Aufsteiger! Der SV Stadelhofen darf es krachen lassen. | Foto: Frank Seiter
Aufsteiger! Der SV Stadelhofen darf es krachen lassen. | Foto: Frank Seiter

SV Stadelhofen steigt in die Verbandsliga auf

Rückkehr dank Remis gegen FC Freiburg-St. Georgen +++ Beck-Elf mit großem Kampf in Stadelhofen +++ Abstiege von Schönau und Steinen-Höllstein besiegelt

Der SV Stadelhofen hat es geschafft: Durch das 0:0-Remis gegen den FC Freiburg-St. Georgen steigen die Ortenauer in die Verbandsliga zurück. Vor 800 Zuschauern hofften die Gästen vergebens auf den einen Treffer, der ihnen die Rückkehr ins Oberhaus beschert hätte.

Das torlose Unentschieden im Stadelhofer Mührigwald-Sportpark beendete alle Aufstiegsträume von St. Georgen. Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden, hatte der FC vor allem in der zweiten Halbzeit genug. Musste sich aber am Ende auch bei Torwart Sebastian Bühler bedanken, der für den gesperrten Marco Braun zwischen den Pfosten stand und mit zwei Glanzparaden in der zweiten Halbzeit seinen Kasten sauber hielt. Von einer großen Fangemeinde begleitet setzte die Mannschaft von Trainer Eugen Beck den Gastgeber von Beginn an unter Druck und hatte in den ersten 20 Minuten deutlich mehr Spielanteile, aber keine zwingenden Chancen, bis Nicolas Greitzke nach einem Freistoß das Tor nur knapp verfehlte (24.).

Fast im Gegenzug prüfte Valentin Glaser aus 30 Meter den sicheren Sebastian Glaser. Es war der Beginn einer Stadelhofer Druckphase, doch weder Glaser per Kopf (28.) noch Volker Springmann (30.) trafen ins FC-Tor. Die Partie war offen und es ging hart zur Sache. Manchmal rutschten die Spieler mit der Sohle voraus in den Gegner. Aktionen, die beide Fanseiten wach rüttelten und zu provokanten Sprüchen verleitete. FC-Trainer Eugen Beck legte sich immer wieder mit den Fans des SVS an, die hinter den Auswechselbänken jede Aktion seiner Mannschaft kommentierten. „Jetzt fängt der auch noch an“, schimpfte Schiedsrichterassistent Simon Scharf, nachdem er vorher schon die Bank von Stadelhofen zur Ruhe mahnen musste. Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte St. Georgen. Nach einer Flanke von Nicolas Greitzke wehrte SVS-Torwart Marcel Lang einen Kopfball von Tobias Rauber zur Ecke ab und hielt anschließend einen Schuss von Ali Hassoun (38.).

Zur Halbzeit war der Ausgang der Begegnung weiter offen, doch Stadelhofen setzte zu Beginn der zweiten Hälfte mehr auf die Offensive. Sebastian Bühler verhinderte gegen den frei vor ihm auftauchenden Luigi Filareti mit einer Glanztat den Rückstand (55.). St. Georgen kam nicht mehr so gefährlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums und hatte Glück, dass Schiedsrichter Luka Gille einen Treffer von Markus Kopf nach einem harten Einsteigen von Dominic Truisi gegen Claudius Spiegelhalter nicht anerkannte (68.). Die letzte gute Möglichkeit des FC entstand zwei Minuten später aus dem schönsten Konter des Spiels. Clemens Meier öffnete mit einem weiten Pass von der rechten Seite auf den links davoneilenden Lukas Kempter das Spiel, dessen präzise Flanke der eingewechselte Alexander Greitzke per Kopf nur knapp über das Tor wuchtete. Danach hatte St. Georgen sein Pulver verschossen und Stadelhofen reichte das Unentschieden zum Aufstieg.

SV Stadelhofen - FC Freiburg-St. Georgen 0:0
Stadelhofen: Lang, Schmidt, Frammelsberger, Wörner, Glaser (78. Arnould), Springmann (90.+1 Ringwald), Truisi, Knosp, Filareti (62. Kist), Schnidler, Kopf.
Freiburg-St. Georgen: Bühler, Möhrle, Kurtani, Hassoun (71. Alex Greitzke), Claudius Spiegelhalter, Meier, Nicolas Greitzke, Kempter (84. Hajdari), Lienhard, Daniel Spiegelhalter, Rauber (61. Frankus).
Schiedsrichter: Luka Gille.
Zuschauer: 800.


Tabelle

1. SV Stadelhofen - 2 Spiele - 4 Punkte - 2:1 Tore
2. FC Freiburg-St. Georgen - 2 Spiele - 2 Punkte - 1:1 Tore
3. FC Löffingen - 2 Spiele - 1 Punkt - 2:3 Tore


Auswirkungen auf die Abstiegsfrage bis in die Kreisliga

Die Entscheidung in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga hat einmal mehr eine Kettenreaktion in die unteren Klassen ausgelöst. Mit Stadelhofen darf sich der FC Phönix Durmersheim freuen - der Landesligist darf in der Staffel I bleiben. In der Landesliga-Staffel II hingegen ist dadurch der Abstieg des FC Schönau besiegelt, ebenso muss aus der Bezirksliga Hochrhein der FC Steinen-Höllstein definitiv den Gang in die Kreisliga antreten. In den dortigen A-Staffeln ist am Ende der Kette somit schon einmal klar, dass es insgesamt mindestens fünf Absteiger geben wird.

Aufrufe: 011.6.2016, 20:59 Uhr
Udo Künster (BZ)Autor

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