Roland Reschke ist beim SV Sossau nicht nur Torhüter, sondern interimsmäßig auch Abteilungsleiter
Roland Reschke ist beim SV Sossau nicht nur Torhüter, sondern interimsmäßig auch Abteilungsleiter – Foto: Alfred Brumbauer

Der SV Sossau will es wieder alleine probieren

Der A-Klassist beendet die Zusammenarbeit mit dem VfB Straubing und will künftig wieder auf eigenen Füßen stehen

Die sportliche Ehe zwischen dem SV Sossau und dem VfB Straubing wird in ein paar Monaten der Vergangenheit angehören. Der A-Klassist und das B-Team des Landesligisten gingen im Sommer 2019 eine Spielgemeinschaft ein, die aber nicht den erhofften Nutzen hatte.

"Wir hatten uns von der Spielgemeinschaft mehr erhofft. Ich meine nicht das sportliche Abschneiden, sondern die allgemeine Situation. Wir mussten an fast allen Spieltagen den Großteils des Kaders stellen. Es gibt keinen Streit zwischen den beiden Vereinen, aber von VfB-Seite hätten wir uns mehr Personalunterstützung erwartet", sagt Sossaus Abteilungsleiter Roland Reschke, der erst seit Kurzem im Amt ist. Der 39-Jährige ist zuversichtlich, dass der SVS künftig wieder eigenständig an den Start gehen kann: "Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten extrem bemüht und konnten jetzt einige junge Fußballer für uns gewinnen. Wenn alles so wie geplant klappt, werden wir in der neuen Saison eine eigene Mannschaft haben. Aktuell liegen uns 14 verbindliche Spieler-Zusagen vor."

Ziel des Vereins ist es, noch einen Spielertrainer für die neue Saison gewinnen zu können. Aktuell wird die Spielgemeinschaft, die in der A-Klasse Straubing auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert, von Alexander Althammer (49) gecoacht. Beim VfB Straubing nimmt man die Kündigung des SG-Partners gelassen entgegen. "Wir wussten, dass unsere Spielerdecke relativ dünn ist und haben es deshalb mit einer Spielgemeinschaft probiert. Die Zusammenarbeit mit Sossau verläuft im Großen und Ganzen recht ordentlich und wir werden die Saison gemeinsam zu Ende bringen. Auch wenn momentan nichts richtig planbar ist, werden wir ab Sommer 2021 probieren, wieder eine eigenständige zweite Mannschaft stellen zu können. Aus der eigenen U19 rücken ein paar Spieler nach und wir hoffen, dass wir es hinbekommen", lässt Straubings zweiter Vorstand Andreas Kröber wissen. Ob Alex Althammer den Neuaufbau der VfB-Reserve in Angriff nehmen wird, ist noch ungewiss. "„Wir sind mit Alexs Arbeit zufrieden. Jedoch schauen wir auch in Richtung eines Spielertrainers. Er ist über den aktuellen Planungsstand informiert. Wir gehen jetzt Schritt für Schritt und müssen dabei vor allem natürlich die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie abwarten. Endgültige Gespräche wird es aber erst geben, wenn es Fakten bezüglich dem Neuaufbau der Mannschaft gibt, beziehungsweise zur Saison 21/22 gibt", sagt Kröber.

Aufrufe: 015.12.2020, 08:32 Uhr
Thomas SeidlAutor

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