
In der Oberliga Baden-Württemberg der A-Junioren war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service.
TSG Balingen – SSV Reutlingen 2:2
Was für ein nervenaufreibendes Herzschlagfinale in Balingen! Die Gäste aus Reutlingen erwischten den besseren Start, als Elia Borgia (20.) die Kugel mit viel Entschlossenheit zur Führung versenkte. Die TSG schüttelte sich jedoch kurz und kämpfte sich mit Leidenschaft zurück, was bereits in der 26. Minute mit dem Ausgleich belohnt wurde. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein packender Schlagabtausch, in dem Andrija Milenkovic (63.) die Reutlinger erneut vom Auswärtssieg träumen ließ. Die Schlussphase glich einer emotionalen Belastungsprobe für beide Fanlager: Als die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, mobilisierte Balingen die letzten Kraftreserven. In der fünften Minute der Nachspielzeit wurde Sahcan Izgi (90.+5) zum absoluten Helden des Tages, als er den Ball zum viel umjubelten Ausgleich über die Linie drückte und damit einen Punkt der puren Moral sicherte.
SG Sonnenhof Großaspach – VfR Aalen 0:1
Ein intensives Duell, das vor allem von der taktischen Disziplin und hart geführten Zweikämpfen lebte. In der ersten Halbzeit schenkten sich beide Teams keinen Zentimeter Boden, wobei die Defensivreihen kaum Lücken ließen. Der entscheidende Moment der Leidenschaft gehörte schließlich den Gästen aus Aalen: Kurz nach dem Wiederanpfiff bewies Alessio Gusciglio (51.) enorme Kaltschnäuzigkeit und markierte den Führungstreffer. Großaspach warf in der Folge alles nach vorne und rannte unermüdlich gegen das drohende Unheil an, doch die Abwehr des VfR stand wie ein Fels in der Brandung. Ein Erfolg der Entschlossenheit, den die Aalener bis zum Schlusspfiff mit unbändigem Siegeswillen verteidigten.
SV Waldhof Mannheim – FC-Astoria Walldorf 7:1
Eine regelrechte Machtdemonstration, die die Zuschauer von der ersten Minute an in Staunen versetzte! Die Hausherren spielten sich in einen berauschenden Rausch und eröffneten das Torfestival bereits in der 5. Minute. Walldorf fand gegen die Spielfreude der Mannheimer kaum ein Mittel, die noch vor der Pause in der 42. Minute nachlegten. Nach dem Seitenwechsel brachen alle Dämme: Ein Doppelschlag in der 57. Minute und ein verwandelter Foulelfmeter in der 60. Minute schraubten das Ergebnis in die Höhe. Zwar unterlief den Gastgebern in der 63. Minute ein unglückliches Eigentor zum 4:1, doch die Antwort folgte prompt und gnadenlos. Mit weiteren Treffern in der 74., 76. und 80. Minute machten die Blau-Schwarzen den Kantersieg perfekt. Ein Nachmittag voller Offensivpower, der die Überlegenheit des Waldhof eindrucksvoll unterstrich.
Freiburger FC – TuS Ergenzingen 2:0
Der Freiburger FC präsentierte sich vor heimischer Kulisse als eine geschlossene Einheit mit klarem Fokus. Henry Lay (37.) brach nach einer intensiven Anfangsphase den Bann und versetzte den Anhang mit seinem Führungstreffer in Verzückung. Ergenzingen gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und investierte viel Herzblut in die Offensivbemühungen, biss sich jedoch immer wieder an der stabilen Freiburger Hintermannschaft die Zähne aus. In der Schlussphase, als die Gäste alles riskierten, sorgte Drini Olluri (85.) für die endgültige Entscheidung. Mit einer leidenschaftlichen Aktion markierte er den zweiten Treffer und besiegelte damit einen Heimsieg, der durch Konsequenz und eine konzentrierte Mannschaftsleistung errungen wurde.
TSG 62/09 Weinheim – SG HD-Kirchheim 2:4
Ein absolut verrücktes Fußballspiel, das die Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle schickte! Til Huber (38.) brachte die Gäste aus Kirchheim zunächst in Front, doch Weinheim kam mit unbändigem Willen aus der Kabine. Imam Toraman (62.) glich aus, und als Ismet Kartal (82.) die TSG zur Führung schoss, schien die Partie zu kippen. Doch was dann folgte, war pure Dramatik: Quasi im Gegenzug markierte Jakob Böss (82.) den erneuten Ausgleich. In einer hochemotionalen Schlussphase wurde Til Huber zum ultimativen Matchwinner. Mit zwei weiteren Treffern in der 88. und 90. Minute machte er seinen Hattrick perfekt und sicherte der SG HD-Kirchheim in einem furiosen Finale drei Punkte. Ein Spiel der Extreme, das durch die individuelle Klasse in den Schlussminuten entschieden wurde.
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