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SV Walbeck ärgert den MSV Duisburg

In der Niederrheinliga der Frauen verliert der Underdog mit 0:2. Ein Elfmeter sorgt für die Wende. Viktoria Winnekendonk verliert das Topspiel in der Landesliga.

von RP / Klaus Schopmans · 19.11.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
Der SV Walbeck hat dem MSV Duisburg einen harten Kampf geliefert.
Der SV Walbeck hat dem MSV Duisburg einen harten Kampf geliefert. – Foto: SSVg Velbert 02

Als Friedel Baumann, Trainer des SV Walbeck, vor dem Spiel beim MSV Duisburg, dem unangefochtenen Spitzenreiter der Niederrheinliga, ankündigte, man wolle dort das Spiel „nicht herschenken“, klang das selbstbewusst – aber es waren keine leeren Worte. Der Tabellenvorletzte bot dem Favoriten über weite Strecken einen leidenschaftlichen Kampf.

Fast 70 Minuten hielt das Walbecker Bollwerk stand, ehe ein Strafstoß – Kategorie „kann man geben, muss man aber nicht“ – die Duisburgerinnen auf die Siegerstraße brachte. Trotz des Rückschlags blieb der große Einbruch aus. Der Walbeck fightete weiter um jeden Meter. Erst in der Nachspielzeit gelang dem MSV Duisburg der entscheidende zweite Treffer zum 2:0 (2:0)-Endstand. „Wir haben zwar das Spiel verloren, aber wir haben als Team gewonnen“, sagte Baumann. „Meine Mannschaft hat sich als echte Einheit präsentiert – zweikampfstark und taktisch diszipliniert.“

Der MSV Duisburg dominierte zwar das Geschehen mit gefühlten 90 Prozent Ballbesitz, tat sich aber schwer, klare Torchancen zu kreieren. Der SV Walbeck hingegen setzte immer wieder vereinzelte Nadelstiche nach vorne, ansonsten verlebte die MSV-Keeperin einen ruhigen Nachmittag. Mut macht der Auftritt aber allemal.

Die Walbeckerinnen wollen die positiven Eindrücke mitnehmen – denn in zwei Wochen steht das enorm wichtige Kellerduell gegen den CfR Links an. Eine Woche später ist dann das Schlusslicht Union Nettetal am Bergsteg zu Gast. „Wir gehen mit Zuversicht in die kommenden Spiele. Unser Ziel ist es, die Abstiegsränge noch vor der Winterpause zu verlassen“, erklärte Baumann.

Rückschlag vor Pokalduell

Einen gebrauchten Tag erwischte Viktoria Winnekendonk beim FC Kray in der Landesliga der Frauen. Das Team kassierte ein 2:3 (2:1) – obwohl es viel erfolgreicher ausgesehen hatte. Nach zwei schön herausgespielten Treffern durch Luisa Pastoors und Anna Klucken lag die Viktoria nach 30 Minuten komfortabel mit 2:0 vorne. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang Kray jedoch der wichtige Anschluss, und nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando. Der Ausgleich in der 63. Minute war die logische Folge.

Erst danach fing sich Winnekendonk wieder und erspielte sich einige gute Möglichkeiten, doch die Chancen blieben ungenutzt. Bitter wurde es in der Schlussminute: Ein umstrittener Elfmeter brachte Kray den 3:2-Sieg.

„Das war eine bittere Niederlage“, sagte Viktoria-Trainer Mathis Kleinkemm. „Wir haben aber nach der frühen Führung zu wenig investiert und den Gegner zurück ins Spiel geholt.“ Trotz der Enttäuschung bleibt Winnekendonk auf dem zweiten Tabellenplatz, den man bis zur Winterpause unbedingt verteidigen möchte.

Im Achtelfinale des Niederrheinpokals wartet am kommenden Samstag (16.30 Uhr) eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit TUSA Düsseldorf ist der Tabellenzweite der Niederrheinliga in Winnekendonk zu Gast. Kleinkemms Team geht als Außenseiter in die Partie.