meinerseits keinerlei Ausrede, wer fehlt. Fakt ist, wir haben genügend Spieler da und am Ende des Tages ist wichtig wer spielt und nicht wer nicht wie spielt. Aktuell kann sich keiner über Einsatzzeiten beschweren oder keinerlei Chancen erhalten zu haben."
Wolfgang Schellenberg, Trainer des TSV 1860 Rosenheim: "Man kann das Spiel relativ kurz zusammenfassen. Wir sind frühzeitig durch zwei Elfmeter in Führung gegangen. Damit war eigentlich relativ schnell klar, dass sich das Spiel auf unsere Seite richten wird. Dennoch muss man sagen, dass Neuperlach insbesondere offensiv drei, vier gefährliche Aktionen gehabt hat. Somit ist aus meiner Sicht das Ergebnis insgesamt gesehen wahrscheinlich einen Tick zu hoch ausgefallen."
Harry Mayer, Trainer des TSV Kastl: "In der ersten Viertelstunde waren wir gar nicht im Spiel. Wir haben keinen Zugriff bekommen und waren dementsprechend verdienterweise hinten. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen, haben klarere Aktionen gehabt und sind dann mit einer 3:1-Führung in die Kabine gegangen.
Nach der Pause sind wir perfekt gestartet, haben das 4:1 gemacht und dann das 5:1 nachgelegt. Das war dann die Entscheidung. Am Ende kam noch das 6:1 von Oberreiter dazu. Jetzt haben wir zwei Spiele gewonnen. Nächste Woche geht es nach Murnau. Mal schauen, was wir da machen können. Auf jeden Fall wird das eine harte Nuss. Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie hart gearbeitet hat. Nicht nur im Spiel, sondern auch in den letzten zwei Wochen im Training. Man hat einen ganz anderen Zug gesehen und das hat sich auch ausgezahlt."
Martin Wagner, Trainer des TSV Murnau: "Es war ein hochklassiges und extrem interessantes Landesliga-Spiel. Das Ergebnis täuscht ein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg, denn Hallbergmoos hat eine enorm starke und sehr erfahrene Mannschaft, die im Ballbesitz unglaublich klar und zielstrebig agiert.
Wir hatten in den ersten 15 Minuten große Probleme und waren in dieser Phase etwas überfordert. Mit Glück, Leidenschaft und viel Einsatz konnten wir diese Drangperiode jedoch überstehen. Danach haben wir immer besser ins Spiel gefunden und unser eigenes Spiel auf den Platz gebracht.
Matchwinner war zweifellos Sanel Dacic, der bei beiden berechtigten Elfmetern nur durch Fouls zu stoppen war. Auch der umtriebige Felix Lautenbacher war an vielen entscheidenden Szenen beteiligt und hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Unsere Stürmer haben einen hervorragenden Job gemacht und sich diesmal auch endlich mit Toren belohnt.
Gegen diese Hallbergmooser Mannschaft werden in dieser Saison sicherlich noch viele Teams Punkte liegen lassen. Auch wenn das Ergebnis am Ende etwas zu hoch ausfiel, war es eine bärenstarke Leistung unserer Rasselbande."
Andreas Giglberger, Trainer des VfB Hallbergmoos-Goldach: "Erst einmal Gratulation an Murnau zum verdienten Sieg und zu den drei Punkten. Wir sind eigentlich in beide Halbzeiten sehr gut reingestartet und waren sehr präsent. Wir hätten zu Beginn des Spiels in Führung gehen können, kriegen dann zum Start beider Halbzeiten jeweils klare Elfmeter gegen uns. Leider zog sich das durch das ganze Spiel, dass Murnau viel mehr Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entscheiden konnte. Dazu kamen leider wieder Ungenauigkeiten im Spiel mit dem Ball. Dann hast du es in der Liga ganz, ganz schwer, ein Spiel zu gewinnen.
Wir kommen in der zweiten Halbzeit sehr gut raus und machen sehr früh das 1:1 nach einer sehr guten Balleroberung mit einem gewonnenen Kopfballduell und einem anschließenden. sehr guten Umschalten. Es war ein schön herausgespieltes Tor von Mo Sassmann, der sich in der Aktion leider verletzt hat und ausgewechselt werden musste.
Wir bekamen im Anschluss viel zu früh das 1:2 wieder durch den Elfmeter, weil unser Keeper einen Tick zu spät kam. Bei den Toren drei und vier schaltete Murnau sehr gut um. Ergänzend dazu haben wir schlecht verteidigt. Wir müssen wieder festhalten, dass, wenn man in der Liga nicht in jedem Spiel zu 100 % an seine Leistung kommt, ungenau mit dem Ball ist und die direkten Duelle gegen seinen Gegenspieler verliert, man kein Spiel gewinnt. Wir gehen jetzt in die Derbywoche gegen Unterföhring und werden weiter hart arbeiten."
Sebastian Wastl, Trainer des SV Dornach: "Wir kommen wieder ganz gut ins Spiel und hatten es defensiv auch relativ gut im Griff. In der Offensive konnten wir den einen oder anderen Akzent setzen und gingen dann durch einen Abpraller nach einem Freistoß in Führung. Wir haben dann im Anschluss in der ersten Halbzeit definitiv noch die Chance, das Ergebnis noch höher für uns zu gestalten. Das haben wir leider wieder verpasst. Das Gleiche in der zweiten Halbzeit. Wir kommen ganz gut raus, haben die Möglichkeit, höher in Führung zu gehen. Aber auch in der zweiten Halbzeit verpassen wir es, ein zweites oder ein drittes Tor zu machen.
Dann nimmt das Spiel wieder seinen Lauf. Freilassing trifft einmal die Latte aus einer eigentlich relativ ungefährlichen Situation. Das Tor ist ein Gewaltschuss, ein ziemlicher Strich. Nach der roten Karte haben wir es nicht mehr geschafft, dass wir uns einen richtig klaren Torschuss erarbeiten. Am Ende vom Tag müssen wir uns wieder in die eigene Nase packen. Jetzt sind gespannt, was die nächsten Wochen passiert mit aktuell elf fehlenden Spielern. Es ist auch immer so ein kleiner Eiertanz, beziehungsweise ist es auch schwierig nachzulegen vorne. Das hätte uns gutgetan. Aber das kann man nicht ändern."