Mit einem Heimsieg gegen Meister TSV Reuth (grünes Trikot), will der SC Eschenbach (weißes Trikot) den Kampf um Platz 2 offen halten.
Mit einem Heimsieg gegen Meister TSV Reuth (grünes Trikot), will der SC Eschenbach (weißes Trikot) den Kampf um Platz 2 offen halten. – Foto: Creativ-Action.de

Ein Quartett buhlt noch um die zweite Stufe am "Stockerl"

Der erbittert geführte Kampf um Platz 2 in der Kreisklasse West geht in seine vorletzte Runde.

Einzig die Meisterschaft ist in der Kreisklasse West zwei Spieltag vor Saisonende schon entschieden. Die hat sich der TSV Reuth "gekrallt", das Hauen und Stechen von gleich vier Teams um die Frage zu beantworten, wer sich am 21. Mai wohl mit dem "Vizetitel" schmücken darf, ist dagegen noch offen und mega spannend.

Ebenso nervenaufreibend ist der Abstiegskampf. Drei Kellerkinder sind darin verstrickt, alle bemühen sich, am Ende zumindest Relegationsrang 12 zu erreichen.

Zunächst der Blick nach oben: Die besten Karten im Buhlen um Rang 2 haben aktuell zwei Teams, die am Wochenende vor Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad stehen. Während die DJK Seugast (2./46) gegen den SV Kulmain (14./10) als hoher Favorit gilt und einen Dreier einfach holen muss, gastiert beim punktgleichen SC Eschenbach (3./46) der Meister und Aufsteiger aus Reuth (1./54), der natürlich die größtmögliche Herausforderung darstellt. Will die Hemminger-Elf allerdings weiter im Rennen bleiben, muss sie den Respekt vor dem Ligaprimus ablegen und diesem die fünfte Saisonniederlage beibringen. Sollten übrigens die beiden heißesten Anwärter auf Platz 2 mit gleicher Punktzahl ins Ziel kommen, würde der direkte Vergleich zugunsten der Elf von "Aki" Abdel-Haq entscheiden, da die beide direkten Duelle gewinnen konnte (2:1 zuhause und 3:2 in Eschenbach).

Beim SC Eschenbach wurden - unabhängig davon, ob der Sprung nach "oben" gelingt, oder nicht - die Weichen für das Jubiläumsjahr 2023 gestellt. Marc Hemminger, Trainer der 1. Mannschaft des SCE, wird auch nächste Saison an der Seitenlinie in der ROGERS Arena stehen. Nach kurzen Gesprächen zwischen den Verantwortlichen und dem Trainer war schnell klar, dass die Chemie einfach stimmt. Die junge Mannschaft soll weiterentwickelt werden und der SC Eschenbach hofft auch im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum auf eine erfolgreiche Saison 2022/23.

Großkampftag herrscht in Kemnath, wo sich die beiden Verfolger von Seugast und Eschenbach im direkten Duell gegenüberstehen. Sowohl Gastgeber SVSW (5./44), als auch die punktgleichen Gäste aus Windischeschenbach (4./44) müssen in dieser hochinteressanten Partie auf Sieg spielen, denn bei einem Remis oder gar einer Niederlage könnten die Ambitionen auf Rang 2 nach 90 Minuten für einen oder beide schon ein Ende gefunden haben.

In den miefigen Niederungen des Klassements steht Schlußlicht SV Kulmain in Seugast vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Chancen rechnen sich dagegen der nach dem 2:2 in Windischeschenbach mit neuem Schwung ausgestattete TSV Kastl (13./10 - gegen SG SV Sorghof) und die Reserve des FC Weiden-Ost (12./13 - gegen Neustadt/Kulm) aus. Jeder Zähler kann am Schluß das Schicksal beeinflussen und ist deshalb unglaublich wichtig.

In den restlichen Partien Grafenwöhr II gegen Kaltenbrunn und Neusorg gegen Pressath wollen sich die Heimmannschaften - rechnerisch sogar noch mit geringen Chancen auf Platz 2 - mit einem Sieg im letzten Heimspiel von ihren Fans in die Sommerpause verabschieden.

Im Überblick die Matches des vorletzten Spieltags in der Kreisklasse AM/WEN West:

Eschenbach
2:1
TSV Reuth

Grafenwöhr II
2:3
Kaltenbrunn

TSV Kastl
1:0
SG SV Sorghof

SW Kemnath
0:3
W'eschenb.

DJK Seugast
3:0
SV Kulmain II

SV Neusorg
5:0
TSV Pressath

Weiden-Ost II
3:0
Neustadt/K

Aufrufe: 012.5.2022, 12:00 Uhr
Werner SchaupertAutor