2026-04-01T12:50:56.008Z

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SVA Palzing empfängt den FC Moosinning im David-gegen-Goliath-Duell

Bezirksliga Nord

von Moritz Stalter · Heute, 15:55 Uhr · 0 Leser
Gut gelaunt: Palzings Trainer Enes Mehmedovic hat immer betont, dass sein Team in Bestbesetzung das Zeug für die Bezirksliga hat. Der jüngste Sieg beim Tabellenzweiten Walpertskirchen ist der beste Beweis dafür.
Gut gelaunt: Palzings Trainer Enes Mehmedovic hat immer betont, dass sein Team in Bestbesetzung das Zeug für die Bezirksliga hat. Der jüngste Sieg beim Tabellenzweiten Walpertskirchen ist der beste Beweis dafür. – Foto: Michalek

Der Aufsteiger will nach dem Coup in Walpertskirchen nachlegen. Trainer Mehmedovic sieht in Moosinning aber eine der besten Mannschaften der Liga.

Wer lediglich auf die Ergebnisse blickt, der musste überrascht gewesen sein vom Auswärtscoup des SVA Palzing am vergangenen Spieltag in Walpertskirchen. Trainer Enes Mehmedovic war es nicht: Er wusste, dass seine Mannschaft in Bestbesetzung in der Bezirksliga Nord konkurrenzfähig ist. Am Donnerstag (19.30 Uhr) will der Aufsteiger im Heimspiel gegen den FC Moosinning den nächsten Nachweis erbringen.

Mehmedovic rechnet allerdings mit einer Hammer-Aufgabe: „Für mich ist der FC Moosinning eine der besten Mannschaften der Liga – von den Namen her vielleicht sogar die beste.“ Bei einem flüchtigen Blick auf die Tabelle mag diese Aussage überraschen, denn Moosinning ist aktuell Sechster – mit sieben Punkten Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz. „Sie hatten viel Verletzungspech und sind deshalb wahrscheinlich hinter ihren Erwartungen geblieben“, sagt der SVA-Trainer.

Doch ein genauerer Blick zeigt: Das FCM-Team von Trainer Christoph Ball hat zwei Spiele weniger absolviert als die Konkurrenz. Bei optimaler Ausbeute schrumpft der Abstand auf einen mageren Zähler zusammen. Um noch einmal ganz vorne reinzuschnuppern, muss Moosinning allerdings seinen Punkteschnitt steigern: Neun Zähler aus fünf Partien nach der Winterpause sind in Ordnung, werden für den Aufstieg aber kaum reichen.

Die Palzinger haben andere Sorgen. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze beträgt aktuell acht Punkte. Selbst wenn der SVA sein Nachholspiel gewinnt, sind es noch fünf Zähler. Überlebenswichtig war daher der 3:2-Erfolg beim Tabellenzweiten Walpertskirchen am vergangenen Wochenende.

Dort machte sich die Rückkehr mehrerer Schlüsselspieler direkt bemerkbar. „Ich habe es immer wieder betont: Sind alle Spieler dabei, haben wir das Zeug für die Bezirksliga“, erklärt Mehmedovic. Auch gegen Moosinning kann er auf Fabian Radlmaier, Marcel Radlmaier und Mirnes Gurbeta zurückgreifen. Mit ihnen ist der in der Breite nicht tief genug besetzte SVA eine andere Mannschaft.

Bei Moosinning sieht das anders aus. Zu den von Mehmedovic erwähnten großen Namen gehört unter anderem Stefan Haas. Der Mittelfeldmann lief für Unterhaching 19 Mal in der 3. Liga auf. Außerdem kommt er auf einen Regionalliga- und mehrere Bayernliga-Einsätze. Dort spielten auch Maximilian Siebald und Trainer-Bruder Georg Ball.

Palzing kann diese individuelle Klasse nicht bieten. Dafür lieben die Spieler David-gegen-Goliath-Duelle – und in der Vergangenheit haben sie schon häufig gezeigt, dass sie in diesen Begegnungen über sich hinauswachsen können: mit Siegen in beiden Duellen mit Walpertskirchen, gegen Garching und auch dem 1:1-Remis im Hinspiel in Moosinning.