2026-02-20T12:29:42.904Z

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SV Sonsbeck und VfB Homberg hoffen auf den Befreiungsschlag im Derby

Der VfB Homberg und SV Sonsbeck sind in diesem Jahr noch sieglos. Am Sonntag stehen sich die beiden Oberliga-Mannschaften im PCC-Stadion gegenüber. Was Niklas Binn, Matchwinner im Hinspiel, zu seiner Torflaute sagt.

von RP/ Gabriel Graeber · Gestern, 23:15 Uhr · 0 Leser
Sonsbeck will die bittere Pleite gegen Homberg abhaken.
Sonsbeck will die bittere Pleite gegen Homberg abhaken. – Foto: Arno Wirths

Der SV Sonsbeck hat alle drei Pflichtspiele in 2026 verloren. Noch keinen Treffer erzielte die Oberliga-Mannschaft in diesem Jahr. Nun steht das Kreis-Derby beim VfB Homberg an. Die Duisburger sind in der Rückrunde zwar nicht gänzlich leer ausgegangen, auf einen Dreier warten sie aber ebenfalls noch. Anstoß am Sonntag im PCC-Stadion ist um 15 Uhr.

Janßen hakt die vergangenen Spiele ab

Trotz der Niederlagen-Serie sieht Homberg-Trainer Stefan Janßen die Rot-Weißen keinesfalls als Laufkundschaft an: „Spiele gegen Sonsbeck sind immer speziell. Es ist ein Derby. Es ist mir völlig egal, was war. Ein Derby ist immer besonders. Wir brauchen einen guten Tag und wollen unseren ersten Sieg im neuen Jahr feiern. Wir wissen, dass Sonsbeck uns bei einer Niederlage mit unten reinziehen kann.“

Die Schwarz-Gelben stehen in der Tabelle fünf Punkte vor dem Drittletzten aus Sonsbeck. Jansen wünscht sich trotz der angespannten sportlichen Lage einen Verbleib der Sonsbecker in der Oberliga: „Wir wollen die drei Punkte, danach kann Sonsbeck gerne alles gewinnen. Sie haben eine super Qualität und super Typen im Kader. Klaus Keisers, Sebastian Leurs oder Trainer Heinrich Losing – solche Typen gehören in die Oberliga.“

Fraglich sind bei den Gastgebern wegen einer Grippewelle unter anderem Felix Hohmann, Leon Schütz und Andres Gerardo Gomez Dimas, mit sechs Treffern der zweitbeste Schütze des VfB. Das erste Aufeinandertreffen der laufenden Saison im Willy-Lemkens-Sportpark verloren die Duisburger mit 0:1. Torschütze damals war Niklas Binn.

Der Matchwinner aus dem Hinspiel erzielte beim Sieg sein bislang einziges Saisontor und hofft, dass er am Sonntag seine Ladehemmung ablegt: „Die Chancen sind natürlich in jedem Spiel da. Wir machen viel und vertrauen auf uns. Manchmal fragt man sich, wieso die Chancen nicht reingehen. Klar kommt dann auch der Kopf dazu. Wir haben echt viel trainiert. Wir kennen aber solche Situationen und werden auch diese Phase überstehen. Ich glaube, wenn wir wieder einen Lauf hätten, würde der Ball auch öfter reingehen“, sagt der 24-jährige Stürmer.

Losing: "Fehler passieren immer"

Bezeichnend für Binns persönliche Situation war seine Großchance gegen Schwarz-Weiß Essen (0:1) . Da wurde sein Schuss abgefälscht, das Leder klatschte gegen den Pfosten und rollte danach vor die Torlinie.

SVS-Coach Losing erwartet in Homberg wieder ein enges Spiel: „Es wird die Tagesform entscheiden. Ich denke, Hombergs Rasen wird, ähnlich wie unser, nicht im optimalen Zustand sein.“ Die letzten zwei Pleiten beim KFC Uerdingen (0:3) und gegen Essen bezeichnet Losing, der Mittwoch seinen 47. Geburtstag feierte, als „sehr bitter“. „Solche Niederlagen tun natürlich mehr weh als solche, wo man gar keine Chance hat.“ Das Spiel gegen SW Essen wurde abgegeben auch wegen eines individuellen Fehlers von Keeper Jan Fauseweh.

Losing dazu: „Fehler passieren immer. Jan ist alt genug. Er wird hart arbeiten und kann nächstes Spiel wieder der Held sein. Er wird nicht jetzt nicht an den Pranger gestellt. Wir haben drüber gesprochen und weiter vollstes Vertrauen in ihn. Nichtsdestotrotz darfst du dir als Mannschaft in unserer Phase nicht allzu viele individuelle Fehler erlauben.“

Dem SVS fehlen weiterhin Timo Lehmkuhl und Leon Hammerschmidt. Wieder zur Mannschaft dazustoßen wird Jannis Pütz. Auch der lange verletzte Tymoteusz Miller sei eine erneute Alternative fürs Derby. Losing: „Tymek hat sehr gut trainiert und es gegen Essen gut gemacht. Momentan haben wir den Luxus, dass wir viele Spieler dabei haben.“ Bei der möglichen Startelf lässt er sich nicht die Karten schauen: „Die Mannschaft könnte etwas anders aussehen als gegen Essen.“

Bleibt abzuwarten, welche Sieglos-Serie nach dem Derby noch Bestand hat. Ein Remis hilft keiner Mannschaft wirklich weiter