
Mit den zwei Treffern am vorletzten Spieltag beim 4:2-Heimerfolg über den SC St. Tönis, der dem SV Sonsbeck den Klassenerhalt brachte, zog Klaus Keisers in der internen Torschützenliste noch an Linus Krajac vorbei. Keisers kommt auf elf Buden, Krajac auf zehn. Die beiden treffsichersten Balltreter gehören zu den 13 Spielern aus dem alten Kader, auf die Trainer Heinrich Losing auch in der Saison 2026/27 bauen kann. Elf Kicker verlassen den SVS, zwei Akteure haben sich noch nicht entschieden. So läuft die Kaderplanung.
Nach dem erfolgreich absolvierten Abstiegskampf mit 42 Punkten und Rang zwölf in der Abschlusstabelle muss Losing erst mal was loswerden: „Wir sind jetzt ein etablierter Oberligist. Es ist aber weiterhin nicht selbstverständlich, dass der SV Sonsbeck in dieser Klasse spielt. Ich habe den Eindruck, dass manchmal vergessen wird, wie hart alle im Verein arbeiten, damit wir die Oberliga halten können.“
Erneut viel Arbeit wartet auf den Coach und Abteilungsleiter Heiner Gesthüsen, wenn’s darum geht, einen schlagkräftigen Kader auf die Beine zu stellen. „Wir haben große Probleme, Spieler mit Oberliga-Format nach Sonsbeck zu holen. Denn unsere finanziellen Möglichkeiten sind nun mal weiter begrenzt“, so Losing, der überrascht war, dass auch Keeper Jan Fauseweh trotz Zusage im Winter seinen Abschied ankündigte. Der Schlussmann gab berufliche Gründe für den Wechsel zur SpVg Schonnebeck an.
Jetzt hat der SVS ein richtiges Torwartproblem. Neben Fauseweh (zwölf Einsätze) ist auch Kenan Mehmedovic (24 Spiele/SV Scherpenberg) nach nur einem Jahr schon wieder weg aus Sonsbeck. So ist derzeit Jannik Hinsenkamp der einzige Keeper im Kader. Er stand seit seinem Wechsel im Sommer 2023 zu den Rot-Weißen in keinem Oberliga-Spiel in der Startelf. Zweimal wurde Hinsenkamp eingewechselt.
Ob Ruben Martens (21 Einsätze) weiter für die Sonsbecker aufläuft, ist noch nicht klar. Womöglich muss er aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf umziehen und würde dann eine Pause einlegen. Um weitere Bedenkzeit hat auch Christoph Elspaß, der spielende Co-Trainer, gebeten. „Ich habe eigentlich vor, ihm und meinem anderen Co-Trainer, Jan Schmitz, einige meiner Aufgaben abzugeben. Das war zuletzt zu viel, das geht so nicht mehr.“
Erst vier Neuzugänge sind fix. Gesucht werden neben den zwei Torhütern noch ein junger Innenverteidiger, zwei Außenverteidiger und ein Mann fürs zentrale Mittelfeld. Den Start in die Sommervorbereitung hat Losing derweil auf Montag, 6. Juli, 19 Uhr, verlegt. „Tobias Meier heiratet am 4. Juli und hat einige Spieler eingeladen. Da macht es keinen Sinn, am Sonntag mit dem Training zu beginnen“, sagt Losing.
Diese Spieler bleiben: Niklas Binn, Klaus Keisers, Daniel Gorden Raul, Shadi Ghrayeb, Jannik Hinsenkamp, Jannis Pütz, Robin Schoofs, Philipp Elspaß, Sebastian Leurs, Linus Krajac, Tymoteusz Miller, Luca Janßen, Timo Lehmkuhl.
Abgänge: Jan Fauseweh, Kenan Mehmedovic, Florian Berisic, Tobias Meier, David Somodi, Mahmud Sahintürk, Philip Pokora, Leon Hammerschmidt, Semih Güngör, Marco De Stefano, Lorik Rama.
Noch fraglich: Ruben Martens, Christoph Elspaß.
Neuzugänge: Bradley Asoh (VfB Speldorf), Kilian Schaar (VfB Homberg), Tom Cappel (DJK Twisteden), Giuseppe Mirason Geukes (SV Biemenhorst).
Testspiele 12. Juli, 15 Uhr, bei Borussia Veen (Bezirksliga); 18. Juli, 14 Uhr, gegen Arminia Klosterhardt (Landesliga-Aufsteiger); 25. Juli, 14 Uhr, gegen TSV Meerbusch (Oberliga); 29. Juli, 19.30 Uhr, gegen 1. FC Lintfort (Landesliga); 2. August, 15 Uhr, bei den SF Broekhuysen (Bezirksliga oder Landesliga).
MSV Duisburg Ob der Drittligist wie im Sommer 2024 und 2025 wieder nach dem Trainingslager für ein Testspiel in Sonsbeck vorbeischaut, ist nicht bekannt. „Bislang gab’s zu dem Thema keinen Kontakt mit dem MSV“, so Coach Heinrich Losing.