Wortführer: Pollings Torwart Mathias Schuster (Trikotnummer 1) im Jubelkreis nach dem 3:0-Heimsieg gegen den SV Uffing. Der Keeper hatte während der Partie mehrere starke Paraden gezeigt.
Wortführer: Pollings Torwart Mathias Schuster (Trikotnummer 1) im Jubelkreis nach dem 3:0-Heimsieg gegen den SV Uffing. Der Keeper hatte während der Partie mehrere starke Paraden gezeigt. – Foto: Andreas Mayr

SV Polling: Überragender Mathias Schuster beim Sieg über den SV Uffing

Mathias Schuster als „Man of the Match“

SV Polling
3:0
SV Uffing



Die Pollinger Jungs konnten sich über einen 3:0-Sieg gegen den SV Uffing freuen. Neben den tollen Paraden von Schuster, kam es kurzzeitig zu einer Rudelbildung.

Polling
– Es war Mathias Schuster ein großes Anliegen, die Rolle des Ringsprechers zu übernehmen und den 3:0-Sieg über Uffing in den Nachthimmel zu brüllen. Niemand im Pulk hinderte den Torwart daran, weil alle wussten, wie viel ihm dieser Sieg bedeutet. Die vergangenen Wochen und Monate waren keine leichten. Schuster, das bestätigen seine Trainer, hielt oft formidabel, doch „zu Null“ hat Polling in dieser Kreisliga-Saison bislang noch nicht gespielt.

Bis zum gestrigen Spiel, das die Pollinger wie ein Derby behandeln, und das vor allem Schuster so viel bedeutet, weil er Freunde in Uffing hat. Oftmals habe das Team Schuster „im Stich gelassen“, wie Trainer Robert Färber sagt. Diesmal stemmten sich alle zusammen gegen die Uffinger Offensive, die geprägt ist von Kraft und Dynamik des Georg Kutter. Ein Ausnahmespieler, den der FC Bayern und der TSV Murnau ausgebildet haben, der vorige Woche Deisenhofen mit drei Toren abschoss, der nicht einmal reklamiert, wenn er zum zehnten Mal gelegt wird. Diesem Georg Kutter stellte sich Schuster in den Weg. Sogar gleich zweimal und parierte auf spektakuläre Weise, wobei fast jede Parade bei Schuster Spektakel ist. Der Keeper rettete noch in zwei weiteren Aktionen gegen freistehende Uffinger, dass sogar Thomas Neumeier, Trainer beim SVU von einem „super gegnerischen Torwart“ schwärmte.

SV Polling: Überragender Mathias Schuster im Tor

Die Hälfte des Erfolgs steht Schuster zu. Das Einzige, das er nicht leisten kann, sind Tore. Das 1:0 fiel per Elfmeter von Sebastian Gößl in der Nachspielzeit der ersten Hälfte; Maximilian Hensel war gefoult worden. Beim 2:0 (ein Schuss von Maximilian Baumgartner) waren nach dem Wechsel gerade zwei Minuten vergangen. „Sehr günstig“ nennt Färber die Zeitpunkte. „Das Quäntchen hatten wir sonst immer gegen uns.“ Vor dem zweiten Tor hatte der Ball den Offiziellen berührt. Uffing forderte eine Unterbrechung samt Schiedsrichterball. Der Unparteiische pfiff nicht, was zu Protesten führte. Als er kurz darauf ein Handspiel von Michael Schöttl im Strafraum ungesühnt ließ, wären die Uffinger Zuschauer am liebsten auf den Platz gestürmt.

Nach dem 3:0 von Felipe Creutzner entlud sich die Spannung. Klaus Staltmeier, Abteilungsleiter der Gäste, stürmte auf Färber zu, der zuvor eine Geste Richtung Uffinger Bank gezeigt hatte. Die Gäste sahen sich provoziert. Der Pollinger Coach klärt auf: „Ein komplettes Missverständnis. Ich meinem Keeper die Faust gezeigt. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Provokateur bin.“ Staltmeier sah’s anders: „Wenn ich als Torwart so eine Handbewegung gezeigt bekomme, würde ich mich wundern.“ Nach dem Spiel hatte sich die Lage wieder beruhigt. Polling feierte den siebten Punkt im dritten Spiel mit Bier und den Fans. Färber findet’s „eigentlich schade, dass die Punktspiele zu Ende sind“, wo doch sein Team so gut drauf ist.

SV Polling - SV Uffing 3:0

Tore: 1:0 (45.+2.) Gößl, 2:0 (48.) Baumgartner, 3:0 (74.) Creutzner. Zuschauer: 150.

(Andreas Mayr)

Aufrufe: 012.10.2020, 12:00 Uhr
Weilheimer Tagblatt / Andreas MayrAutor

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