
Langeweile kommt beim SV Uffing aktuell nicht auf. Ganze 18 Tore fielen in den vergangenen drei Kreisklassepartien und auch gegen den ASC Geretsried kamen die Zuschauer auf ihre Kosten.
Mit einem 6:4-Erfolg gingen die Fußballer von Florian Neuner am Ende vom Feld. Doch sie hätten die Nerven ihres Coaches schonen können. „So etwas brauche ich nicht jede Woche“, sagt Neuner über die Szenen, die sich im zweiten Abschnitt am Samstag abgespielt hatten. Überlegen führte seine Elf nach 62 Minuten mit 5:0, spazierte förmlich zum vierten Erfolg in Serie. Doch dann setzten die Gäste zu einer Aufholjagd an, die am Ende fast noch gekrönt wurde.
Neuner hatte nach einem Kopfballtreffer des Tabellendritten schon so eine leise Vorahnung. „Nach dem Anschluss habe ich kurz gedacht, dass es noch richtig schieflaufen könnte. Wir sind überhaupt nicht mehr mit den weiten Bällen der Geretsrieder zurechtgekommen.“ Lag auch daran, dass mit Christoph Seidl der einzig großgewachsene Mittelfeldspieler schon nach 40 Minuten angeschlagen auf die Bank humpelte.
Von der Seitenlinie musste der Kapitän mit ansehen, wie eine Flanke nach der anderen in den Uffinger Strafraum flog – alle vier Gegentore fielen per Kopf. Erlösung brachte erst ein Konter in der Nachspielzeit durch Simon Gerg und krönte damit eine eigentlich eindrucksvolle Vorstellung der Heimelf.
Denn zuvor hatte Neuners Elf ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Das frühe 1:0 durch Felix Hoffmann war ein Geniestreich. Fast von der Mittellinie zog er ab und überraschte damit Phil Malzacher. „Ich hab‘ die Jungs darauf hingewiesen, dass der ASC-Keeper oft recht weit vor seinem Kasten steht.“ Die weiteren Treffer durch Martin Weingand, Florian Popp, Kilian Wiehle und erneut Hoffmann resultierten aus schön heraus gespielten Angriffen. Am Ende war daher auch der Coach zufrieden: „Hut ab vor den Jungs. Sie haben einen brutalen Willen gezeigt.“