
Der SVA Palzing bezwingt den TSV Ober-/Unterhaunstadt deutlich. Trainer Mehmedovic sieht sein Team bereit für die Abstiegsrelegation.
Da die Abstände im Tabellenkeller der Bezirksliga Nord groß sind, wurde das Duell zwischen dem SVA Palzing und dem TSV Ober-/Unterhaunstadt zu einer Art Einspielen für die wahrscheinlich anstehende Abstiegsrelegation. Der SVA hat den aktuellen Leistungscheck mit 3:1 (2:0) gewonnen und gezeigt, dass die Relegation kommen kann.
„Es war ein gutes Spiel von uns mit vielen guten Möglichkeiten“, freute sich Palzing-Trainer Enes Mehmedovic. Seine Mannschaft war in der ersten halben Stunde klar überlegen, belohnte sich dafür jedoch nicht. Auf der anderen Seite hatte SVA-Keeper Christian Berghammer zunächst wenig zu tun – und dann großes Glück, dass die Gäste freistehend verzogen. „Wenn man in so einer Phase in Rückstand gerät, weiß man nie, ob man das Spiel noch drehen kann“, sagte Mehmedovic. Kurz darauf konnten er und die Palzinger dann jubeln – und das sogar doppelt: Zunächst erzielte Fabian Radlmaier die 1:0-Führung (38.), ehe Dominic Schermbach per Elfmeter den 2:0-Pausenstand besorgte (45.+1).
In den Minuten nach dem Seitenwechsel behielten die Palzinger die Kontrolle. Philipp Götz erhöhte mit seinem Premierentreffer in der Bezirksliga sogar auf 3:0 (53.). Das Spiel war damit vorentschieden – und die SVA-Kicker wurden gierig, teilweise zu gierig. „Wir waren übermotiviert. Die Jungs wollten das 4:0 und laufen – wie so oft – in einen Konter“, sagte der Trainer. Dieser führte zum 3:1 durch Tarik Ahmetovic (61.). Im Anschluss sortierten sich die Hausherren wieder.
Die Folge waren mehrere große Chancen, die teilweise leichtfertig vergeben wurden. „Das ist schade, weil wir solche Situationen oft genug trainieren und sie besser ausspielen müssen“, sagte Mehmedovic. In der 85. Minute hätte sich dies um ein Haar gerächt, denn die Gäste kamen zu einer hundertprozentigen Möglichkeit – doch Torhüter Christian Berghammer war mit einer Glanzparade zur Stelle. Es blieb beim 3:1-Erfolg.
Coach Mehmedovic war zufrieden: „Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für uns. Ich finde, wir haben ein anderes Gesicht gezeigt als in der Woche zuvor in Kammerberg, und das gefällt mir als Trainer. Jetzt schauen wir von Spiel zu Spiel und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen.“