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SV Veert ist wieder da, wo er hingehört

Die Schwarz-Gelben haben die Rückkehr in die Kreisliga A Kleve/Geldern perfekt gemacht. Sportliche Leiter Marvin Brünken erklärt, wie es jetzt weitergeht und wer die Nachfolge von Meistermacher Matthäus Kowalski antritt.

von RP / Heinz Spütz · 29.05.2025, 17:00 Uhr · 0 Leser
Der SV Veert ist zurück in der Kreisliga A.
Der SV Veert ist zurück in der Kreisliga A. – Foto: Susanne Schmidt

Die Anzeigetafel am Hülspaßweg zeigte am Sonntag ein klares Ergebnis: 5:0 für den SV Veert gegen den TSV Weeze II. Doch was dieses Spiel wirklich bedeutete, lässt sich gar nicht in Zahlen ausdrücken. Es war der emotionale Schlusspunkt unter eine Erfolgssaison, die den SV Veert nach zwei Jahren in der B-Liga zurück in das Kreisliga-Oberhaus geführt hat.

Aufstieg und Titel schon vor dem Sonntag sicher

Schon vor dem Anpfiff stand fest: Der SV Veert ist Meister. Daran gab’s nach der 1:3-Niederlage des einzigen Verfolgers FC Aldekerk II gegen den Kevelaerer SV II eine Woche zuvor auch theoretisch nichts mehr zu rütteln. Am Sonntag war nun Zeit zum Genießen. Und zum Toreschießen.

Das erste Tor des Tages schoss Angreifer Simon van Stephoudt – es handelte sich ganz nebenbei um Saisontreffer Nummer 100 der Schwarz-Gelben. Ein runder Meilenstein, der für die Offensivkraft des Teams spricht. Ohnehin hat der SV Veert in dieser Saison spielerisch und kämpferisch Maßstäbe gesetzt.

„Wir haben unser erklärtes Saisonziel erreicht“, sagte Trainer Matthäus Kowalski kurz nach dem Abpfiff, als sich bereits die Bierbecher in den Händen der Fans leerten und der Grill auf Hochtouren lief. „Der SV Veert gehört ganz einfach in die Kreisliga A. Im Grunde hatte ich zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Zweifel, dass wir es nicht schaffen könnten. Es war eine Leistung des gesamten Teams.“

Im Winter noch längst nicht sicher

Nach der Winterpause hatte es zeitweise noch nicht nach Aufstiegsparty gerochen. Einige Male hatte der Titelaspirant überraschend Federn lassen müssen – beispielsweise beim 0:5 am Koetherdyck beim SV Sevelen II oder beim 2:4 gegen Rot-Weiß Geldern. Doch ein 4:0-Sieg in Kevelaer sollte Mitte April die ersehnte Wende einläuten. „Danach haben wir unseren Vorsprung auf die Aldekerker Reserve kontinuierlich ausgebaut“, so Kowalski. „Für mich stand damals schon fest, dass wir unser Ziel erreichen.“

Mit dieser Überzeugung im Rücken ließ das Team keine Zweifel mehr am Titelgewinn aufkommen. Der SV Veert dominierte nicht nur spielerisch, sondern präsentierte sich zudem als verschworene Einheit. „Der Aufstieg ist verdient, weil wir in meinen Augen die beste Mannschaft der Liga gestellt haben und jeder für jeden gekämpft hat“, sagte Kapitän Janis Koschitzki, dem die Freude über den Triumph deutlich anzusehen war. Nach dem Abpfiff ging die Partie in die Verlängerung. Nach den obligatorischen Bierduschen wurde der Grill angeworfen, der Vorstand spendierte Freibier, aus den Boxen dröhnte Ballermann-Musik – die dritte Halbzeit ließ keine Wünsche offen. Doch bei aller Euphorie blickt man in Veert schon nach vorne. Sportlicher Leiter Marvin Brünken hat die Weichen für die kommende Saison bereits gestellt und wagt einen ersten Ausblick: „Wir haben drei Abgänge, aber sechs Zugänge bereits sicher. An zwei weiteren Spielern bin ich dran, da muss ich noch abwarten.“

Besonders erfreulich: Einige Rückkehrer schließen sich dem Verein erneut an, darunter Christian Jürgens, Niklas Hoffmann, Andre van Well, Luis Genego und Serkan Külcür, die allesamt schon das schwarz-gelbe Trikot getragen haben. Dazu stoßen zwei A-Jugendliche sowie Routinier Holger Janßen vom SV Straelen zum Team.

Diese Abgänge verzeichnet der Verein: Niko van Bergen wechselt zum SV Straelen, Nils van Treeck hängt die Fußballschuhe an den Nagel und Justus Bünnings legt eine Pause ein. Meistertrainer Matthäus Kowalski tritt aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück. Die Verantwortung übernimmt künftig sein bisheriger Assistent Arlind Gashi. Unterstützt wird er von Robin Barth, der als spielender Co-Trainer fungiert. Neu im Funktionsteam ist Leon Heyn, der künftig als Mannschaftsbetreuer agiert.

„Wir wollen in der neuen Klasse gut mitspielen und natürlich den Abstieg vermeiden“, formuliert Brünken die recht bescheidene Zielsetzung.

Mit dieser Mischung aus Aufbruchstimmung, Kontinuität und lokaler Verwurzelung geht der SV Veert mit breiter Brust an die neue Herausforderung heran. Am Hüls­paßweg lebt der Fußball – und der SV Veert ist bereit, das nächste Kapitel einer Erfolgsgeschichte zu schreiben.