Straelens Vorsitzender Hermann Tecklenburg zeigte sich ob der Rücktritts von Ben van Dael überrascht.
Straelens Vorsitzender Hermann Tecklenburg zeigte sich ob der Rücktritts von Ben van Dael überrascht. – Foto: Dirk Otten

SV Straelen: Ben van Dael ist überraschend zurückgetreten

Der Sportliche Leiter des Regionalligisten SV Straelen hat Vereinspräsident Hermann Tecklenburg mitgeteilt, dass er nur noch bis 30. Juni zur Verfügung steht.

Eigentlich hat sich der Fußball in die Sommerpause verabschiedet, doch so richtig scheint der Regionalligist SV Straelen nicht zur Ruhe zu kommen. Ben van Dael, der im Januar von Hermann Tecklenburg als Sportlicher Leiter unter Vertrag genommen wurde, hat dem Vereinspräsidenten nun mitgeteilt, dass er dem Verein ab dem 1. Juli nicht mehr zur Verfügung stehen werde.

Auf Nachfrage am Donnerstagmorgen bestätigte Ben van Dael diese Absicht, bat jedoch um Verständnis, dass er keine weiteren Erklärungen zu der Angelegenheit abgeben möchte. Er werde nun noch ein paar Tage Urlaub machen und am 30. Juni seinen letzten Arbeitstag beim SVS haben.

Ob diese plötzliche Reaktion in Verbindung mit dem Interview mit der Rheinischen Post am Dienstag steht, in dem der Vereinschef unter anderem geäußert hatte, sich in der Trainerfrage unschlüssig zu sein, sich nach Abschluss der Regionalliga-Saison einen besseren Tabellenplatz seiner Mannschaft erhofft hatte und drei Spieler verpflichtet habe, ist nicht auszuschließen.

Hermann Tecklenburg selbst befindet sich derzeit beruflich in Hamburg und bestätigte am Donnerstagnachmittag, dass Ben van Dael ihm mitgeteilt habe, nach dem 30. Juni dem SV Straelen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Natürlich war ich über seinen Anruf sehr überrascht. Ich habe seine Absicht zunächst zur Kenntnis genommen und nicht weiter darauf reagiert“, sagte Hermann Tecklenburg. „Fakt ist, dass Ben van Dael, den ich nach wie vor für einen guten und anständigen Menschen halte, bis zum 30. Juni 2022 einen Vertrag beim SV Straelen hat.“

Verpflichtungen seien Ben van Dael bekannt gewesen

Auf die Frage nach den vorgetragenen Gründen für das Verhalten seines Sportlichen Leiters antwortete der SVS-Präsident so: „Ben und ich haben uns über sehr viele Dinge unterhalten. Nochmals über die Gründe seiner Verpflichtung, speziell über den Verlauf der Rückrunde und über unseren Trainer Benedict Weeks. Ein weiteres Thema waren die drei von mir neuverpflichteten Spieler. Eine solche Arbeitsweise habe Ben van Dael zuvor noch nicht kennengelernt. Diese Äußerung hat mich natürlich überrascht, denn von zwei Verpflichtungen wusste er lange vorher Bescheid. Und nachdem Arlind Shoshi in der vorigen Woche bei uns ein Probetraining absolviert und mit Ben van Dael Gespräche geführt hatte, bin ich schließlich tätig geworden und der Spieler hat in meinem Büro den Vertrag unterzeichnet. Diese Vorgehensweise ist nicht ungewöhnlich und müsste ihm bekannt gewesen sein. Es steht alles in seinem Vertrag.“

Entscheidung in der Trainerfrage in den nächsten zehn Tagen

Der plötzliche Rücktritt von Ben van Dael habe die Entscheidung zur Trainerfrage absolut nicht beeinflusst. In den kommenden zehn Tagen, so Hermann Tecklenburg, werde er Benedict Weeks seine Entscheidung mitteilen.

Aufrufe: 012.6.2021, 06:00 Uhr
RP / Heinz SpützAutor

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