Symbolfoto: Patrick Seeger
Symbolfoto: Patrick Seeger

Spielabbrüche - noch kein Urteil

Bezirkschef Arno Heger lädt Parteien zum Runden Tisch

Noch nichts Neues gibt es im Fall des Spielabbruchs zwischen dem SV Weilertal und Türkgücü Freiburg am zehnten Spieltag in der Kreisliga A, Staffel II. „Die Urteilsfindung gestaltet sich etwas schwierig, da sich beide Seiten widersprechen“, erklärte der Freiburger Sportrichter Reinhold Hege gegenüber der Badischen Zeitung.
Nach dem vermeintlichen 1:0 für den SVW in der 85. Minute war es zu Tumulten und Gerangel zwischen den Parteien gekommen, so dass Schiedsrichter Patrick Metzger nichts anderes übrig blieb, als die Partie abzubrechen. Das Problem ist, das Türkgücü Freiburg aussagt, rassistisch beleidigt worden zu sein, während die Weilertaler unter anderem zu Protokoll geben, bespuckt worden zu sein. Wie geht es nun weiter? „Bezirkschef Arno Heger wird die beiden Parteien demnächst zu einem gemeinsamen Gespräch bitten“, berichtet Hege. Quasi ein Runder Tisch. Noch steht der Termin nicht fest, das Treffen soll aber noch diesen Monat erfolgen. „Die Urteilsfindung bei solchen Spielabbrüchen zieht sich leider meistens in die Länge, da jede Partei eben eine andere Sicht hat“, erklärt der Sportrichter.

Ebenfalls noch kein Urteil gefallen ist im Fall des Spielabbruchs zwischen dem 1. FC Mezepotamien Freiburg II und dem ASV Merdingen II vom selbigen Tag in der Kreisliga C, Staffel III. Auch hier soll es noch ein Gespräch mit Bezirkschef Heger geben. Sind die beiden Spielabbrüche ein Anzeichen dafür, dass das Benehmen auf den Sportplätzen in der Region neuerdings wieder rauer wird? Dem widerspricht Sportrichter Hege. „Es ist Zufall, dass sich beide Abbrüche an ein und dem selben Tag ereigneten.“ Einen Anstieg solcher Vorkommnisse lasse sich in dieser Saison nicht erkennen.
Aufrufe: 03.11.2016, 20:00 Uhr
Benedikt Hecht (BZ)Autor