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Der Spieltag

SV Wustweiler stürmt in die Landesliga

5:1-Erfolg beim Verfolger Hirzweiler-Welschbach sorgte für Titelgewinn

von Hans-Joachim Pink · 20.05.2025, 11:35 Uhr · 0 Leser

Die Würfel sind gefallen. Der SV Wustweiler steigt nach der Gala-Vorstellung bei der SG Hirzweiler-Welschbach/Stennweiler in die Landesliga auf und die Mannen um Patrick Beia werden in der Relegation versuchen, dem SV Wustweiler zu folgen.

SV Hirzweiler-Welschbach/Stennweiler - SV Wustweiler 1:5 (1:3). Eines stand bereits vor dem Spitzenspiel fest. Dem SV Wustweiler reichte Dank des Punktepolsters ein Remis, um die Meisterschaft zu erringen. Dementsprechend selbstbewusst trat die Elf von Engin Yalcin auf. Das Ziel des SVW war es, ein frühes Tor zu erzielen und diese Taktik ging voll auf. Bereits nach zehn Minuten stand es nach Toren von Simon Plein und Jann Sakautzky 2:0. Der Gastgeber war sichtlich überrascht, konnte aber nach gut einer halben Stunde Spielzeit auf 1:2 verkürzen. Die endgültige Entscheidung fiel unmittelbar nach der Halbzeit, als Mathias Plein per Konter auf 1:4 stellte.

Die Redaktion unterhielt sich am Montag mit Meistertrainer Engin Yalcin über die Feierlichkeiten, Gründe für den Titelgewinn und natürlich den Ausblick für die neue Saison.

Herr Yalcin, beschreiben Sie mir bitte den Augenblick. als Schiedsrichter Bahzet Poyraz die Partie in Stennweiler abpfiff?

Engin Yalcin: Nach dem Spiel brachen bei uns alle Dämme. Die Emotionen, die sich über die ganze Saison aufgebaut haben, brachen plötzlich aus allen Spielern heraus. Nach dem Überreichen des Meistertellers haben wir im Clubheim des SV Stennweiler mit dem Gegner gefeiert und sind danach ins Clubheim nach Wustweiler gefahren. Dort gab es natürlich Freibier für alle und es wurde gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass wir alle der SG Hirzweiler-Welschbach/Stennweiler für die Relegation die Daumen drücken und wir werden das Team von Patrick Beia mit unser ganzen Mannschaft unterstützen.

Bis zur Winterpause sah es in der Liga nach einem Dreikampf zwischen Hirzweiler-Welschbach, dem SC Wemmetsweiler und ihrer Mannschaft aus. Nachdem die Elf von Markus Zewe früh abreißen ließ, wurde es nur noch zu einem Zweikampf. Was gab letztendlich den Ausschlag, dass der SV Wustweiler Meister wurde?

Yalcin: Bei den Neuverpflichtungen haben wir expliziert Wert auf die Abwehr gelegt. Gleich vier Innenverteidiger und ein Außenverteidiger brachten auf jeden Fall mehr Stabilität in unsere Defensive. Ich denke da vor allem an Ghassan Al Zaher, Max Glaub oder aber auch an Marc Maurer, der nach seiner schweren und langen Verletzungspause zurück kam. In 29 Spielen haben wir gerade einmal 19 Gegentreffer kassiert.

Im ersten Spiel nach der Winterpause mussten wir zum SC Falscheid reisen. Dort kamen wir auch aufgrund von Überheblichkeit nicht über ein 2:2 hinaus. Doch danach haben wir uns alle eingeschworen, in den verbleibenden Spielen keinen Punkt mehr abzugeben. Es folgten bis heute zehn Siege in Folge. Die Rückrunde war auch beispielhaft für die Kameradschaft im Team und die Chemie hätte auf und auch neben dem Platz nicht besser sein können. Was ganz wichtig für mich war, ist die Tatsache, dass wir zwar keinen echten Torjäger in unseren Reihen hatten, der 40 Buden machte, dafür waren wir schwerer auszurechnen, weil jeder in der Lage war Tore zu erzielen.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die Landesliga und wie sieht die personelle Situation aus?

Yalcin: Bis auf unseren Ersatztorhüter Janek Strauß haben alle Spieler einschließlich meiner Person für die kommende Saison verlängert. Mit Michael Noß vom SV Göttelborn und Alexander Karpenko vom 1. FC Riegelsberg II, haben wir bereits zwei Neuverpflichtungen unter Dach und Fach. Da ich mein Team kenne, traue ich ihr in der Landesliga Platz sechs bis zehn zu. Dies wird aber nur dann zu realisieren sein, wenn wir von größerem Verletzungspech verschont bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Landesliga