
Der SVA Palzing steht im Relegationsrückspiel beim TSV Ebersberg vor dem Klassenerhalt in der Bezirksliga. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel genügt ein Remis.
Nach dem späten 1:0-Erfolg im Hinspiel geht der SVA Palzing mit einem kleinen Vorteil in das alles entscheidende Rückspiel der Relegation um den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Am Samstag (15 Uhr) reicht der Mannschaft von Trainer Enes Mehmedovic beim TSV Ebersberg bereits ein Unentschieden, um auch in der kommenden Saison Bezirksliga-Fußball im Ampertal spielen zu können. Die Gastgeber dagegen müssen gewinnen, um den Ligaverbleib noch zu schaffen. Der SVA erwartet erneut ein Duell auf Augenhöhe.
Das war schon am vergangenen Dienstag der Fall. Über weite Strecken neutralisierten sich die beiden Mannschaften in einer Begegnung, die vor allem von Zweikämpfen, langen Bällen und viel Laufarbeit geprägt war. Torchancen blieben Mangelware, ehe Fabian Radlmaier die Palzinger in der sechsten Minute der Nachspielzeit erlöste. „Das erste Spiel war nicht unser bestes“, sagt Mehmedovic rückblickend. „Das Positive ist aber, dass wir trotzdem mit 1:0 gewonnen haben und diesmal auch das nötige Glück auf unserer Seite hatten.“
Ebersberg präsentierte sich ähnlich kompakt wie der SVA selbst. „Man hat gesehen, dass beide Mannschaften einen ähnlichen Fußball spielen und viel mit langen Bällen arbeiten“, analysiert Mehmedovic den Tabellenzwölften der Bezirksliga Ost. „Sie haben im ersten Spiel sehr gut verteidigt, und deshalb wird uns auch diesmal wieder alles abverlangt.“
Es deutet also vieles darauf hin, dass auch das Rückspiel über Kleinigkeiten entschieden wird. Die Ausgangslage dürfte ebenfalls Einfluss auf das Spielgeschehen haben: Während Palzing nicht zwingend gewinnen muss, steht Ebersberg unter Druck und wird vor heimischer Kulisse aktiver auftreten müssen als noch im Hinspiel.
Die SVA-Fußballer wollen sich darauf einstellen. „Jetzt müssen wir uns noch einmal beweisen, richtig Gas geben und zeigen, dass wir unbedingt in der Liga bleiben wollen“, fordert Coach Mehmedovic. Gleichzeitig hofft der Coach auf eine spielerische Steigerung der Mannschaft. Das Wetter könnte ebenfalls ein Faktor werden. Es werden Temperaturen um die 30 Grad erwartet. „Am Ende wird entscheidend sein, wer mehr Power und den größeren Willen hat“, glaubt Mehmedovic.
Personell entspannt sich die Lage bei den Palzingern rechtzeitig vor dem wichtigsten Saisonspiel weiter. Mit Mirnes Gurbeta, Tobias Wirth und Liam Russo kehren gleich mehrere wichtige Akteure zurück in den Kader. Lediglich Philipp Götz fehlt weiterhin verletzt. Der SVA kann damit nahezu in Bestbesetzung antreten.
Die Palzinger wollen über die gesamte Spielzeit konzentriert bleiben. Sie wissen selbst, wie schnell sich Begegnungen drehen können. Im ersten Relegationsmatch in Ohlstadt waren sie noch Nutznießer, dort kassierten sie allerdings auch ein Last-Minute-Gegentor. Das späte 1:0 aus dem Hinspiel gegen Ebersberg war für den SVA deshalb auch ein Signal. „Diesmal konnten wir das Spiel für uns entscheiden“, sagt Mehmedovic. Nun fehlt noch ein Schritt zum Klassenerhalt.