Augsburgs Coach Josef Steinberger: "Ich war einer der Wenigen, die bereits vor der Saison gesagt haben, dass Wacker zum engeren Favoritenkreis um den Aufstieg zählt"
Augsburgs Coach Josef Steinberger: "Ich war einer der Wenigen, die bereits vor der Saison gesagt haben, dass Wacker zum engeren Favoritenkreis um den Aufstieg zählt" – Foto: Michael Hilpert

Augsburg will gegen Wacker Burghausen "einen Sahnetag erwischen"

Pipinsried gegen Tabellenletzten Rosenheim abgesagt +++ Keller-Duell Rain gegen Eltersdorf +++ Burghausen zu Gast in Augsburg

Die Reserve des FC Augsburg (derzeit Tabellen-Platz 16) empfängt an diesem Nachholspieltag der Regionalliga Bayern um 19 Uhr den SV Wacker Burghausen, der momentan mit 25 Punkten aus zwölf Spielen (10 Heim- und 15 Auswärtspunkte) auf einem hervorragenden dritten Platz rangiert. Die bisherige Bilanz spricht dabei klar für die Werkself aus Oberbayern: 8 Siege, 5 Remis und 3 Niederlagen konnten die Männer von Coach Leonhard Haas bis dato gegen die Schwaben für sich verbuchen. Doch die zuletzt mit einem 1:1-Achtungserfolg in Aubstadt vom Platz gegangene Steinberger-Elf will nichts unversucht lassen, um die Punkte in Augsburg zu lassen. „Die Stimmung im Team ist eigentlich immer gut - sie sollte aber auch nicht zu gut sein. Sie steht und fällt mit den Erfolgen bzw. Misserfolgen“, teilt der FCA-Trainer realistischerweise mit.

Schließlich trifft im Keller-Duell der 17. aus Eltersdorf gegen den 18. aus Rain am Lech (Anstoß: 17.30 Uhr). Letzteres Team gewann am vergangenen Spieltag mit 1:0 in Eichstätt und konnte sich so mit einem Ausrufezeichen vom letzten Tabellenplatz lösen. Die Quecken behielten in den beiden jüngsten Liga-Spielen gegen Buchbach und Aschaffenburg ebenfalls die Oberhand. Gewinnen die Eltersdorfer, können sie bis auf sechs Punkte davonziehen.

Das Spiel FC Pipinsried (Tabellen-Neunter) gegen das derzeitige Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim musste kurzfristig abgesagt werden: Im Umfeld des FC Pipinsried gibt es eine Corona-positiv getestete Person.

FC Augsburg II
3:1
SV Wacker

Josef Steinberger (Trainer FC Augsburg II): "Ob die längere Spielpause für uns ein Vor- oder Nachteil ist, werden wir auf dem Platz sehen. Grundsätzlich ist es nach vielen englischen Wochen nicht schlecht, wenn man etwas durchschnaufen kann. Den Rhythmus haben wir aufgrund der Unterbrechung nicht verloren. Es ist, wie's ist.

Wir gehen in jedes Spiel mit dem Vorhaben, die drei Punkte einzufahren, hinein. Das gelingt uns mal mehr mal weniger gut. Wir wissen, dass es gegen Wacker eine ganz schwierige Aufgabe wird. Ich war einer der Wenigen, die bereits vor der Saison gesagt haben, dass Wacker zum engeren Favoritenkreis um den Aufstieg zählt. Sie haben mit Bayreuth und Schweinfurt die Top-Mannschaften geschlagen, haben gegen Teams von weiter hinten überraschend Feder gelassen. Sie sind aber voll im Rennen - man hat gegen 1860 München im Pokal gesehen, dass sie eine absolute Top-Mannschaft haben. Daher wissen wir, dass wir einen Sahnetag erwischen müssen - wenn das der Fall ist, wissen wir auch, dass wir auch gegen solche Teams punkten können."

Personalien: Mario Subaric ist gelb-rot gesperrt; Dominic Schmidt fällt aus (Gehirnerschütterung); die Lanzeit-Verletzten David Deger, Yannick Oberleitner und Josue M'bila sind nicht mit an Bord; Neuzugang Achitpol Keereerom (im Training verletzt).

Karl-Heinz Fenk (Sportlicher Leiter SV Wacker Burghausen): "Augsburg hat erst zehn Spiele absolviert. Letztendlich bin ich davon überzeugt, dass zweite Mannschaften von Proficlubs immer eine gewisse Anlaufzeit brauchen. Augsburg hat in Aubstadt 1:1 unentschieden gespielt - wir wissen, wie schwer es dort ist -, in Rain haben sie 4:2 gewonnen. Mit 15 Gegentreffern haben sie eine stabile Abwehr. Da müssen wir definitiv erst einmal Lösungen finden. Das wird kein Selbstläufer. Wir müssen das Maximale abrufen, um am Ende des Tages erfolgreich zu sein."

Personalien: Fragenzeichen hinter den Einsätzen von Moritz Moser (Leistenprobleme) und Christoph Schulz (muskuläre Probleme)

TSV Rain
0:2
Eltersdorf

Christian Krzyzanowski (Trainer TSV Rain am Lech): "Aufgrund der momentanen Personalsituation hätte ich das Duell gerne zu einem anderen Zeitpunkt gehabt. Wir haben wieder ein paar Verletzte dazu bekommen, daher wird das ein ganz schwieriges Spiel. Dennoch versuchen wir die letzten Kräfte zu mobilisieren und einen Sieg einzufahren, damit wir punktemäßig mit Eltersdorf gleichziehen können.

Der 1:0-Sieg zuletzt gegen Eichstätt war ganz wichtig - dass die Jungs wieder an sich selbst glauben. Wir wollen das Positiverlebnis mitnehmen in das nächste Spiel. Wir haben hinten zu null gespielt - darauf gilt es aufzubauen. Wir wollen über die kämpferische Linie kommen, wollen versuchen stabil zu stehen und immer wieder vorne Nadelstiche setzen.

Wir werden gegen einen sehr kampf- und laufstarken Gegner antreten, der die letzten fünf Spiele dreimal gewonnen hat und der in der Liga nun angekommen ist."

Personal: neben den längerfristig Verletzen fällt Mittelfeldspieler Arif Ekin aus; ein großes Fragezeichen steht hinter Stürmer Abdel Abhou Khalil und Spielertrainer Johannes Müller; nicht dabei sein wird René Schröder (gelb-gesperrt).

Will punktemäßig mit dem SC Eltersdorf gleichziehen: Rain-Trainer Christian Krzyzanowski.
Will punktemäßig mit dem SC Eltersdorf gleichziehen: Rain-Trainer Christian Krzyzanowski. – Foto: Gerd Jung

Bernd Eigner (Trainer SC Eltersdorf): "Natürlich liegt unser Hauptaugenmerk auf den Punktspielen. In den letzten Spielen haben wir uns endlich belohnt. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe in Rain, gehen aber mit gesundem Selbstbewusstsein in die Partie."

Nach zwei Wochen Pause greift der SC Eltersdorf nun wieder ins Liga-Geschehen ein. Am vergangenen Wochenende musste das Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II aufgrund einiger Corona-Fälle beim Kleeblatt abgesagt und auf Dienstag, 26. Oktober, verlegt werden.

Im Pokalspiel gegen die Würzburger Kickers kamen einige Spieler zum Zuge, die zuletzt nicht in der Anfangsformation gestanden hatten. Speziell in der ersten Halbzeit war man auf Augenhöhe, letztlich setzte sich aber die größere Erfahrung und spielerische Klasse des Zweitliga-Absteigers durch. Die jüngste Eltersdorfer Erfolgsserie nach zuletzt zwei Siegen zuhause gegen Buchbach (4:2) bzw. in Aschaffenburg (4:1) soll möglichst beim Gastspiel in Rain fortgesetzt werden."

Personalien: Verzichten muss Trainer Eigner weiterhin auf Jens Wartenfelser (Sehnenriss) sowie auf den gelb-gesperrten Robin Renner.

Aufrufe: 013.9.2021, 15:30 Uhr
Stephan HörhammerAutor

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