
Das Ergebnis stimmte. Aufsteiger Viktoria Goch hat seinen Platz in der Spitzengruppe der Landesliga mit einem hart erarbeiteten 3:2 (1:1)-Erfolg bei der SG Essen-Schönebeck gefestigt. Die Leistung stimmte nicht. Trainer Kevin Wolze war bis auf eine Ausnahme überhaupt nicht zufrieden mit dem, was seine Spieler zu ungewohnter Zeit am Sonntagmorgen ab 11 Uhr auf Kunstrasen gezeigt hatten.
„Das war kein gutes Spiel von uns. Ich hatte den Eindruck, dass wir so früh morgens noch nicht richtig wach waren“, sagte Wolze. Die Viktoria, die immerhin die beste Abwehr der Liga stellt, zeigte vor allem in der Defensive ungewohnte Schwächen.
Dass trotz der vielen Fehler in der Abwehr und des teilweise schludrigen Umgangs mit allerbesten Gelegenheiten zu Kontern ein Erfolg herausgesprungen ist, hatte der Gast vor allem einem Akteur zu verdanken. Torhüter Sven Schneider verhinderte mit einer Handvoll Glanzparaden weitere Gegentreffer. „Er hat uns im Spiel gehalten“, sagte Wolze. Der Routinier, der für den westfälischen Klub SV Schermbeck früher in der damaligen NRW-Liga und später für den 1. FC Bocholt in der Oberliga im Tor gestanden hat, wollte kein Aufhebens um seine Leistung machen. „Das ist doch mein Job“, sagte der 33-Jährige, der ebenfalls nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams war. „Wir haben nicht gut gespielt.“
Die Mannschaft zeichnete aber erneut das aus, was Trainer Kevin Wolze schon im Vorfeld der Partie als besondere Qualität bezeichnet hatte. Sie lässt sich durch Rückschläge nicht aus der Bahn werfen. „Das bleibt unsere große Stärke“, so Wolze. Die Viktoria kam sofort zurück, nachdem sie mit 0:1 in Rückstand geraten war (39.). Niklas Zaß erzielte postwendend den Ausgleich (40.). Und der Aufsteiger steckte auch weg, dass er nach dem Führungstor von Florian Ortstadt (52.) das 2:2 in der 77. Minute nach einem unberechtigten Eckball für den Gegner hinnehmen musste.
Die Viktoria versuchte sofort, wieder mehr Akzente in der Offensive zu setzen, und wurde spät dafür belohnt. Marius Alt erzielte in der fünften Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer.
Der Gast hatte bei diesem letzten Konter die Konsequenz im Spiel nach vorne gezeigt, die er zuvor in einigen Aktionen hatte vermissen lassen. „Ich bin sehr froh über diese drei Punkte, zumal die SG Essen-Schönbebeck für mich der bislang stärkste Gegner in dieser Saison war“, sagte Kevin Wolze.
Viktoria Goch: Schneider - Hitzek, Fuchs, Brilski, Zaß - Plum - Falkhofen (63. Möller), Palla, Kürkciyan (90.+6 Baumeister), Alt - Ortstadt (86. Wilbers).
