
Schafft der VfR Fischeln den Schritt aus der Ergebniskrise? Diese Frage beschäftigt die Verantwortlichen an der Kölner Straße vor dem 13. Spieltag der Bezirksliga, Gruppe 3 am Freitagabend gegen den 1. FC Viersen. Der hat zuletzt, seit Stephan Houben als Trainer übernommen hat, gut zugelegt und ist drauf und dran, am Tabellenende den ganz unten stehenden Mönchengladbachern Klubs Türkiyemspor und SV 10 zu enteilen – beziehungsweise den Kontakt zu den Teams herzustellen, die vor einigen Wochen noch nicht in Reichweite waren. Die Fischelner gehören noch nicht dazu. Wobei die Betonung auf „noch“ liegt. Denn werden auch diese Punkte quittiert, dürfte sich die Lage zuspitzen, wovon keiner bei den Saisonplanungen des Vorjahresabsteigers ausgegangen war.
Beunruhigend auf den drittletzten Abstiegsplatz zurückgefallen ist der SV Thomasstadt Kempen. Ob ausgerechnet gegen den Nachbarn SSV Grefrath der Befreiungsschlag gelingt, ist nach den vergangenen Eindrücken eher fraglich. Bei den Grefrathern fehlt neben Youngster Jan Klinkenberg weiter David Pries. Dafür ist die Sperre von Christopher „Pommes“ Claeren abgelaufen. Bei seiner Qualität spricht einiges dafür, dass er direkt wieder in die Startformation zurückkehrt.
Der VfL Tönisberg sprüht unterdessen zwar nicht unbedingt den ganz großen Glanz aus, ist aber dennoch auf einem erfolgreichen Weg. Der soll, damit vorne die Favoriten nicht aus den Augen verloren werden, mit einem Sieg beim Aufsteiger SC Union Nettetal II fortgesetzt werden.
„Wir hätten vergangenen Freitag in Dilkrath noch drei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu schießen“, resümiert Bockums Trainer Tino Reucher rückwirkend die jüngste Begegnung seiner Mannschaft. Damit ist die Problemzone der Truppe, nämlich die Offensive, in der der nach Gnadental abgewanderte Milos Jesic bitter vermisst wird, klar eingegrenzt. „Wir spielen meistens gut mit, fabrizieren in Dilkrath im Mittelfeld einen Fehlpass, kassieren das 0:1 und alle Vorsätze sind dahin“, führt er weiter aus. Nun kommt die Reserve des SC St. Tönis zum Prozessionsweg. Jannik Ott und Malte Latosinszky, der frühere St. Töniser, sind aus dem Urlaub zurück und verbreitern den aktuell ohnehin nicht kleinen Kader.