Auf Platz zwei sprangen Aaron Hofmann und der TSV Rott mit ihrem Sieg vor einer Woche. 	Foto: HalmelA-Klasse 8A-Klasse 7
Auf Platz zwei sprangen Aaron Hofmann und der TSV Rott mit ihrem Sieg vor einer Woche. Foto: HalmelA-Klasse 8A-Klasse 7

Leise Titelträume beim SV Hohenfurch, laute Abstiegsängste

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Der Ball rollt am Wochenende wieder in den Fußball-A-Klassen – und das Rennen um die Meisterschaft ist eröffnet. An der Spitze geht’s eng zu, nur drei Punkte trennen die vier Spitzenteams voneinander – von Titeljagd spricht aber kein Team. Von Abstiegssorgen schon.

SV Hohenfurch (1. Platz)

An der Spitze überwinterte der SV Hohenfurch. Trainer Michael Kees erwartet eine spannende Rückrunde: „Vorne ist es richtig eng. An unserer Zielsetzung ändert das nichts – wir wollen mindestens Zweiter werden.“ Die Fitness stimmt, die Spielpraxis fehlt noch. „Die Vorbereitung war noch nicht das Gelbe vom Ei, wir sind viel gelaufen und waren auf dem Kunstrasen. Immerhin waren wir mit 27 Mann im Trainingslager am Gardasee.“ Ob die Umstellung auf den Naturrasen gelingt, wird sich am Sonntag gegen Steingaden zeigen.

TSV Rott (2. Platz)

Bereits am vergangenen Sonntag starteten die Rotter – und sorgten direkt für Bewegung im oberen Tabellendrittel. Dank eines 2:0-Heimsiegs gegen Wessobrunn kletterten die Rotter von Rang vier auf zwei. Michael Welzmiller möchte sich dennoch nicht zu einer Kampfansage hinreißen lassen: „Wir haben in der letzten Saison gegen den Abstieg gespielt. Von daher sind wir froh, dass es für den Klassenerhalt jetzt schon sehr gut aussieht“, sagt der Kapitän. Die Stimmung im Team sei gut. Zu diesem gehört nun auch der frühere Pähler Sebastian Zech. „Wir wollen uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln und das umsetzen, was der Trainer von uns fordert. Wenn wir uns am Ende im oberen Drittel wiederfinden, wären wir sehr zufrieden“, sagt Welzmiller. Am Sonntag gastiert das Schlusslicht aus Finning in Rott.

TSV Ingenried (3. Platz)

Nicht mehr verschlechtern möchte sich der TSV Ingenried. Trotz guter Trainingsbeteiligung hatte auch er mit den Wetterbedingungen zu kämpfen. „Wir hatten nicht wenig Schnee“, sagt Ingenrieds Vorsitzender Florian Wagner. Mit von der Partie ist künftig Dominik Kaden, der aus Hirschzell zum Tabellendritten gewechselt ist. Zum Auftakt empfängt Ingenried den TSV Bernbeuren II. „Wir sind fit.“, sagt Wagner. „Mal schauen, wohin es geht.“

SC Böbing (5. Platz)

Eine richtungsweisende Partie erwartet Trainer Georg Schwaller gegen den SV Wessobrunn. „Das Spiel wird natürlich auch zeigen, wo es in der Rückrunde hingeht. Die Leute haben in der Vorbereitung gut mitgezogen, wir sind heiß auf den Auftakt“, sagt er. Das Ziel des Coaches: „Wir wollen die vorderen drei Teams angreifen.“

TSV Steingaden (6. Platz)

Zufrieden zeigt sich im Vorfeld Steingadens Daniel Hindelang: „Wir können uns nicht beschweren, die Beteiligung war gut und das Trainingslager ein Erfolg. Wir müssen jetzt versuchen, das auf die anstehenden Spiele zu übertragen“, sagt er. Gleich zwei Spieler werden den Steingadenern künftig fehlen: Stefan Schuster hängt die Fußballschuhe an den Nagel, Florian Wörle kickt nun für den TSV Peiting. „Ich denke, dass wir die Abgänge gut kompensieren können. Das gibt uns auch die Chance, jüngere Spieler zu integrieren“, sagt Hindelang. Den derzeitigen Tabellensechsten hatten vor der Saison viele als Meisterschaftsanwärter auf dem Zettel – Trainer Hindelang zeigt sich davon unbeeindruckt: „Wir wollen die Liga spannend gestalten und die vorderen Teams ärgern. Wir haben aber keine Ambitionen, ganz oben eine Rolle zu spielen.“

TSV Burggen (7. Platz)

„Wir haben viele Kranke und Verletzte. Wir hoffen natürlich, dass noch so viele wie möglich fit werden“, sagt Burggens Trainer, Norbert Neureuther. Der fünfte Platz war das Ziel. Neureuther dämpft – nicht zuletzt aufgrund der durchwachsenen Vorbereitung – die Erwartungen: „Unser Anspruch ist in erster Linie, dass es nicht weiter nach unten geht.“

TSV Bernbeuren II (8.Platz)

Auf einem starken achten Rang beendete Aufsteiger Bernbeuren II die Hinserie. Trainer Olgun Yagmur zeigt sich weiter ehrgeizig: „Der Klassenerhalt ist das oberste Ziel. Natürlich richten wir den Blick aber auch nach vorne.“ Die Mannschaft kann auf ein gelungenes Trainingslager am Gardasee zurückblicken. Yagmur ist optimistisch: „Wir haben gezeigt, dass wir uns mit allen Mannschaften messen können. Wir haben einige Spiele knapp verloren, die werden wir diesmal versuchen zu gewinnen.“ Die Bernbeurer haben mit dem TSV Ingenried ein schweres Auftaktprogramm vor sich.

SV Prem (9. Platz)

Der Abstiegskampf ist auch in Prem ein Thema. „Wir wollen so schnell wie möglich weg von den unteren Rängen. Diese Mannschaft ist eindeutig zu gut für den Abstieg“, sagt Stefan Sieber kämpferisch. Für mehr Torgefahr sorgen soll Neuzugang Florian Trendl, der aus Buching kam. Sieber ist guter Dinge: „Wir sind gut gerüstet für den Auftakt gegen Burggen. Da rechnen wir uns zumindest einen Punkt aus.“

TSV Schongau (10. Platz)

Eine Woche mehr bleibt den Schongauern zur Vorbereitung, der TSV hat am Wochenende spielfrei. Der Zwölfte nutzt die Zeit für ein Trainingslager. An der Seitenlinie steht Peter Mahl – der zieht bisher ein durchwachsenes Fazit: „Die Trainingsbeteiligung war leider nicht optimal. Aber man muss anerkennen, dass der Kern immer da war. Wir konnten vor allem in der Defensive viel arbeiten.“ Der Klassenerhalt habe oberste Priorität. Dafür hat der neue Trainer einen Plan: „Wer hinten die Null hält, holt mindestens einen Punkt. Wir wollen frühzeitig hinten rauskommen und den Super-Gau verhindern.“

TSV Altenstadt II (11. Platz)

Die Zielsetzung beim TSV ist eindeutig. „Wir wollen einfach nicht absteigen. Egal wie“, konstatiert Trainer Klaus Traxel. Auch die Altenstädter hatten zuletzt mit dem Wetter zu kämpfen: „Von Vorbereitung kann man da eigentlich nicht sprechen, wir haben ja gar nicht auf dem Platz trainiert.“ Verstärkt wird Altenstadt durch zwei Zugänge aus Peiting: Christian König und Theodoros Tsioralis. Der Startschuss für die Mission Klassenerhalt fällt am Sonntag in Apfeldorf.

SV Apfeldorf (12. Platz)

Eine gute Trainingsbeteiligung zeigten die Apfeldorfer in der Vorbereitung. Abteilungsleiter Stefan Schmid hätte sich noch mehr Trainingszeit auf dem Rasen gewünscht, kann der Situation jedoch etwas Positives abgewinnen: „Wir haben viel Zeit mit Laufen und Spinning verbracht.“ Zum Auftakt muss der SVA gegen Altenstadts Zweite ran – ein Konkurrent im Abstiegskampf. „Wie fit wir sind, werden wir in dieser Begegnung sehen. Für uns geht’s darum, am Ende über dem Strich zu stehen.“

SV Reichling (7. Platz)

Im gesicherten Mittelfeld halten sich die Reichlinger auf. „Das wichtigste ist, dass wir möglichst früh nicht mehr nach unten schauen müssen. Vielleicht lässt sich noch etwas Boden gut machen“, sagt Reichlings Abteilungsleiter, Florian Graf. Hoffnung macht die Rückkehr zweier Langzeitverletzter: „Im Training werden wir wieder mehr, wir waren auch mit 28 Mann im Trainingslager.“. Am Sonntag müssen die Reichlinger beim Tabellennachbarn aus Issing ran.

TIM-OLIVER HASELWARTER

Aufrufe: 022.3.2019, 09:11 Uhr
Schongauer Nachrichten / Tim HaselwarterAutor

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