
In elf Spielen stand Sven Schützek beim SV Scherpenberg an der Seitenlinie, seine Mannschaft holte in dieser Zeit neun Siege und zwei Unentschieden und machte den durchwachsenen Start in die Saison vergessen. Zur Winterpause belegte das Team den zweiten Platz und konnte in Schlagdistanz zu Spitzenreiter VfB Bottrop bleiben. Im Gespräch mit FuPa Niederrhein blickt Schützek auf die vergangenen Monate zurück.
Am 24. September übernahm Schützek das Zepter an der Seitenlinie des SVS. Zuvor war er als Sportlicher Leiter für den Verein tätig. Was zunächst als Interimslösung gedacht war, hat sich nun als Glücksfall erwiesen. "Eigentlich war geplant, dass ich nach zwei oder drei Spielen, spätestens aber im Winter an einen neuen Trainer übergebe", erklärt Schützek. Das ist inzwischen vom Tisch, denn der Erfolg spricht eindeutig für den 49-Jährigen. Blickt er zurück, kann er persönlich festhalten: "Es macht unheimlich Spaß, wieder an der Linie zu stehen."
Als Schützek im September übernahm, hatte die Mannschaft gerade eine deftige 0:5-Klatsche gegen Aufsteiger Viktoria Goch einstecken müssen. Unter der Regie des neuen Übungsleiters gab es einen 2:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen den SV Budberg, was zugleich eine sieben Spiele andauernde Siegesserie einläutete. "Ich habe es gemeinsam mit der Mannschaft geschafft, Stabilität reinzubringen", betont er. "Wobei mein Anteil in dem Fall eigentlich nur darin lag, dass wir ein bisschen was im taktisch Bereich verändert haben, dass ich auf die Mannschaft zugegangen bin, viele Gespräche geführt habe und wir dann gemeinsam, das ist ganz entscheidend, gemeinsam diesen Lauf gestartet haben."
Das neue Vertrauen zahlte die Mannschaft mit guten Leistungen und vielen Siegen zurück. Auch abseits der Spieltage macht sich der Aufschwung in Scherpenberg bemerkbar. "Ich habe unheimlich viel Freude daran, mit der Mannschaft zu arbeiten. Sie hat einen tollen Charakter, hat eine gute Qualität und zeigt jetzt eigentlich seit dem Goch-Spiel ihr wahres Gesicht. Jeder kann nun Dinge abrufen, was vorher leider nicht so ging", erläutert er.
Auch in der Vorbereitung auf die Rückrunde in der Landesliga, Gruppe 2, macht sich das neue Selbstvertrauen bemerkbar. Mit einem 4:1 über den MSV Moers sicherte sich das Team gleich zu Jahresbeginn den Titel beim Hallenstadtpokal Moers. Witterungsbedingt gestaltete sich der weitere Verlauf schwierig. "Die erste Woche waren wir, wie fast alle, nur im läuferischen Bereich unterwegs. Wir waren dann sehr, sehr froh, dass in der zweiten Woche der Schnee weg war und wir auf den Platz konnten", berichtet Schützek. Nur ein Testspiel musste abgesagt werden. Trotzdem war die Zeit knapp bemessen. "Ich hätte gerne mehr auf dem Platz gearbeitet, da die Vorbereitung mit vier Wochen eh sehr, sehr kurz ist", betont er.
Was seine Mannschaft dann aber auf dem Platz gezeigt hat, stimmt den Coach zufrieden. "Ich bin mit den Testspielergebnissen - 1:1 in Sonnspeck 0:0 bei einem sehr starken VfB Homberg und einem 4:3 nach 1:3-Rückstand in Düsseldorf - sehr zufrieden", betont der Übungsleiter. Bei der abschließenden Generalprobe gegen Oberligist SV Biemenhorst gab es ein weiteres Remis. Kaan Terzi markierte in der Schlussminute den 2:2-Endstand. Vier Trainingseinheiten stehen für das Team nun noch an, ehe am Sonntag die Rückrunde mit dem schwierigen Spiel gegen den ESC Rellinghausen startet. Die Essener sind im Klassement vier Punkte hinter dem SVS. "Dort ist es dann entscheidend, dass wir die Qualität wieder auf den Platz bringen und möglichst versuchen, drei Punkte zu holen", sagt Schützek abschließend.
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