
Oberligist SV Sonsbeck verpasste am Freitagabend beim Aufstiegsanwärter VfB Hilden eine Überraschung. Die Rot-Weißen unterlagen wie im Hinspiel mit 1:2 (1:1). Klaus Keisers brachte die Gäste in Führung. Am Ende reichte es aber nicht für etwas Zählbares im Kampf um den Klassenerhalt – und der SVS trat mit leeren Händen die Heimreise an.
Cheftrainer Heinrich Losing entschied sich bei den formstarken Gastgebern, die in der Rückrunde weiter ohne Punktverlust sind, für eine defensive Ausrichtung mit zwei Dreierketten im zentralen Bereich. Vor Keeper Kenan Mehmedovic sollten Tobias Meier, Philipp Elspaß und Robin Schoofs die Räume eng machen. Als Außenverteidiger machten Ruben Marten (rechts) und Sebastian Leurs (links) immer wieder zu einer Fünferkette dicht. Davor agierten Tymoteusz Miller, Jannis Pütz und Linus Krajac mit der nächsten Dreierkette. Offensiv spielten Lorik Rama und Keisers.
„Wir wollten das Zentrum dichtmachen und haben deshalb tief gestanden“, erläuterte Losing. VfB-Trainer Tim Schneider hatte bereits vor der Partie gewarnt: „Sonsbeck hat uns oft viel Kopfzerbrechen bereitet und war immer schwer zu bespielen. Sie haben einen Trainer, der bestens vorbereitet ist und sich immer etwas einfallen lässt.“ Er sollte Recht behalten.
Die Rot-Weißen versteckten sich nicht und hielten mit viel Kampf und Leidenschaft gegen die spielstarken Hildener dagegen. Mehmedovic war schon früh auf seinem Posten und parierte stark gegen einen Flachschuss aus acht Metern von Leon Prokshi (10.). Kaltschnäuzig zeigten sich die Gäste. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld ging‘s schnell. Jannis Pütz schickte Keisers auf die Reise, der eiskalt zum 1:0 (19.) vollstreckte. Aber die Führung hielt nicht lange.
Der Tabellenzweite schlug postwendend mit dem 1:1 (21.) durch Nils Gatzke zurück. „Das war schon bitter, dass wir direkt den Ausgleich kassierten – und dann noch so ein Traumtor“, ärgerte sich Sonsbecks Trainer. In der Folge spielte sich das Geschehen zwischen beiden Strafräumen ab. Torchancen waren Mangelware.
Erst kurz vor der Pause schaltete Hilden zwei Gänge höher und drückte Sonsbeck tief in die eigene Hälfte. Die Losing-Elf rettete sich aber mit dem Unentschieden in die Halbzeit. In der 61. Minute traf Mohamed Cisse mit seinem zwölften Saisontor zum 2:1.
Losing: „Nach der Pause waren wir gut im Spiel und konnten die Partie bis zum 1:2 ausgeglichen gestalten. Danach haben wir die Ordnung verloren.“ Nur wenige Minuten später scheiterte erst Gatzke (65.) und danach Etienne Feese (69.). Beide Male rettete ein Sonsbecker auf der Torlinie. In der Schlussphase warf Losing alles in eine Waagschale und setzte auf volle Offensive. Ein Tor sollte den Gästen jedoch nicht mehr gelingen.
„Wir haben noch einen dritten Stürmer gebracht und alles versucht. Aber wir konnten uns nicht mehr zwingend in Szene bringen. Am Ende hätten wir sogar noch höher verlieren können“, gab Losing zu. Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr empfängt der SVS Tabellenführer Ratingen 04/19 im Willy-Lemkens-Sportpark.