Sebastian Reissenweber (r.) und seine Teamkollegen vom FC Kochelsee Schlehdorf gingen in Penzberg als Sieger vom Platz
Sebastian Reissenweber (r.) und seine Teamkollegen vom FC Kochelsee Schlehdorf gingen in Penzberg als Sieger vom Platz – Foto: oliver rabuser

Benediktbeuern mit sehenswerter Aufholjagd - FCK Schlehdorf dreht das Spiel in Penzberg

Kreisklasse Zugspitze 3 kompakt

Der SV Münsing und der FCK Schlehdorf feierten jeweils enge Auswärtssiege. FC Garmisch II gewann gegen Höhenrain. Benediktbeuern landete fast die Sensation.

FC Garmisch II - FSV Höhenrain 2:1 (1:0)

Das war zu wenig – in diesem Punkt waren sich alle Höhenrainer einig. „Das hat auch die Mannschaft selber so gesehen: Wir haben einfach zu wenig investiert“, erklärte FSV-Trainer Peter Hösl nach der 1:2-Niederlage bei der abstiegsbedrohten Landesligareserve. Anders die Gastgeber, für die es die letzte Chance war und die entsprechend aufgetreten sind. „Die haben alles investiert“, fand Hösl.

Garmisch-P. II
2:1
Höhenrain

Weil Andreas Mühr nur den Pfosten (30.) und David Lech (40.) nur die Latte trafen, ging es mit einer 1:0-Führung für den FC (Beqir Loshi/39.) in die Pause. Erst nachdem Loshi auf 2:0 (60.) gestellt hatte, „sind wir dann aufgewacht“, sagte der FSVCoach. „Aber das war zu spät.“ So reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch David Lech (76.). „Das ist ärgerlich, wenn man so weit fährt, möchte man auch was mitnehmen“, fasste Hösl zusammen. (rst)

TSV Benediktbeuern - WSV Unterammergau 4:5 (1:4)

Spitz aufKnopf, Spannung bis zum Schluss. „Schade, dass es nicht für Punkte gereicht hat“, sagt der Beurer Trainer Willi Link. Sein Team startete nach einer verschlafenen ersten Halbzeit gegen Spitzenreiter Unterammergau eine furiose Aufholjagd. Nach 1:4 zur Pause und einer Kabinenpredigt des Trainers – „so wollen wir uns im letzten Heimspiel nicht verabschieden“ – waren die Gastgeber nach dem Wechsel spielbestimmend. Thomas Poelts Kracher aus 25 Metern konnte WSV-Spieler Moritz Korntheuer vor der Linie nicht mehr entscheidend abwehren (47.). „Wir haben die ganze Zeit Gas gebeben, auf das Tor gedrückt“, sagt Link. Doch erst in der Nachspielzeit fielen die Treffer.

Benediktbrn.
4:5
U-ammergau

Erst verkürzte Florian Ketterl (90.+2), dann erhöhte Robin Reiter (90.+3) für die Gäste auf 5:3. Doch Johann Leis (90.+4) brachte Benediktbeuern noch einmal auf 4:5 heran. „Wir haben gezeigt, dass wir den Spitzenreiter doch ärgern können“, freut sich Link. Doch die restlichen zwei Minuten Nachspielzeit brachten nichts mehr ein. Die Punkte vergab der TSV aber schon in der ersten Hälfte, als er nach Benedikt Guggemos’ 1:0 (16.) zu wenig nach vorne und zu viele Fehler machte und den großen Rückstand erst wieder aufholen musste. (nic)

ESV Penzberg - FC Kochelsee Schlehdorf 1:2 (1:0)

Zwei Spieltage vor Saisonende schafft der FC Kochelsee Schlehdorf den Durchbruch. Zwar sprechen noch rechnerische Variablen gegen eine endgültige Rettung; doch ist die Wahrscheinlichkeit auf eine weitere Spielzeit in der Kreisklasse nach dem 2:1 in Penzberg drastisch gewachsen. Das Team von Maxi Wagner beeindruckte mit Geschlossenheit, Willensstärke und Unbeugsamkeit. „Ich bin extrem stolz auf Euch“, ließ der scheidende Coach seine Mannen wissen. Vor allem, wie sie den frühen Rückstand weggesteckt und sich nicht vom Weg haben abbringen lassen.

ESV Penzberg
1:2
FC Kochelsee

Zumal ein WembleyTor von Juri Schindler zum Ausgleich keine Anerkennung fand. Der Pausenrückstand fußte auf „nicht klar bespielte Situationen“. Benno Beinhofers Dropkick aus der Drehung zischte über den Querbalken, bevor dem Basketballer, der das Schlehdorfer Spiel mit seiner Athletik aufwertete, doch der Ausgleich gelang. Später ergriff Sebastian Reißenweber beim Freistoß von Andi Huber die Initiative, köpfte zum 2:1 ein. Es war der Siegtreffer, weil die Gäste in der Schlussphase Glück hatten und Penzberger Chancen vereitelten. (or)

ASV Eglfing - SV Münsing 2:3 (1:0)

Ein „typisches Münsing-Spiel“ sah Ralf Zahn von seiner Elf bei der erfolgreichen Revanche gegen Tabellennachbar Eglfing. Was so viel heißt wie: „Nur ja nicht einfach machen.“ Nach starkem Beginn der Gäste nutzte der ASV nach einer Viertelstunde ein Abstimmungsproblem in der SVM-Hintermannschaft zur überraschenden 1:0-Führung. Mit der Einwechslung von Sebastian Uhle gewann das Münsinger Spiel nach der Pause deutlich an Dynamik. „Die zweite Halbzeit war sehr stark“, so Zahn. Michael Lang glich nach Foul an Hans Zachenbacher per Elfmeter zum 1:1 (50.) aus und lieferte die Vorlage zur 2:1-Führung der Gäste durch Uhle (61.).

ASV Eglfing
2:3
SV Münsing

Zachenbacher erhöhte fünf Minuten später mit einer schönen Einzelleistung auf 3:1. „Wir hatten wieder alles im Griff, aber wir haben es uns immer wieder schwer gemacht“, konstatierte der Münsinger Coach, der zuschauen musste, wie es hinten raus noch mal eng wurde, weil Matthias Heringer den ASV auf 2:3 (88.) heranbrachte. (rst)

Aufrufe: 016.5.2022, 08:42 Uhr
Oliver RabuserAutor