2026-02-20T12:29:42.904Z

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SV Sonsbeck meldet sich mit Derbysieg zurück

Oberliga Niederrhein: Der SV Sonsbeck holt beim VfB Homberg den ersten Dreier in diesem Jahr. Der Gegner trifft nur vom Elfmeter-Punkt und ruft nach der 1:2-Pleite den Abstiegskampf aus.

von RP / Camillo Kluge · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Sonsbeck jubelt im PCC-Stadion
Sonsbeck jubelt im PCC-Stadion – Foto: Arno Wirths

Die ersten Pflichtspieltreffer seit dem Sieg Mitte Dezember über den SV Biemenhorst bescherten dem SV Sonsbeck drei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Das Oberliga-Team von Trainer Heinrich Losing setzte sich vor rund 300 Zuschauern im PCC-Stadion beim VfB Homberg verdient mit 2:1 (2:0) durch.

Klaus Keisers erzielt das 1:0

„Wir können stolz auf die Leistung sein“, attestierte Losing im Anschluss seiner nicht nur kämpferisch überzeugend auftretenden Elf, mahnte aber auch: „Dennoch war dies nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Klassenverbleib – nicht mehr.“ Sein Gegenüber Stefan Janßen erklärte nach nur zwei Zählern aus den letzten vier Oberliga-Spielen seiner Mannschaft, dass sie nun im Abstiegskampf stecken.

Und ganz besonders in der ersten Hälfte war das, was die Gastgeber auf den Platz brachten, nicht tauglich, um in der Oberliga zu bestehen. Klar, Sonsbeck rannte von der ersten Minute stark an, doch als Mannschaft, die eigentlich Ambitionen hatte, im vorderen Drittel ein Wörtchen mitzureden, muss man da Wege finden, um sich des Pressings zu erwehren. Stattdessen kamen die Gäste zu schnellen Ballgewinnen und nutzten diese, um sich gerade in der ersten Viertelstunde in der Hälfte der Gastgeber festzusetzen.

„Wir wollten mutig spielen, waren gegen Essen zuletzt vielleicht zu vorsichtig. Heute gaben wir immer wieder einen dritten Mann in die Spitze zum anlaufen vorgezogen“, hatten Losing und sein Team Lehren aus dem bitteren 0:1 gezogen. Und der Lohn für den Mut folgte schnell. Nach einem solchen frühen Ballgewinn auf der rechten Sonsbecker Bahn konnte Klaus Keisers mit Ball spitz in den Strafraum der Homberger starten und versenkte die erste große Chance des Spiels zur Führung (10.).

Der VfB reagierte wütend, trieb die Bälle etwas konsequenter nach vorne, allerdings ohne zwingend vor den Kasten von Jan Fauseweh zu gelangen. Zu sicher arbeitete die Defensivreihe, allen voran Sebastian Leurs, der nicht nur seine linke Seite im Griff hatte, sondern auch in der Innenverteidigung in höchster Not rettete, als Robin Schoofs und Philipp Elspaß bei einem Konter der Gastgeber aus dem Rennen waren. Auf der rechten Bahn verdiente sich in der Defensive Ruben Martens ein Lob von Losing: „Er hatte da einen sehr schweren Stand und hat seine Sache sehr gut gemacht.“

De Stefano hämmert den Ball ins Netz

So konnte Sonsbeck weitestgehend zwingende Aktionen der Hausherren verhindern. Lediglich einmal musste Fauseweh zeigen, was er kann, als er einen Fernschuss auf dem Weg zum Winkel entschärfte. Die klareren Torchancen hatte Sonsbeck, doch selbst beste Gelegenheiten wie nach einem Freistoß von Linus Krajac, blieben ungenutzt. So war es ein weiter Einwurf von Leurs, der für Unordnung im Homberger Strafraum sorgte. Der Ball konnte von den Gastgebern nicht geklärt werden, kam irgendwie nach rechts, wo der agile Marco de Stefano lauerte und den Ball zum 2:0 in den kurzen Winkel hämmerte (35.).

Nach der Pause nahm Sonsbeck etwas den Fuß vom Gas, agierte dafür sehr clever und hielt so Homberg weitestgehend vom eigenen „16er“ weg. Der VfB versuchte, je länger das Spiel dauerte, immer hektischer sein Glück, insbesondere auch mit langen Bällen. Doch wie schon in Hälfte eins waren diese meist eine Beute der Sonsbecker, die allerdings nicht mehr ganz so viele „zweite Bälle“ sicher machten wie vor der Pause. „Vor allem in der Luft haben wir sehr gut verteidigt“, so Losing.

Mit einem 2:0-Vorsprung im Rücken war das auch nicht nötig. Und hätte Sonsbeck die Riesenchance nach gut einer Stunde genutzt, als Daniel Raul Keisers prima in Szene setzte, aber sowohl Keisers als auch im Nachschuss Niklas Binn am Kenneth Hersey im VfB-Tor scheiterten, es wäre nicht mehr spannend geworden.

Stattdessen kam wohl der erneut gut aufspielende Tymoteusz Miller bei einem Klärungsversuch gegen Luca Thissen im Strafraum etwas zu spät und Emir Demiri verkürzte per Strafstoß (69.). Doch danach verteidigte Sonsbeck clever, lauerte mit Keisers immer wieder auf Konter. So brachten die Rot-Weißen verdient drei wichtige Punkte unter Dach und Fach.