So sehr die Ziemetshauser auch dagegen hielten: Am Ende setzen sich die Günzburger um ihren zweimaligen Torschützen Maximilian Lamatsch (hier im Luftduell mit Torwart Andreas Mayer) im Derby 4:2 durch.
So sehr die Ziemetshauser auch dagegen hielten: Am Ende setzen sich die Günzburger um ihren zweimaligen Torschützen Maximilian Lamatsch (hier im Luftduell mit Torwart Andreas Mayer) im Derby 4:2 durch. – Foto: Ernst Mayer

Beim Derby in Günzburg ist alles Kopfsache

Sechs Tore und zwei Verletzte im Spiel gegen den TSV Ziemetshausen +++ Ecknach unangefochten an der Spitze +++ Covid-Alarm bei Affing wird Fall für das Sportgericht

Das Derby in der Bezirksliga Nord zwischen dem FC Günzburg und dem TSV Ziemetshausen brachte sechs Toren und leider zwei Krankenhauspatienten. Der VfL Ecknach profitierte beim Heimsieg von zwei Platzverweisen gegen den SC Bubesheim und fuhr somit einen glücklichen Arbeitssieg ein. Nicht ging in Meitingen. Aufgrund eines Covid-Falls beim FC Affing wurde die Partie nicht angepfiffen. Nun entscheidet das Sportgericht, ob es zur Neuansetzung oder einer Spielwertung kommt.

FC Günzburg
4:2
Ziemetshsn.

Einsatz, Wille, Leidenschaft: All das bekamen die Fans im Auwaldstadion zu sehen. Dazu sechs Treffer, jede Menge vergebene Chancen sowie einen Unfall, bei dem sich zwei Fußballer blutende Kopfverletzungen zuzogen und anschließend ins Krankenhaus mussten.
Es war ein verhängnisvoller Zusammenprall im Mittelfeld: Der Günzburger Tobias Bader und der Ziemetshauser Thomas Pietsch rasselten mit den Köpfen zusammen, gingen zu Boden, wurden minutenlang auf dem Rasen behandelt und mussten dann, erkennbar benommen und gezeichnet von blutenden Kopfwunden, vom Feld geführt werden (27.). Beide Spieler wurden mit dem Rettungswagen abgeholt und ins Krankenhaus gebracht.
Spielerisch war Ziemetshausen in dieser ersten Halbzeit jederzeit auf Augenhöhe und ging durch Stefan Mayer noch vor der Pause in Führung. Nach dem Seitenwechsel erzwang der FC Günzburg das Spielglück. Christoph Wachs tankte sich auf der rechten Angriffsseite durch, lief praktisch unbedrängt in den Strafraum, legte quer auf Benjamin Wahl und der schob aus kurzer Distanz ein (56.). Schnell sollte sich bewahrheiten, was FCG-Spielertrainer Christoph Bronnhuber den Seinen mit auf den Weg in die zweite Halbzeit gegeben hatte. „Ich habe irgendwie gewusst: Wenn wir das 1:1 machen, gewinnen wir das Spiel.“ Und tatsächlich fiel Ziemetshausen nun mental auseinander, öffnete alle Räume, die Günzburg zum Toreschießen benötigte. Maximilian Lamatsch (2) und Christoph Wachs brachten den FCG mit 4:1 in Führung. Es spricht für die Gäste, dass sie nicht aufgaben und durch Marco Schneider noch einmal verkürzten. (ica) Lokalsport GZ
Schiedsrichter: Tobias Heuberger (Möttingen) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Stefan Mayer (41.), 1:1 Benjamin Wahl (56.), 2:1 Maximilian Lamatsch (60.), 3:1 Maximilian Lamatsch (63.), 4:1 Christoph Wachs (71.), 4:2 Marco Schneider (77.)

TSV Pöttmes
2:1
Wertingen

Nach torloser erster Halbzeit ging der TSV Pöttmes nur vier Minuten nach der Pause in Führung. Nach einer Freistoßflanke von Felix Kling köpfte Dominik Thomay am zweiten Pfosten frei ein. Die Körpersprache der Wertinger ließ zu wünschen übrig, Pöttmes schien den Erfolg stärker zu wollen. Symbolträchtig dafür war auch das 2:0 nur sieben Minuten nach dem Führungstreffer. Maximilian Ettner konnte aus 20 Metern unbedrängt ins linke Toreck abziehen.
Lediglich in den letzten zehn Minuten merkte man der Wertinger Mannschaft an, dass sie in diesem Spiel doch noch etwas mitnehmen wollte. Der eingewechselte Markus Weigl sorgte in der 82. Minute mit einem starken Freistoß für Aufsehen. Sein stramm geschossener Ball knallte an die Latte. In der folgenden Situation machte Max Beham das Leder nochmals scharf und Ivan Rasic konnten den Anschlusstreffer markieren.
In der Schlussphase zog der Referee die Aufmerksamkeit auf sich. Er zückte die Rote Karte für Gastgeber Martin Brodowski und Wertingens Markus Weigl. Die gegnerischen Parteien waren sich nach dem Abpfiff allerdings einig, dass beide Strafen unberechtigt waren und die Wahrnehmung des Schiedsrich
ters trog. Gleiches schien wenige Sekunden nach den zwei Platzverweisen der Fall, als Maximilian Fischer wegen einem vermeintlichen Handspiel die Ampelkarte sah. Lokalsport AN
Schiedsrichter: Florian Ambrosch (Königsbrunn) - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Dominik Thomay (49.), 2:0 Maximilian Ettner (56.), 2:1 Ivan Rasic (82.)
Gelb-Rot: Maximilian Fischer (90./TSV Wertingen)
Rote Karten:
Martin Brodowski (89./TSV Pöttmes), Markus Weigl (89./TSV Wertingen)

Stefan Spingler (links) unter der FC Mertingen hatten das Topteam aus Hollenbach zu Gast und trotzdem blieb es beim 0:0.
Stefan Spingler (links) unter der FC Mertingen hatten das Topteam aus Hollenbach zu Gast und trotzdem blieb es beim 0:0. – Foto: Szilvia Izsó

FC Mertingen
0:0
Hollenbach

Der FC Mertingen wollte den Schwung vom Sieg in Wertingen mitnehmen und nahm die Partie mit großem Einsatz an, sodass sich die ersten 30 Minuten keine großen Feldüberlegenheiten ergaben. Die ersten Chancen der Partie vergaben Höck auf Gästeseite und Dix für den FCM. Nach einer halben Stunde setzte Sven Rotzer einen Freistoß aus 20 Metern an die Latte. Die größte Chance für die Gäste hatte kurz vor der Pause Wittenberger nach einem Kopfball, der knapp vorbei ging. Im zweiten Durchgang gleichten die Gäste durch Pitsias nach Lattentreffern aus. In der 63. Minute hätte der FC Mertingen durch Spingler in Führung gehen müssen. Von der Mittellinie startete er und setzte sich gegen vier Hollenbacher durch ehe er auf Höhe des abschloss und knapp rechts verzog. Aivaras Brazinskas rettete mit einer Glanzparade in der 84. Minute gegen einen Kopfball von Burkhard gegen seine Laufrichtung dem FCM den verdienten Punkt. Die Formkurve der Mertinger zeigt weiter nach oben. Lokalsport DW
Schiedsrichter: Philipp Sofsky (Neuburg an der Donau) - Zuschauer: 295

VfL Ecknach
3:1
SC Bubesheim

Spitzenreiter VfL Ecknach hat auch die Hürde SC Bubesheim genommen. In einer Partie mit viel Tempo war der SCB zunächst aktiver und gefährlicher. Patrik Merkle tauchte in abseitsverdächtiger Position vor VfL-Keeper David Selig auf und schob zum 0:1 ein. Aber Ecknach zeigte sich unbeeindruckt. Nach einem Doppelpass mit Tobias Jusczak legte Daniel Zakari das Leder gekonnt in den Lauf von Aykut Atay, der direkt abschloss und Simon Zeiser im Tor keine Chance ließ.
Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse. Schiedsrichter Moritz Osteried sah ein elfmeterreifes Vergehen an Atay, der Gefoulte trat selbst an und verwandelte den Strafstoß zur Ecknacher Führung. Kurz danach eine Dummheit von Axel Hespeler: Er stellte sich bei einem Freistoß für die Gastgeber vor den Ball und sah, weil bereits verwarnt, Gelb-rot. Schließlich ließ sich Steffen Hain im Niemandsland des Platzes zu einem groben Foul an Atay hinreißen, das Rot nach sich zog. Und der VfL wusste die Zwei-Mann-Überzahl sofort zu nutzen. Zakari spielte Daniel Framberger in den Lauf und der Spielertrainer schloss cool ab. (jng) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Moritz Osteried (Augsburg) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Patrik Merkle (10.), 1:1 Aykut Atay (18.), 2:1 Aykut Atay (55. Foulelfmeter), 3:1 Daniel Framberger (73.)
Gelb-Rot: Axel Hespeler (62./SC Bubesheim)
Rote Karte: Steffen Hain (67./SC Bubesheim)

TSV Aindling
1:0
Altenmünster

Beim TSV Aindling zeigten der SC Altenmünster eine engagierte Leistung und waren auch keinen Deut schlechter. Und dennoch reichte es für das Schlusslicht am Ende nicht zum Punktgewinn, da Mario Kalkbrenner in der Nachspielzeit im Übereifer einen Ball aus dem Strafraum köpfte, den er nicht hätte wegköpfen dürfen. Torhüter Alexander Schmid stand bereits mit offenen Armen zehn Meter vor seinem Kasten, um den Flankenball der Aindlinger sicher aufzunehmen. Kalkbrenners unnötige Aktion bescherte den Aindlinger jedoch den sogenannten „zweiten Ball“. Dieser wurde von links flach an den Fünfmeterraum geschlagen, wo Rimon Shushe zur Stelle war und unbedrängt einlochen konnte.
Die Schuld an der Niederlage ganz an der geschilderten Szene festzumachen, wäre freilich nicht fair. Zur Wahrheit gehört auch, dass bei Altenmünster durch die späten Auswechslungen von Manfred Glenk und Fahad Barakzaie die bis dahin so stabile Statik bröckelte und sich die Ballverluste in der hektischen Schlussphase in der gegnerischen Hälfte häuften. Als Glenk und Barakzaie noch gemeinsam auf dem Platz standen, beschäftigten diese die Aindlinger Hintermannschaft mehr als ihr lieb sein konnte. Glasklare Torchancen konnten sich der SCA allerdings nicht herausspielen. Vor allem im Angriffszentrum fehlt seit Wochen die Wucht. (her) Lokalsport WZ
Schiedsrichter: Felix Hoffmann (Kirchdorf) - Zuschauer: 148
Tor: 1:0 Rimon Shushe (90.+1)

Manuel Tutschka l und der FC Stätzling kamen gegen Aufsteiger SV Wörnitzstein-Berg nicht über ein 2:2 hinaus.
Manuel Tutschka l und der FC Stätzling kamen gegen Aufsteiger SV Wörnitzstein-Berg nicht über ein 2:2 hinaus. – Foto: Sebastian Richly

FC Stätzling
2:2
Wörnitzstein

Nach einem 0:2-Rückstand musste sich der FC Stätzling im Heimspiel gegen den SV Wörnitzstein mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Bereits nach drei Minuten hatte Edgar Krez zum 0:1 getroffen, Mathias Färber ließ nach einer Viertelstunde per Kopf das 0:2 folgen. Der SV Wörnitzstein ließ sich daraufhin in die eigene Hälfte zurückfallen und überließ dem Gastgeber die Initiative. Mit viel Geduld bauten die Stätzlinger ihre Angriffe auf und glichen noch vor der Pause aus. Erst spitztelte Thomas Süß den Ball ins Netz vorbei, nach einer Ballstafette im Strafraum hämmerte Mert Sert den Ball per Dropkick zum 2:2 in die Maschen.
Die Begegnung blieb in der zweiten Spielhälfte stets offen, umkämpft und spannend. Beide Teams bemühten sich um den Siegtreffer, aber eine hundertprozentige Chance ergab sich nicht mehr. „Das Unentschieden geht insgesamt in Ordnung. Die Jungs haben nach dem 0:2 Moral beweisen“, so Stätzlings Trainer Andreas Jenik nach dem Spiel. (bidi) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Simon Konrad (Adelzhausen) - Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Edgard Krez (3.), 0:2 Mathias Färber (15.), 1:2 Thomas Süß (34.), 2:2 Mert Sert (40.)

Nördlingen II
1:1
FC Horgau

Am Ende war es eine gerechte Punkteteilung. Mitte der ersten Halbzeit ging der TSV Nördlingen II in Führung, nachdem zuvor Horgaus Fabian Tögel im Strafraum ein Foul an Fabian Lechler begangen hatte. Keeper Felix Häberl parierte zwar den äußerst schwach getretenen Elfer von Sascha Hof, beim Nachschuss war er aber chancenlos
Die Kleeblätter schüttelten sich kurz und versuchten ihr Spiel zu machen, was sich sofort durch gelungene Offensivaktionen niederschlug. Pascal Beckert verfehlte das lange Eck (31.), Michael Vogele scheiterte an Torwart Behrens (36.) und Fabian Tögels Schuss aufs kurze Eck wurde ebenfalls eine sichere Beute von Behrens (45.).
Der Ausgleichstreffer war förmlich zu riechen. Es dauerte aber bis zur 60. Minute, ehe es dann endlich soweit war. Nach einem Missverständnis beim Einwurf der Nördlinger schnappte sich Michael Vogele den Ball und war auf und davon. Er konnte nur noch durch ein Foul im Sechzehner gestoppt werden. Arthur Mayer trat an und verwandelte den Elfer kaltschnäuzig zum 1:1.
Im weiteren Verlauf wurde die Partie auf beiden Seiten deutlich ruppiger und dem Schiedsrichterteam um Michael Emmert entglitt die Partie minütlich. Keine Abstimmung, fragwürdige Entscheidungen und Schiedsrichterball an Schiedsrichterball prägten den Rest des Spiels. (jais, tög) Lokalsport RN / Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Michael Emmert (Flachslanden) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Sascha Hof (26.), 1:1 Arthur Philipp Mayer (60./Foulelfmeter)
Bes. Vorkommnis: Sascha Hof (TSV Nördlingen II) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Felix Häberl (26.)

Aufrufe: 010.10.2021, 22:11 Uhr
Timo FinkeAutor

Verlinkte Inhalte