
Nach vier Niederlagen zum Auftakt hat der SV Kirchanschöring die Kehrtwende geschafft. Das liegt auch an Thomas Leberfinger, dem neuen Trainer.
Kirchanschöring - Zu Beginn der Saison sah es beim Bayernligisten aus Kirchanschöring alles andere als gut aus. Nach den ersten drei Spielen standen die Gelb-Schwarzen mit null Punkten da und der Klub trennte sich von Trainer Mario Demmelbauer. Zunächst als Interimstrainer übernahmen Thomas Leberfinger und der spielende Co-Trainer, Christoph Dinkelbach. Seit Ende August ist Leberfinger nun offiziell der Cheftrainer des SV, während Dinkelbach weiterhin die Rolle des spielenden Co-Trainers ausübt.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im ersten Spiel gegen Nördlingen ist der SV Kirchanschöring unter der neuen Führung nun seit neun Spielen ungeschlagen und hat sich damit zum Team der Stunde entwickelt. Sechs Siege und drei Remis konnte der SV seit der letzten Niederlage Anfang August einfahren. Unter anderem gewannen die Südost-Oberbayern gegen Top-Mannschaften wie den FC Pipinsried und Türkspor Augsburg.
Mit mittlerweile 21 Zählern stehen die Kirchanschöringer im gesicherten Mittelfeld der Liga auf dem achten Tabellenplatz. Ganz zur Freude von Sven Vetter, dem Sportlichen Leiters: „Die Mannschaft ist wieder mehr zusammengerückt. Der Thomas Leberfinger kannte ja alle und wusste genau, welche Hebel er ziehen muss. Und jetzt läuft es zum Glück wieder“, sagt Vetter im Gespräch mit Fussball-Vorort/FuPa Oberbayern.
Thomas Leberfinger kam 2022 vom TSV Buchbach als spielender Co-Trainer zum SV Kirchanschöring. Nach zwei Jahren als Assistent bekleidet der 34-jährige Ex-Profi nun das Amt des Cheftrainers bei den Gelb-Schwarzen. „Wir haben die Abläufe beibehalten, viel geredet und die Defensive stabilisiert. Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert“, sagt Leberfinger über den Start.
Profitiert hat der SV Kirchanschöring dabei unter anderem auch von der Rückkehr des spielenden Co-Trainers Christoph Dinkelbach, der laut Leberfinger „noch einmal brutale Qualität in das Spiel der Mannschaft gebracht hat“. Generell ist die Stimmung eine andere beim SV. „Das Selbstvertrauen ist jetzt wieder da. Wir haben aktuell eine gute Phase, wissen aber auch, dass es wieder anders sein kann. Deswegen wollen wir jetzt möglichst viele Punkte einfahren“, so der neue Cheftrainer.
Dem stimmt Vetter zu. „Die Stimmung ist gut. Wir wollen vor der Winterpause noch so viele Siege wie möglich einfahren, um schnell die Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.“ Die Saisonziele der Gelb-Schwarzen haben sich dabei trotz des guten Laufs nicht verändert. „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben, weiter junge Spieler entwickeln und Spaß am Fußball verbreiten“, sagt Vetter.
„Ich will einfach ein gutes Jahr mit der Mannschaft haben“
Thomas Leberfinger über seine persönlichen Saisonziele mit dem SV Kirchanschöring
Und die persönlichen Ziele des neuen Cheftrainers? Trotz des Traumstarts für Thomas Leberfinger will sich der 34-Jährige noch nicht mit seinem weiteren Werdegang beschäftigen. „Ich denke da nicht so weit im Voraus. Es war ein super Start, aber ein guter Trainer zeigt sich erst, wenn es dann auch mal nicht so gut läuft. Ich will einfach ein gutes Jahr mit der Mannschaft haben und was dann passiert, wird passieren. Das zeigt sich dann alles.“
Vergangene Woche konnte der SV Kirchanschöring auswärts in Ismaning einen knappen 1:0-Sieg einfahren. Am kommenden Spieltag haben Leberfinger und seine Mannschaft die Chance, die Ungeschlagenserie auf zehn Spiele in Folge auszubauen. Gegner des SV ist allerdings kein Geringerer als der Spitzenreiter TSV 1860 München II. Anstoß der Partie am kommenden Samstag ist um 15 Uhr (wir berichten im Live-Ticker). (seb)