– Foto: Thies Meyer

„Sonnenschein“ Azizi versüßt den matschigen Rückrundenstart

KLA Marburg: +++ Goliath beißt sich am David fast die Zähne aus / Wind und Lebenstor sorgen für ersten Auswärtssieg der Stadtallendorfer in der laufenden Saison +++

Den Rückrundenauftakt der Kreisliga A Marburg eröffnete heute der FSV Cappel II mit seinem Spiel gegen den TSV Eintracht Stadtallendorf II, wobei lediglich eine weitere Spielpartie, die des Tabellenschlusslichtes SV Bauerbach II gegen den Tabellenersten SV Großseelheim, ausgetragen wurde. Alle auf Rasen stattfindenden Partien wurden wetterbedingt abgesagt.

13:00 Uhr FSV Cappel II – Eintracht Stadtallendorf II 0:1 (0:0): In der Eröffnungspartie des neuen Jahres 2020 spielte das Wetter auch gleich eine entscheidende Rolle. „Der Kunstrasenplatz des FSV Cappel II steht sehr frei, weshalb der Wind heute die Partie sehr beeinflusste“ sagte Dirk Novosad vom TSV Eintracht Stadtallendorf. Seine Mannschaft begann die erste Halbzeit mit Gegenwind, weshalb bei seinem Team auch nicht viel zusammenkam. Die Heimmannschaft war viel griffiger, hatte mehr Spielanteile und wurde gerade durch die langen Bälle gefährlich. Über die ersten 45. Minuten seines Teams sagte er: „Von uns kam eher magere Kost, wobei wir hinten gut standen.“ Das führte dazu, dass das Heimteam aus seiner Überlegenheit kein Kapital schlagen konnte, wobei in der 40. Spielminute auch etwas Pech dazu kam, als der Schuss aus knapp zwanzig Metern vom Schützen aus gesehen an den linken Pfosten sprang. Mit der zweiten Halbzeit wechselte nicht nur der Windvorteil, sondern auch die Ballbesitzverhältnisse der Gäste. Die Wettervorteile kamen gerade dem schnellen und torgefährlichem Salem Milto sehr entgegen, der zusammen mit Obaida Al Aassaf und Oldie Fejz Hodaj für offensive Akzente sorgte, wobei die beiden letzteren erst in die Zentrale zogen, um den Ball dann auf die Außenbahnen zu spielen. Eine schöne Ballstafette vor dem Sechzehnmeterraum über Fejz Hodaj und Neuzugang Saiaf Ahmadi sorgte für die Entscheidung. Nach einem doppelten Doppelpass spielte Hodaj zu dem mitgelaufenen Rahmatullah Azizi rüber, der aus fünf Metern den Ball im Netz unterbrachte und damit sein erstes Tor (59. Minute) im Dress der Stadtallendorfer erzielte. Umso größer sah die Jubeltraube nach dem so entscheidenden Tor aus, als vier bis fünf Mitspieler sofort auf ihn stürzten und ihn ansprangen. Dirk Novosad sagte zum Tor: „Für den Sonnenschein des Teams, den jeder mag, freut es mich besonders.“ Der FSV Cappel II drückte nach dem Tor auf den Ausgleich, doch der Wind erschwerte die Situation. Dadurch boten sich den Stadtallendorfern Räume, um zu Kontern, die sie allerdings nicht konzentriert genug zu Ende spielten. „So mussten wir bis zur 95. Minute zittern“ resümierte Novosad und lobte insbesondere die beiden Innenverteidiger Eugen Morar und Mohammed Noureddin Alhasan, die den Laden sauber hielten. „Unser Co-Trainer Eugen Morar ist ein echtes Phänomen, der trotz seiner 43 Jahre einen Körper wie den eines 22-Jährigen hat. Der hat glaube ich kein Gramm Fett“, stellte Novosad beeindruckend klar. Den Schuss aus zwanzig Metern kurz vor Schluss konnte er allerdings nicht verhindern, der knapp am Winkel vorbei schrammte und fast das 1:1 Unentschieden bedeutete. Durch das Verfehlen des Tores blieb es beim knappen 1:0 für den TSV Eintracht Stadtallendorf, das für den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison sorgte. „So kann die Rückrunde doch beginnen“ sagte der dritte Torwart, Novosad, der aber trotzdem zum festen Inventar gehört, zum Abschluss.


15:00 Uhr SV Bauerbach II – SV Großseelheim 0:2 (0:1): Vor der Partie wurde von Außen und gerade aufgrund der Tabellensituation nur über die Höhe des Sieges vom Spitzenreiter aus Großseelheim gerätselt, woraufhin der Verlauf des Spiels gar für eine Sensation hätte sorgen können. Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht, die Zweitvertretung des SV Bauerbach, hat aufgrund einer sehr defensiv gestandenen, engagierten und kämpferischen Mannschaftsleistung nicht viel zugelassen und konnte in der ersten Halbzeit nur durch eine Standardsituation bezwungen werden. Während der SV Großseelheim in der 5. Spielminute noch an der Latte scheiterte, konnte der Freistoß von der rechten Seite, nah der Außenlinie, für Gefahr und letztendlich die frühe Führung des Tabellenführers sorgen. Der Ball flog in den Fünfmeterraum und konnte von der ansonsten sehr guten Abwehr nicht ausreichend geklärt werden, sodass der Ball Marcel Tautermann vor die Füße sprang, der den Ball aus fünf Metern zur 1:0 Führung aus Gästesicht nur noch über die Linie drücken musste (7. Minute). Den höheren Ballbesitzanteil konnte der SV Großseelheim nicht zu seinem Vorteil nutzen, sodass sich beide Mannschaften mit der knappen Führung des Favoriten in die Kabinen verabschiedeten. Auch in der zweiten Halbzeit wurde den knapp 70 Zuschauern das gewohnte Bild der angreifenden Mannschaft auf der einen, und verteidigen Mannschaft auf der anderen Seite geboten. Der SV aus Großseelheim biss sich sprichwörtlich bis zur 80. Minute die Zähne an der defensiven Ausrichtung der Bauerbacher aus, die zehn Minuten vor Ende auf den Ausgleich spielten und ihre Abwehrreihen etwas auflösten. Am Ende wurde das Schlusslicht allerdings für seine kämpferische und mutige Leistung nicht belohnt und musste stattdessen das 0:2 durch Jakob Werner in der Nachspielzeit (90. + 2 Minute) hinnehmen. Trotzdem strafte die Heimmannschaft die Kritiker, die von einem deutlicheren Endstand ausgegangen waren. Der Pressesprecher von Bauerbach II, Manfred Baumgarten, attestierte seiner Mannschaft eine sehr gute Leistung gerade in der Defensive und blickt mit folgenden Worten voraus: „Wenn wir in der Verteidigung weiterhin so weiterspielen und offensiv noch etwas besser werden, dann kann man hier und da auf jeden Fall noch für einen Lichtblick sorgen.“

RSV Kleinseelheim – VfL Neustadt abgesagt


TSV Wohratal – TSV Amöneburg
abgesagt


SG Niederklein/Schweinsberg – FSG Südkreis
abgesagt


FV Cölbe – SG Salzböde-Lahn
abgesagt


SV Schönstadt – SpVgg. Rauischholzhausen
abgesagt


SV Mardorf - RSV Roßdor
f abgesagt

Aufrufe: 08.3.2020, 18:49 Uhr
Louis LambertAutor

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