Karlheinz Lohnert beendet sein Engagement in Schriesheim zum Saisonende.
Karlheinz Lohnert beendet sein Engagement in Schriesheim zum Saisonende. – Foto: Sascha Köppen

Lohnert hört auf

Kreisklasse A2 Mannheim +++ Schriesheims Trainer beendet im Sommer seine dann fünfjährige Tätigkeit

Karlheinz Lohnert hat sich entschieden sein Traineramt beim SV Schriesheim niederzulegen. Zum Ende der aktuell unterbrochenen Saison ist Schluss, nach dann fünf Jahren. "Letztlich sind viele kleine Mosaiksteinchen zusammengekommen, die mich zu diesem Entschluss führten", spricht Lohnert von einem wohlüberlegten Prozess der Entscheidungsfindung.

Jahr für Jahr fand er sich mit seiner Mannschaft im vorderen Tabellendrittel wieder, für den ganz großen Wurf sollte es allerdings nie ganz reichen. In der aktuellen Saison sind die Aufstiegsränge ziemlich sicher ebenfalls nicht zu erreichen, zu stark präsentierten sich die punktgleichen Teams an der Spitze, der SKV Sandhofen und der SC Käfertal. Und zu wechselhaft waren die Leistungen, die der der SV Schriesheim auf die Plätze brachte. Vier Siege und drei Niederlagen bedeuten Rang sieben und damit einen vorderen Mittelfeldplatz.

Um dem Verein früh Planungssicherheit für die Saison 2021/22 zu geben, unterrichtete Lohnert die Verantwortlichen am vergangenen Wochenende über seinen Entschluss. Ob er danach noch einmal irgendwo eine Mannschaft übernimmt, kann er jetzt noch nicht sagen. "Ich bin offen für alles, muss aber nichts machen", sagt der seit 1987 praktisch durchgängig als Trainer tätige Routinier, der dieses Jahr im November 60 Jahre alt wird. "Vielleicht kribbelt es ja wieder, wenn es nach der Corona-Pause wieder weitergeht. Vielleicht gehe ich auch wieder in den Jugendbereich. Das sind alles Dinge, die ich momentan nicht einschätzen kann."

Im Jugendbereich feierte vor rund zehn Jahren großartige Erfolge mit dem SV Waldhof Mannheim. In vier Spielzeiten bei den Blau-Schwarzen fungierte er als Co-Trainer von Bernd Großmann und zusammen sind die beiden mit der B-Jugend in die U17-Bundesliga aufgestiegen. Außerdem arbeitete er als Co-Trainer mit Mannheims Fußballlegende Stephan Groß in der U15. Die U16 coachte Lohnert später als Cheftrainer und wurde mit selbiger Badischer Pokalsieger. "Da waren mit Kevin Broll (heute Dynamo Dresden) und Baris Atik (heute 1.FC Magdeburg) zwei Jungs dabei, die es bis in die 3. Liga geschafft haben", erinnert sich Lohnert gerne daran zurück.

Neben seinen Tätigkeiten in Schriesheim und beim Waldhof hat Lohnert bei einigen Klubs aus der Mannheimer Gegend gearbeitet. Er ist ohne Frage eines der bekanntesten Gesichter im Mannheimer Fußball. Angefangen hat er als Spielertrainer bei der SpVgg Ilvesheim und ist dort im vierten Jahr zwangsläufig an den Seitenrand gegangen, da ihn ein Kreuzbandriss zum Ende seiner aktiven Laufbahn zwang. Hockenheim coachte er später in der Landes- und Oftersheim sogar in der Verbandsliga.

Auch im Heidelberger Kreis ist Lohnert kein unbeschriebenes Blatt. Er war der letzte Trainer der SG Astoria Walldorf, bevor diese 1995 mit dem FC Walldorf zum neuen FC-Astoria Walldorf fusionierte, der seit sieben Jahren in der Regionalliga spielt.

Selbst wenn Karlheinz Lohnert ab dem Sommer keine Mannschaft mehr trainiert, eines ist sicher. "Auf den Sportplätzen wird man mich weiterhin sehen", versichert der 59-Jährige, der nicht ohne Fußball kann. "Das ist eben mein großes Hobby."

Aufrufe: 08.2.2021, 11:30 Uhr
red.Autor

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