Nach dem Pokalspiel am Sonntag gegen Eintracht Trier geht es für Aufsteiger SV Speicher am heutigen Freitag in der Liga los.
Nach dem Pokalspiel am Sonntag gegen Eintracht Trier geht es für Aufsteiger SV Speicher am heutigen Freitag in der Liga los. – Foto: Hans Krämer

Derby zwischen Ehrang/Pfalzel und Schweich ist ausverkauft

Bezirksliga: So sieht es vorm Saisonstart bei den 18 Mannschaften aus.

SV Speicher – SG Wallenborn (Freitag, 20 Uhr, Kunstrasen Speicher)

Der SV Speicher feiert gegen den letztjährigen Tabellenvierten aus Wallenborn sein Comeback in der überkreislichen Liga. „Es ist schon das vierte Mal, dass wir zum Saisonstart zu einem Neuling reisen müssen; es ist eine undankbare Aufgabe“, muss sich Wallenborns Trainer Stephan Zimmer mit der Aufstiegseuphorie beim SVS auseinandersetzen. Speichers Trainer Martin Wagener ist sich bewusst, dass es eine harte Nuss zu knacken gilt: „Es ist eine tolle Liga für uns, die mehr Intensität von uns erwartet.“

SG Bettingen – SV Rot-Weiß Wittlich (Freitag, 20 Uhr, Rasenplatz Oberweis)

Gleich mit einem Trainertrio will die SG Bettingen nach dem Zusammenschluss mit den „alten Freunden“ aus Baustert den Klassenerhalt realisieren. Die Eifeler belegten zum Abbruch der vergangenen Saison den letzten Tabellenrang. Gleich zum Start geht es gegen den Vorjahresfünften Rot-Weiß Wittlich, der den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben hat. Wittlichs neuer Trainer Frank Meeth hat Respekt vor dem Gegner: „Unterschätzen werden wir Bettingen nicht. Wir wollen aber aufsteigen und es wird sich zeigen, ob wir liefern können. Wir haben uns mit interessanten Jungs gezielt verstärkt“.

SG Saartal Irsch – SV Konz (Samstag, 16 Uhr, Rasenplatz Irsch)

Gleich mit einem Leckerbissen sollen die Fans in Irsch verwöhnt werden. Zu Gast ist der Lokalrivale aus Konz, gegen den es die Niederlage aus dem Vorjahr wettzumachen gilt. Mit der Neuverpflichtung der beiden Routiniers Dominik Zwick und Tobias Bayer, die bislang in der Luxemburgischen BGL-Ligue spielten, gelang den Saartalern ein Transfer-Coup.

Konz will seinen Mittelfeldplatz aus dem Vorjahr verteidigen, wie Trainer Thomas Berens betont: „Wir befinden uns noch in der Entwicklung. Wenn alles gut läuft, können wir im vorderen Mittelfeld der Tabelle landen.“

SG Kyllburg – SG Ruwertal (Samstag, 17 Uhr, Rasenplatz Badem)

Im letzten Spiel vor dem Abbruch der vergangenen Saison trennten sich beide Teams mit einem 2:2-Remis. Für Kyllburgs Trainer Roger Reiter wäre aber ein Sieg das richtige Signal: „Wir befinden uns in einer Umbruchphase. In anderthalb Jahren haben 14 Spieler aufgehört oder haben uns verlassen“, hat der Klassenerhalt für ihn Priorität.

Kleine Brötchen backt auch sein Trainerkollege Gerd Morgen, der nach sieben Jahren in Schillingen im Ruwertal anheuerte: „Ich erwarte eine Mannschaft, die mit uns auf Augenhöhe ist. Mal sehen, ob wir uns schon stabilisieren konnten.“

SG Nusbaum – SG Ralingen (Samstag, 19 Uhr, Rasenplatz Nusbaum)

Schon 18 Jahre lang gibt Trainer Frank Hermes bei der SG Nusbaum den Ton an, der achte Platz zum Zeitpunkt des Saison-Abbruchs bestätigt die Qualitäten des 47-jährigen Eifelers. „Für uns kann es nur ein Ziel geben und das heißt Klassenerhalt“, sagt er. Gegen Ralingen gehen die Eifeler als Favorit an den Start. Die Sauertaler belegten beim Abbruch den drittletzten Rang, doch Trainer Martial Servais gibt sich selbstbewusst: „Wir fühlen uns auf dem gleichen Level wie unser Gegner“.

SG Mont Royal Reil – SG Rascheid (Samstag, 20 Uhr, Kunstrasen Reil)

„In der Jugend liegt die Kraft“ – diesen Wahlspruch macht sich Dieter Kaiser, der sportliche Leiter der SG Mont Royal Reil, gern zu eigen. Doch neben den Jungspunden will der Aufsteiger mit erfahrenen Spielern wie Burak Gözen, Jannik Schon oder Stefan Caspari die Liga aufmischen.

„Wir wollen möglichst lange oben mitspielen“, will Rascheids Coach Sven Gaspers, der im Tandem mit Christian Alt die Hochwälder betreut, eine ähnlich gute Rolle wie im Vorjahr spielen.

SV Zeltingen-Rachtig – TuS Schillingen (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen Zeltingen)

Für Zeltingen-Rachtig bedeutet der Wiederaufstieg die Chance, wieder überkreislich Fuß zu fassen: „Der Aufstieg war für uns kein Muss, aber wir haben die Gelegenheit gerne genutzt. Wir stehen nach einem personellen Aderlass vor einer schweren Saison“, muss Coach Karl-Heinz Gräfen in seinem fünften Trainerjahr an der Mittelmosel alle Kräfte mobilisieren. Eine erste Standortbestimmung wird gegen den Gast aus Schillingen erwartet, der die vergangene Saison als Zwölfter beendete. Bei den Hochwäldern gibt mit dem 37-jährigen Sascha Freytag ein neuer Trainer sein Debüt: „Der Klassenerhalt ist wohl eine realistische Vorgabe. Mehr zu fordern, wäre vermessen.“

SG Wittlich/L/N – SG Daleiden (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Wittlich-Lüxem)

Als Tabellenzweiter beendete Wittlich die vergangene Abbruchsaison, Trainer Christoph Krähling will sich aber trotz der guten Ergebnisse nicht unter Druck setzen lassen: „Wir wollen die gute Saison aus dem Vorjahr wiederholen, sind aber nicht so vermessen, daraus Ansprüche auf den Titel abzuleiten.“

Starten müssen die Wittlicher gegen den letztjährigen Tabellensiebten aus Daleiden. Die Gäste, die mit Coach Andreas Theis ins vierte Trainerjahr starten, wollen sich von der Abstiegszone fernhalten und peilen einen einstelligen Tabellenplatz an. Theis: „Wir werden mutig in Lüxem auflaufen; wir glauben an unsere Stärken“.

FSG Ehrang – TuS Mosella Schweich (Sonntag, 15.30 Uhr, Rasenplatz Trier-Pfalzel)

Für Ehrangs Trainer Kevin Schmitt geht mit dem Aufstieg ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Wir haben es seit Jahren versucht. Nun können wir unsere Qualitäten ausspielen. Wir sind ordentlich aufgestellt und wollen alles versuchen, um in der Liga zu bleiben.“ Auf kleiner Flamme will dagegen Mosella-Coach Jochen Weber das Nachbarschaftstreffen kochen lassen: „Es ist kein besonderes Spiel für uns, kein Derby wie gegen Mehring oder Tarforst. Ehrang hat eine tolle Mannschaft, wir wollen aber natürlich gewinnen.“

Bereits im Vorfeld ist die Partie ausverkauft: Coronabedingt dürfen nur 300 Besucher auf die Anlage in Pfalzel. Alle Tickets sind nach dem Vorverkauf vergriffen. Die FSG bittet alle Fans ohne Karte, den Sportplatz nicht unnötig anzusteuern, damit die Abstandsregel eingehalten werden kann.

2112 Aufrufe4.9.2020, 08:59 Uhr
Josef WeirichAutor

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