Der SVG Grevenbroich will seinen Trend zum Spitzenteam weiter ausbauen.
Der SVG Grevenbroich will seinen Trend zum Spitzenteam weiter ausbauen. – Foto: Frank Vieten

SVG Grevenbroich: Von einem Durchschnitts- zu einem Spitzenteam

Genclerbirligi will in der Kreisliga A die positive Entwicklung fortsetzen. Nur die Platzsituation ist Grund zur Sorge.

Bärenstarke Hinrunde, Platz zwei am Saisonende und deutlich mehr Konstanz – der SVG Grevenbroich hat sich von einem durchschnittlichen Kreisliga A-Team zu einem echten Spitzenteam entwickelt. Diesen Trend will Genclerbirligi in der nächsten Saison fortsetzen. Probleme bereitet nach wie vor die eigene Anlage.

Schwerwiegende Abgänge musste der SVG Grevenbroich in diesem Sommer keine hinnehmen. Lediglich Muammer Sarimese und Ugur Aydin stehen nicht mehr im Kader, sie spielen jetzt aber für die 2. Mannschaft. Neu dabei sind Mustafa Saleh (SVG Weißenberg), Mohamad Garadeh (DJK Novesia), Emircan Calisir (VfR Neuss), Kenen Mert Öktem (DJK Novesia) und Talha Ödemis (reaktiviert). Emre Ot, der endlich angreifen wollte, hat sich kurz vor Saisonstart wieder verletzt. „Wir haben unseren Kader ein bisschen aufgestockt und bei der Qualität einen Tick zugelegt. Die Neuzugänge haben sich gut integriert und wurden sehr gut aufgenommen. Die Mischung passt einfach“, sagt Trainer Erkan Akan.

In der Vorsaison war SVG Grevenbroich eines der wenigen Teams, das dem Meister VdS Nievenheim Paroli bieten konnte. In der Rückrunde fehlte es dann aber doch wieder ein wenig an der Konstanz. „Wir haben uns super entwickelt und wollen an die letzte Saison anknüpfen“, so Akan. Das Ziel seien die Top 3. Den Aufstieg würde man natürlich mitnehmen, Akan sagt aber auch: „Die Bezirksliga käme für uns vielleicht zu früh. Der Aufstieg ist keine Pflicht.“ Sorgen bereitet dem SVG Grevenbroich nach wie vor die eigene Anlage. Der Rasenplatz gleicht eher einem Acker, ist häufig gesperrt und auch die Asche in Frimmersdorf-Neurath sorgt nicht gerade für Freudensprünge. „Ich hoffe, dass wir bald einen neuen Platz bekommen“, so Akan. Das Heimrecht am ersten Spieltag hat „Gencler“ bereits getauscht. Statt vor heimischer Kulisse muss der SVG am 9. August (20 Uhr) beim 1. FC Grevenbroich-Süd ran.

Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit lief durchwachsen. Auch Trainer Erkan Akan hatte mit Urlaubern und Verletzten zu kämpfen. Die Testspiele hatten ihre Höhen und Tiefen: 1:1 gegen BW Meer (Kreisliga B), 4:3 gegen den SC Rheindalen (Kreisliga A), 3:3 gegen VfL Benrath II (Kreisliga B), 0:10 gegen den VfB Hilden II (Landesliga) und 8:1 gegen Polizei SV Mönchengladbach (Kreisliga A). Vor dem Saisonauftakt steht noch ein Test gegen Giesenkirchen (Bezirksliga) am Sonntag an.

Aufrufe: 05.8.2022, 22:00 Uhr
Felix StrerathAutor