
Der Kreispokal Kleve/Geldern hat die nächste Überraschung. In der dritten Runde setzte sich der A-Ligist SV Veert überraschend gegen den um eine Klasse höher spielenden Bezirksligisten SV Rindern durch. Die Veerter gewannen die Pokalschlacht mit 4:3 (0:2/2:2) nach Verlängerung. Groß war die Freude beim SVV, ebenso groß die Enttäuschung bei den Gästen aus Rindern.
„Wir haben einfach nicht gut gespielt. Nach unserer 2:0-Führung hat sich mein Team offenbar zu sicher gefühlt“, sagte der Rinderner Coach. Denn nach den Toren von Lukas Müller (21.) und Florian Engelen (37.) schlich sich der Schlendrian ins Spiel der Gäste ein. Die Veerter nutzten die Fehler der Rinderner und übernahmen zunehmend die Kontrolle. „Vor allem in der zweiten Halbzeit hat uns die Überlegenheit gefehlt, die wir in der ersten Halbzeit hatten“, sagte Roeskens.
Die Veerter kämpften in Durchgang zwei leidenschaftlich gegen die Niederlage an und wurden belohnt. Der spielende Co-Trainer Robin Barth stand nach seiner Einwechslung gerade erst auf dem Platz, da fiel auch schon das erste Veerter Tor. Der Rinderner Peter Mayr (76.) hatte den Ball ins eigene Tor befördert. Routinier Holger Jansen (84.) ließ den Hülspaßweg dann in der 84. Minute wieder jubeln, als er den 2:2-Ausgleich erzielt hatte.
Es ging in die Verlängerung. Und der SV Veert hatte Blut geleckt. Christian Jürgens (98.) und Robin Barth (104.) brachten die Veerter mit 4:2 in Führung und sorgten für Partystimmung am Stankett. Der SV Rindern kam durch Maximilian Janssen (113.) noch auf 3:4 heran, dabei blieb es aber.
„Die Veerter haben verdient gewonnen und es sehr gut gemacht. Sie haben sich in der Verlängerung mit Mann und Maus vor uns geschmissen“, so Roeskens. Er hatte in seinem Team zwar personell etwas rotieren lassen – auch, weil neun Spieler fehlten. Als Ausrede wollte er das aber ausdrücklich nicht gelten lassen. „Hätten wir das 3:0 noch vor der Pause gemacht, wäre das Spiel vielleicht anders abgelaufen. So sind wir jetzt kalt erwischt worden.“
