2026-04-14T12:48:59.332Z

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SVG vor Wormatia: »Haben noch eine Rechnung offen«

Der SV Gonsenheim kann mit einem Sieg gegen die Wormser nach Punkten gleichziehen und sich damit Luft im Abstiegskampf der Oberliga verschaffen +++ Beide eint das Verletzungspech

von Torben Schröder · Heute, 12:00 Uhr · 0 Leser
Zum zweiten Mal hintereinander jubeln – das nehmen sich Enis Coric (Zweiter von links) und seine Teamkollegen des SV Gonsenheim im Duell mit Wormatia Worms vor. 	Foto: Kristina Schäfer
Zum zweiten Mal hintereinander jubeln – das nehmen sich Enis Coric (Zweiter von links) und seine Teamkollegen des SV Gonsenheim im Duell mit Wormatia Worms vor. Foto: Kristina Schäfer

Mainz. So unterschiedlich die Geschichte – und auch das Budget – beider Vereine ist: An eine relative Nachbarschaft in der Oberliga-Tabelle haben sich die Fußballer des SV Gonsenheim und Wormatia Worms inzwischen gewöhnt. Wobei sich die beiden Teams aus dem Norden und Süden Rheinhessens diese Konstellation vor der laufenden Saison anders vorgestellt hatten.

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Mit einem Sieg auf der Bezirkssportanlage Mainz-Mombach an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) würde der SVG nach Punkten mit dem VfR gleichziehen. Und das Abstiegsgespenst verjagen, von dem im Wormser Umfeld da und dort geraunt wird. Acht Punkte über dem Strich stehen die mit Aufstiegshoffnungen gestarteten Wormser.

Ein Sieg aus 14 Oberliga-Spielen – seit dem dramatischen Pokal-Aus gegen Pirmasens Ende Oktober ist bei Wormatia der Wurm drin. Auf drei Wochen zuvor, das 0:2 in der EWR-Arena, datiert SVG-Trainer Luca Vanni den Knackpunkt dieser Saison. Seither gelangen zwar noch fünf Dreier, aber nie zwei am Stück.

Einstelliger Tabellenplatz: SV Gonsenheim setzt neues Ziel

Ebendies haben die Gonsenheimer sich für diese Englische Woche vorgenommen, die mit dem 1:0 in der letzten Aktion in Eppelborn einen emotionalen Anschub bekam. Sich Luft zu verschaffen und nicht zittern zu müssen, ist Vannis Hoffnung. Nach dem 0:1 bei den Sportfreunden Eisbachtal wurde intern viel geredet, manches neu justiert – und ein Neuanfang ausgerufen. Einstellig in der Tabelle der letzten zehn Spiele zu werden, ist seither das Ziel.

Beide Mannschaften hatten, wie Vanni rekapituliert, im Oktober ihren Knackpunkt. „Danach bauen die Themen aufeinander auf.“ Diese, hinlänglich diskutiert, unterscheiden sich, genauso wie das Umfeld. Beim SVG macht man sich vor allem intern Druck, wobei allseits der enge Schulterschluss betont wird. Beim VfR kommt Wucht aus dem unzufriedenen Umfeld. Wobei Trainer Anouar Ddaou vor seinem ersten Gastspiel beim Ex-Club relativiert.

Zwei Teams mit großem Verletzungspech

„Wir spielen keine gute Saison, aber nach den Spielen applaudieren die Fans“, sagt Ddaou, „nicht für das Ergebnis. Honoriert wird, dass die Mannschaft auf dem Platz alles gibt. Den Rückhalt aus dem Umfeld spüre ich während und nach den Spielen noch, zu 100 Prozent.“ Auf die sozialen Medien verschwendet der VfR-Trainer keine Zeit.

Beide Teams eint das eminente Verletzungspech. Für Tobias Edinger und Nicolas Obas wird es keine Rückkehr zum Ex-Verein geben. Ddaou verweist auf Jabez Makanda, der gegen Wiesbach mit ausgekugelter Schulter weiterspielte, ohne einen Mucks von sich zu geben, und auf einige weitere, die sich mit Schmerzen durchbeißen. Die gibt es beim SVG ebenso, wobei sich zuletzt wieder eine lange vermisste Achse stabilisiert hat. Das reichliche halbe Dutzend Ausfälle ist Vanni nicht mal eine Erwähnung wert, würde man nicht nachbohren.

„Ihre Widrigkeiten“, sagt Ddaou, „haben die Gonsenheimer tabellarisch gut weggesteckt, das hätte viel schlimmer kommen können. Natürlich ist es ein besonderes Spiel für mich. Ich freue mich, den Staff, die Spieler zu sehen. Und das Spiel wird eine gute Intensität haben.“ Von Letzterem ist auch Vanni überzeugt: „Wir haben noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen. In Mombach haben wir schon beim 0:0 gegen die TuS Koblenz ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hoffen, dass ein paar Zuschauer kommen. Es geht um etwas.“