Knapp drüber zielte Christoph Klein (li., mit den Eurasburgern Niklas Nocker und David Nocker) in dieser Szene, traf später aber zum 3:0-Endstand für den TuS II.
Knapp drüber zielte Christoph Klein (li., mit den Eurasburgern Niklas Nocker und David Nocker) in dieser Szene, traf später aber zum 3:0-Endstand für den TuS II. – Foto: Rudi Stallein

SV Ascholding gewinnt Derby gegen SF Egling-Straßlach - BCF II viermal vorne, aber nur Remis

2. Spieltag der Kreisklasse Zugspitze 2

Der zweite Spieltag der Kreisklasse 2 Zugspitze bestach durch viele Tore, insbesondere in der Partie FC Rottach-Egern gegen BCF Wolfratshausen II, die mit 4:4 endete.

TuS Geretsried II - SV Eurasburg-Beuerberg 3:0 (0:0)

Nach einer torlosen und über weite Strecken optisch ausgeglichenen ersten Hälfte, machte die Geretsrieder Reserve im zweiten Durchgang kurzen Prozess, der schnell erzählt ist. Ein „Ping-Pong Tor“ von Florian Wieland zwei Minuten nach Wiederbeginn stellte die Weichen auf Sieg. Zehn Minuten später servierte Kapitän Christoph Klein den Ball perfekt für Fabian Bauer, der mit links rechts oben ins Netz traf.

Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Klein selbst, indem er das Spielgerät aus elf Metern zentral unter die Latte drosch. „In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel in der Hand, da ist der Sieg auch in der Höhe verdient“, fasste TuS-Trainer Salvatore Scolaro die „gute Mannschaftsleistung“ seines Teams zusammen. „Der Gegner hat nur am Anfang Gas gegeben. Dann haben wir umgestellt und waren spielbestimmender.“

Dem mochte der Gästetrainer nicht widersprechen. „Die ersten 20 Minuten waren wir gar nicht so schlecht, dann war plötzlich der Wurm drin“, räumte Andreas Mathäus ein. „In der zweiten Halbzeit waren wir dann völlig von der Rolle, da hat gar nichts mehr gepasst. Das war vogelwild.“ Ganz chancenlos war die junge Eurasburger Truppe freilich nicht. Luca Klein hatte Pech, dass sein Distanzschuss vom Innenpfosten wieder ins Feld flog, und Valentin Seelbach beförderte den Ball (Mathäus: „Den macht er normal als Flugkopfball“) aus kurzer Distanz übers Tor. rst

FC Rottach-Egern - BCF Wolfratshausen II 4:4 (1:2)

Vier Mal haben sie geführt, vier Mal fand der Gegner die richtige Antwort – deshalb musste sich die BCF-Reserve am Ende mit einem Remis zufriedengeben. „Es fühlt sich wie ein Sieg an“, zog Teamsprecher Tino Klinkmüller dennoch ein positives Fazit der Partie, die man als Trotzreaktion nach der überraschenden Kündigung von Trainer Gerhard Keilwerth einordnen darf. Je zwei Mal Stefan Manhart und Markus Rappel hatten für den BCF getroffen, der ab der 50. Minute in Unterzahl spielen musste, weil Kapitän Alexander Bares einen Platzverweis kassierte. „Der Elfmeter war okay, die rote Karte nicht“, so Klinkmüller, der seiner Elf eine gute Leistung attestierte: „Der Kampfgeist war super, die Mannschaft hat einen Mega-Charakter bewiesen.“ rst

SV Ascholding/Thanning - SF Egling-Straßlach 4:1 (1:1)

Das erste Saisonziel hat Kreisklassen-Aufsteiger Ascholding/Thanning bereits am ersten Spieltag erreicht: einen Sieg im Derby, auf das man 20 Jahre warten musste. Doch danach sah es eine Halbzeit lang ganz und gar nicht aus. Markus Gämmerler hatte die Gäste per Elfmeter (8.) früh in Führung gebracht. Die Gastgeber agierten in der Folgezeit, als hätten sie „die Hosen voll“, wie Kapitän Christian Lasch später bemerkte. „Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, nichts umgesetzt“, wetterte SVA-Trainer Heinz Tochtermann. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Hansi Makrutzki aus dem Gewühl heraus den glücklichen 1:1-Pausenstand. „Das war der denkbar ungünstigste Zeitpunkt“, konstatierte SF-Trainer Herbert Mühr.

Riesig war der Jubel der Ascholdinger Fußballer nach dem 4:1-Siegtreffer von Florian Volz (Mi.) im Kreisklassen-Derby gegen die SF Egling-Straßlach.
Riesig war der Jubel der Ascholdinger Fußballer nach dem 4:1-Siegtreffer von Florian Volz (Mi.) im Kreisklassen-Derby gegen die SF Egling-Straßlach. – Foto: Rudi Stallein

Noch ungünstiger wirkte sich für sein Team aus, dass die Gäste, bei denen die eingewechselten Georg Unterholzner und Maximilian Rieger für viel Druck sorgten, fünf Minuten nach Wiederbeginn durch Tiago de Lima Gomes mit 2:1 in Führung gingen. Die Sportfreunde hatten zwar ebenfalls weiterhin gute Chancen, scheiterten aber ein ums andere Mal am glänzend aufgelegten SVA-Torhüter Michael Donaubauer. Auf der Gegenseite erzielte Rieger, begünstigt durch einen Fauxpass des Eglinger Schlussmanns, das 3:1. Den Schlusspunkt setzte Florian Volz, der drei Versuche brauchte, um Markus Bail zum 4:1 zu überwinden. „Der Gegner hat nach der Führung alle Register gezogen, der Sieg ist nicht unverdient, aber die klareren Chancen hatten wir“, ärgerte sich Herbert Mühr. Sein Kollege Heinz Tochtermann strahlte: „Das Ergebnis ist vielleicht zu hoch, aber der Sieg ist verdient.“ rst

SV Bayrischzell - FF Geretsried 3:0 (1:0)

Den Ausfall von acht Spielern mussten die Fußball-Freunde beim ersten Saisonspiel kompensieren. „Wir wollten ein gutes Spiel machen“, sagte Coach Christos Georgiadis. Und trotz einer 0:3-Schlappe beim SV Bayrischzell resümierte der Übungsleiter: „Das haben wir eine Zeit lang gut hinbekommen.“ Die Geretsrieder starteten offensivstark, auf beiden Seiten gab es Chancen – die Hausherren nutzten nach einer Unstimmigkeit in der FF-Abwehr eine davon zur Führung (28.). Mit dem 1:0-Halbzeitstand wäre noch alles möglich gewesen, allerdings nicht in Unterzahl. Die Geretsrieder mussten zu neunt aufhören, weil erst Benjamin Ettenberger nach einem taktischen Foul die Ampelkarte sah (55.) und nur Minuten später Gabriel Balan zum Duschen geschickt wurde. „Ein Allerweltsfoul“, meinte Georgiadis, doch der Schiedsrichter habe eine offene Sohle gesehen. Gegentore in der 75. und 88. Minute sorgten für das Endergebnis. „Realismus“ ist Georgiadis bei der Einordnung der Partie wichtig: „Wir haben bis zum Schluss alles gegeben.“ Für die Moral, in Zwei-Mann-Unterzahl noch eigene Chancen herauszuspielen, zollte der FF-Trainer seiner Mannschaft Respekt: „Zu neunt ist es aber einfach schwierig.“ dst

SC Rot-Weiß Bad Tölz - TSV Weyarn 3:0 (0:0)

Vom Anpfiff weg waren die Tölzer beim Saisonauftakt auf dem Sportplatz an der Kohlstattstraße die überlegene Mannschaft. „Was im ersten Abschnitt einfach gefehlt hat, war ein Tor“, blickte RW-Coach Tarkan Demir auf den „etwas holprigen Beginn“ zurück. Mit zunehmender Spieldauer kam seine Elf jedoch immer besser ins Spiel, aber ohne Gegentreffer wuchs auch bei Weyarn die Hoffnung, einen Punkt vom Favoriten entführen zu können.

Nach der Pause war dann endlich Marinus Estner (59.) zur Stelle und besorgte die längst fällige 1:0-Führung für Tölz. Nun versuchte Weyarn mehr zu agieren, allerdings brachten die Bemühungen keinen Erfolg. Rot-Weiß war einfach die bessere Mannschaft. Als Maxi Geisler (61.) auf 2:0 erhöhte, war eine Vorentscheidung gefallen. Weyarn hatte nicht die Möglichkeit, sich gegen die drohende Niederlage aufzubäumen. Erneut Geisler (79.) traf schließlich zum 3:0-Endstand. Trainer Tarkan Demir war zufrieden: „Vielleicht hätten wir sogar höher gewinnen können. Aber es ist auch so völlig in Ordnung. Ein Sieg zum Saisonbeginn ist immer eine gute Sache.“ dh

Aufrufe: 02.8.2021, 14:35 Uhr
Redaktion Isar-LoisachboteAutor

Verlinkte Inhalte