Als Absteiger aus der Bezirksliga zählt der SV Heimbach naturgemäß zu den Favoriten im Aufstiegsrennen. | Foto: Daniel Thoma
Als Absteiger aus der Bezirksliga zählt der SV Heimbach naturgemäß zu den Favoriten im Aufstiegsrennen. | Foto: Daniel Thoma

Die Favoritensuche gestaltet sich schwierig

Formcheck vor dem Rundenstart +++ Erster Spieltag der neuen Saison steht vor der Tür +++ Trainer erwarten erneut eine enge Spielzeit

Sechs Wochen nachdem die finalen Entscheidungen um den Auf- und Abstieg gefallen sind, fällt in der Kreisliga A, Staffel I, bereits der Startschuss für die neue Spielzeit. Dabei verspricht auch die dritte Saison der zweigleisigen Kreisliga A wieder eine spannende und ausgeglichene Liga. Seit der Zusammenführung der drei Ligen hat sich in den vergangenen beiden Jahren die Leistungsdichte vergrößert und ein umkämpfter Fight um die Plätze war bis zum Saisonende garantiert. Wenige Tage vor Rundenbeginn fällt es den verantwortlichen Trainern und Funktionären der Vereine so auch in dieser Saison schwer, eine klare Rollenverteilung zu vergeben.

Zu den Favoriten um den Aufstieg zählen üblicherweise die Absteiger:

Mit dem SV Heimbach kommt nur eine Mannschaft aus der Bezirksliga in die Staffel I. Nach guten Leistungen in den Testspielen gilt es für das Team, sich nach Jahren in einer höheren Spielklasse schnell an die Gegebenheiten in der Kreisliga A zu gewöhnen. Gelingt dies dem letztjährigen Bezirksligisten, zählt Heimbach definitiv zu den Aufstiegsfavoriten.

Gemeinsam mit Heimbach zählt ein Kreis aus etablierten und hungrigen Teams zum Kreis der Angreifer:

Bis zuletzt hegten der SV Wasenweiler und die SG Hecklingen-Malterdingen in der Vorsaison Aufstiegshoffnungen. Auch in der Spielzeit 2017/18 zählen die beiden Mannschaften daher zum Favoritenkreis. Während in Wasenweiler mit Bernd Rupp ein neuer Mann an der Seitenlinie stehen wird, herrscht in Hecklingen weiter Kontinuität. Mit dem Gerüst um Severin und Jonas Kenk sowie dem wiedergenesenen Simon Kemmet verfügt Wasenweiler erneut über eine starke Achse. Auch die Mannschaft von Alexander Christ kann auf bewehrte Kräfte setzen. Wie schon im Vorjahr hat sich der Kader der Spielgemeinschaft kaum verändert. Wenn es Hecklingen, anders als in den letzten beiden Spielzeiten, gelingt, zwei konstante Saisonhälften zu spielen, ist der Aufstieg möglich. Auch beim SV Gottenheim, dem TV Köndringen und dem SV Mundingen waren fehlende Konstanz im Vorjahr mitentscheidend, dass es nicht nach ganz oben gereicht hat. Während Gottenheim im Laufe der Rückrunde die Puste ausging, als zahlreiche Leistungsträger ausfielen, verpatzte Mundingen die erste Saisonhälfte komplett. Bleiben beide Teams von größeren Verletzungssorgen verschont, zählen sie zu den Anwärtern auf die vorderen Plätze. In Köndringen muss man zwar den Abgang von Torjäger Manuel Abreu verkraften, mit Christian Fischer (Kenzingen) und Sebastian Blum (Heimbach) hat der Verein jedoch auch zwei hochkarätige Neuzugänge verpflichtet.

Hinter den Angreifern befindet sich ein Pool an Teams, die bei gutem Saisonverlauf auch oben eingreifen können, vorerst aber einen einstelligen Tabellenplatz anpeilen und nach Kontinuität streben:

Ganz zufrieden war man in der Vorsaison weder beim SV Burkheim, noch in Ihringen, Denzlingen, Rimsingen, Weisweil oder beim FV Sasbach. Während in Burkheim und Sasbach, beides Mannschaften, die mit starken Individualisten gespickt sind, eine ambitionierte Saison nur knapp nicht mit dem Abstieg endete, landeten Ihringen und Denzlingen im sicheren Mittelfeld. Mit die prominentesten Neuzugänge der gesamten Liga zog der FV Sasbach mit der Verpflichtung von Haider und Bilal Dirani an Land. Beide waren zuletzt in der Verbandsliga aktiv. Allerdings muss der letztjährige Bezirksligaabsteiger auch den Abgang von Josef Tohmaz zum SV Waldkirch verdauen. In Ihringen will Christoph Schmidthäusler mit den Kaiserstühlern nach den Plätzen sieben, acht und neun in den vergangenen drei Jahren erneut einen guten Mittelfeldplatz erreichen. Ein ähnliches Ziel verfolgt Midhat Mandzo mit der Verbandsliga-Reserve des FC Denzlingen. Wobei es für die Zweite des FCD auch ruhig noch ein bisschen mehr sein darf als ein Platz im Mittelfeld. Eine große Unbekannte stellt der SV Burkheim dar. Nach dem Abgang von Trainer Falko Weis zur SpVgg Untermünstertal steht der Tabellenzwölfte des Vorjahrs erneut vor einem Umbruch. Der FC Rimsingen versucht sich nach zwei Jahren in der Kreisliga A, Staffel II, nun in der Staffel I. Nach dem Abgang von Michael Maier agiert die Elf von Neu-Trainer Patrick Sitterle daher in der Rolle eines Liganeulings, der sich ebenso schwer selbst einschätzen kann, wie er für die Konkurenz einzuschätzen ist. Nachdem der FC Weisweil zweimal in Folge unter Uwe Gleichauf ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback feierte und den Klassenerhalt sicherte, strebt die Mannschaft vom Kaiserstuhl dieses Jahr eine ruhigere Saison an. Als SG Weisweil-Forcheim geht man nach der Fusion ambitioniert in ein weiteres Jahr Kreisliga A. Abzuwarten bleibt, wie Weisweil den Abgang von Roland Grossmann verdauen wird, der seine Karriere beendete.

Drei von fünf Aufsteigern hielten in der Vorsaison die Klasse, für diese gilt es jetzt im zweiten Jahr der Kreisliga A, ihre guten Leistungen zu bestätigen um sich in der Liga zu etablieren.

Eine starke Debütsaison in der Kreisliga A absolvierte der SV Breisach. Auch im zweiten Jahr in der Staffel I peilt Frank Kocur mit seinem Team nun einen einstelligen Tabellenplatz an. Dabei helfen sollen unter anderem die beiden Neuzugänge Nico Herth und Felix Klaus. Auch für den SC Kiechlingsbergen und den SV Achkarren gilt es zunächst einmal, nichts mit den unteren Tabellenrängen zu tun zu haben. Dabei wollen sich beide Mannschaften wie in der Vorsaison zuhause ein Polster schaffen, um nicht in Abstiegsnöte zu geraten.


Zuletzt kommen drei Aufsteiger in die Liga hinzu, die allesamt den Klassenerhalt als vorderstes Ziel ausgeben.

Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der Kreisliga A, Staffel I, kehren die SF Winden in die Staffel I zurück. Dabei gilt es für die Mannschaft von Sascha Mock und Jörg Klausmann zunächst, sich so schnell wie möglich an die höhere Spielklasse zu gewöhnen. Nach Höhen und Tiefen in der Vorbereitung sind zum Saisonstart alle Mann an Bord. Mit dabei ist dann auch Neuzugang Felix Fest, der aus Gutach zu den Sportfreunden wechselte. Ein Jahr länger benötigte RW Glottertal für die Rückkehr in die Kreisliga A. Die Mannschaft von Jan Ernst testete für die höhere Liga unter anderem gegen die deutlich höherklassigen Teams des Bahlinger SC (0:8) und des FC Emmendingen (0:2). Die vielleicht größte Unbekannte in Staffel I ist in der Spielzeit 2017/18 der SC Eichstetten. Die junge Mannschaft von Martin Hils ist aber schon deshalb keineswegs zu unterschätzen, da ihr der Aufstieg aus der Kreisliga B souverän glückte.






Aufrufe: 03.8.2017, 11:20 Uhr
Lukas Karrer (BZ)Autor

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