Luftig soll es sein: „Fußballtypisches Training“ ist möglich, aber auf „Übungsformen mit längerem, engem Kontakt“ soll noch verzichtet werden  | Foto: Robert Michael (dpa)
Luftig soll es sein: „Fußballtypisches Training“ ist möglich, aber auf „Übungsformen mit längerem, engem Kontakt“ soll noch verzichtet werden | Foto: Robert Michael (dpa)

Vereine zwischen Euphorie und Vorsicht bei der Trainingsrückkehr

Wie gehen die Clubs im Bezirk Hochrhein mit der Öffnung des Sportbetriebs für ihre Jugendteams um?

Fußballtraining ist wieder erlaubt – in erster Linie für den Nachwuchs. Während einige Clubs mit Teilen ihrer Jugendteams schon trainieren, haben andere Vereine noch Klärungsbedarf.

Es sind kleine Schritte in die Normalität. Seit dieser Woche ist Training wieder möglich. Theoretisch. Denn es ist kompliziert. Abstandhalten bei Kindern? Wieviele Personen bei welchem Inzidenzwert? Blicken die Vereine durch, die trotz gelockertem Amateursport das Okay der lokalen Behörden benötigen? Einige Fußballclubs haben schnell reagiert, sie sind schon zurück auf dem Platz, die meisten wollen folgen. Andere warten ab.

Es ist schwierig, den Überblick zu behalten. Manch Vereinsvertreter witzelt, er brauche demnächst eine Excel-Tabelle, um Inzidenzwerte, Altersgruppen und Personenzahl in Einklang zu bringen. Der Südbadische Fußballverband SBFV versuchte zu Wochenbeginn, als der neue Stufenplan in Kraft getreten ist, der auf dem Papier eine Rückkehr auf die Trainingsplätze ermöglicht, für mehr Klarheit bei den Clubs zu sorgen. Grundsätzlich sei Sportausübung "im Freien" möglich, hieß es noch einmal erläuternd, je nach Inzidenz in verschiedener Anzahl. Sogar Gruppensport mit maximal 20 Kindern bis 14 Jahren. Allerdings alles mit dem Zusatz: "kontaktarm".

Weshalb beim JFV Region Laufenburg einzelne Trainer Bedenken äußern, wie der erste Vorstand Michael Rieple berichtet. Jeder weiß: Je jünger die Kinder, um so schwieriger die Kontaktreduzierung. "Die Bambini-Rasselbande können sie nicht so einfach auseinanderhalten", formuliert es Rieple charmant. Und Luca Branca, Jugendleiter des SV Todtnau, gibt zu bedenken: "Die jüngeren Jahrgänge sind allein mit Passübungen nicht unbedingt zufriedenzustellen, sie wollen spielen." Der JFV erwägt nun, je jünger die Jahrgänge, desto kleiner die Gruppen.

Welche Ratschläge der SBFV den Clubs vorerst gibt und wie die Vereine im Bezirk Hochrhein mit der Öffnung des Trainingsbetriebs umgehen - das alles gibt es im BZ-Plus-Artikel: Vereine zwischen Euphorie und Vorsicht bei der Trainingsrückkehr

48 Aufrufe10.3.2021, 06:00 Uhr
Uwe Rogowski und Matthias Konzok (BZ)Autor

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