Frank Ludewig ist Vorsitzender im BFV-Kreis München.
Frank Ludewig ist Vorsitzender im BFV-Kreis München. – Foto: BFV/Archiv

BFV-Vorsitzender Frank Ludewig: „Pilotprojekt im Kreis Zugspitz sehr interessant“

Vereine alleine entscheiden über Umsetzung

Eine Zweiteilung der Saison sowie die Einführung einer Auf- und Abstiegsrunde: Das neue Spielmodell, über das die Klubs im BFV-Kreis Zugspitze bis zum 19. April abstimmen, nennt Frank Ludewig „sehr interessant“.

Landkreis Der Vorsitzende im BFV-Kreis München kündigt im Interview an, zusammen mit den Vereinen über ähnliche Neuerungen zu diskutieren. Hierzu werde es von Juli bis November Workshops geben. Die Einführung eines neuen Spielmodells könnte dann zur Saison 2022/23 kommen.

Herr Ludewig, im Kreis Zugspitze stimmen die Vereine über ein neues Spielmodell ab. Gibt es ähnliche Überlegungen im Kreis München?

Uns ist das Pilotprojekt im Kreis Zugspitze natürlich schon länger bekannt, und ich persönlich halte die Idee für sehr interessant. Was Heinz Eckl da ausgearbeitet hat, ist ein schlüssiges Spielkonzept, das aber auf den Kreis Zugspitze zugeschnitten ist. Wir werden jetzt prüfen, wie sich diese Idee auf den Kreis München übertragen lässt. Dabei setzen wir auf maximale Transparenz und wollen die Vereine mit einbinden.

Wie wird das konkret aussehen?

Wir werden von Juli bis November Workshops mit den Vereinen abhalten, bei denen über die neue Spielidee diskutiert wird. Im Anschluss werden wir die Anregungen aus diesen Treffen in das Konzept einarbeiten. Außerdem haben wir den großen Vorteil, dass wir auch die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt im Kreis Zugspitze mit einfließen lassen können. Eines ist mir aber wichtig: Der Verband wird kein neues Konzept überstülpen, sondern die Entscheidung treffen die Vereine. Nur wenn sie sich mit der dann erforderlichen Mehrheit für ein neues Spielmodell entscheiden, werden wir das umsetzen.

Wo sehen Sie die besonderen Herausforderungen für ein solches Spielmodell im Kreis München?

Wir haben im Kreis München die Besonderheit, dass es hier einen Mix gibt aus großzügiger Besiedelung in den Landkreisen und dem engen, urbanen Raum in der Stadt München. Dort spielen und trainieren oftmals mehrere Vereine auf einer Bezirkssportanlage, was hinsichtlich der Organisation von Training und Spieltagen eine Riesenherausforderung darstellt. Außerdem müssten wir bei einer Zweiteilung der Saison aufpassen, dass im Winter keine Wechselbörse entsteht – weg von Vereinen, die in der Abstiegsrunde spielen, und hin zu Nachbarklubs, die es in die Aufstiegsrunde geschafft haben. Hier müsste eventuell das Pass- und Spielrecht geändert werden.

Das Gespräch führte
Patrik Stäbler.

Aufrufe: 25.3.2021, 09:20 Uhr
Isar-Loisachbote / Patrik StäblerAutor

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